Linux 4.8: Auch ein nicht-kommerzielles OS hat mal Probleme

Nicht mit der üblichen "political correctness" beschreibt Linus Torvalds, was ihm zu seinem Bedauern erst nach seiner Freigabe für den neuen Kernel aufgefallen ist: Der erst vor zwei Tagen in seiner endgültigen Version veröffentlichte Linux-Kernel 4.8 hat einen fetten Bug in der Verwaltung von virtuellen Maschinen.

Das pikante: Ein zu Google abgewanderter Entwickler, der offenbar auch in der Linux-Entwicklung eine große Rolle spielt, hat kurz vor knapp noch eine Änderung hinzugefügt, die auf einem Befehl basiert, der Probleme mit sich bringen kann, die eigentlich seit fast 15 Jahren bekannt sind - und der daher tunlichst vermieden wird, damit es keine unvorhersehbaren, kaum nachvollziehbaren Abstürze virtueller Maschinen gibt.

Torvalds schreibt eindeutig, wie er über das denkt, was da aus der Feder eines Google-Angestellten gekommen ist. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt, wenn ein Google-Angestellter den Linux-Kernel kompromittiert und dann auch noch behauptet, dass es nur wenige Nutzer betreffen werde - was Torvalds innerhalb von Minuten ad absurdum führt.

Open Source ist nicht nur in Sachen offener Quellcode erhellend: Man kann auch nachverfolgen, wie Fehler in kommerzielle Programme "eingebaut" werden können – und was dann wohl hinter den Kulissen abläuft.

Erstelle einen neuen Thread im News-Forum über dieses Thema
Dieser Thread ist für Kommentare geschlossen
1 Kommentar
Im Forum kommentieren
    Dein Kommentar
  • Petsto
    Autsch wer so eine rüge von Linus Persönlich bekommt wir es in Zukunft in der Open Source Szene sehr schwer habe...... Naja selbst schuld (Trottel XD)
    0