LiquidSky testet V2.0 ihrer Game Streaming-App für Android

Neben der wichtigen Voraussetzung eines schnellen Internetzugangs muss man aber auch einige Kompromisse eingehen, um Zugang zu seinen Lieblingsspielen zu erhalten.

Das Konzept ist nicht gänzlich neu. Nvidia GameStream erlaubt das Streamen von Spielen auf die Shield TV Set-Top Box und auf ein Shield Tablet und OnLive hatte einen ähnlichen Service, bis es dichtgemacht und im Jahr 2015 von Sony gekauft wurde. LiquidSky hofft dort weiterzumachen, wo OnLive gescheitert ist, indem eine größere Auswahl an Hardware - verglichen mit Nvidia GameStream - unterstützt wird. Dort wird nämlich Nvidia-Hardware vorausgesetzt.

LiquidSky hat sich in den letzten Monaten stark verändert. Im Januar wurde eine Abo-Option angeboten, im März wurde die Verwendung von AMDs Vega-Architektur in den Datenzentren angekündigt, was die Kosten für den Service deutlich senken sollte. Anstatt für jeden Nutzer eine dedizierte GPU zu reservieren, konnte die Firma mit einer Vega-GPU gleich mehrere Spieler versorgen, ohne dass deren Spielerlebnis eingeschränkt wurde.

Im April wurden schließlich sogar eine werbefinanzierte Nutzung und neue Leistungslevel vorgestellt. Dies könnte Nutzer ansprechen, die zwar einerseits für Game-Streaming nicht zu zahlen bereit sind aber andererseits Werbung tolerieren oder die dank Werbung bessere Qualität erhalten wollen. Außerdem kündigte die Firma an, DirectX 12-Unterstützung ein Community-Hub und andere Funktionen in den kommenden Monaten einzubauen.

Die neue Android-App ist eine dieser Neuerungen. Version 2.0 des LiquidSky-Dienstes war bisher auf Windows-Geräte limitiert, sodass man bisher dafür zahlte, auf einem schwachbrüstigen Rechner Zugang zu ressourcenfressenden Spielen zu erhalten. Im April wurde Unterstützung für Android, Mac und Linux angekündigt und nun liegt die erste dieser Plattformen vor.

Dennoch stellt sich die Frage, ob man auf dem Smartphone wirklich PC-Spiele spielen will. Das mag für langsame Spiele zutreffen, aber ein Touchscreen ist vermutlich nicht der richtige Controller für Action-Spiele. Man könnte einen Controller kaufen - und LiquidSky bewirbt genau dies in der Presseerklärung - aber damit muss man ein weiteres Gerät mit sich herumschleppen. Da mag es naheliegender sein, den portablen Teil der Switch oder schlicht ein Nintendo 3DS im Gepäck zu haben.

Immerhin beweist die App, dass LiquidSky am Ball bleibt und die Dienste verbessert. Mehr Infos erhaltet ihr auf der Webseite oder ihr könnt die Android App bei Google Play herunterladen. (Ihr müsst zusätzlich auch die Windows 10 App installieren, die hier zu finden ist.)

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2 Kommentare
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  • Lucy Fagott
    Wenn man ein PC im Arbeitszimmer hat und man auf die Nvidia Shield TV im Wohnzimmer streamen möchte (was eigentlich AMD ReLive machen sollte), hilft mir dabei LiquidSky oder wie stell ich das dann an?
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  • Bodo
    Wenn dein Shield die Installation erlaubt, sollte das genau einer der Anwendungsfälle sein.
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