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Fazit

Was bringt Low-Voltage DDR3 RAM?
Von , Achim Roos

Als erster Schritt in Richtung reduzierter Leistungsaufnahme machen Low-Voltage-Produkte eindeutig wenig Sinn. Von uns gemessene Unterschiede lagen bei maximal 1 W im Systemleerlauf und bis zu 4 W bei maximaler Last. Neben dem in diesem Tests verwendeten AMD-System haben wir die RAM-Module auf einer Intel P55-Plattform mit XMP-Unterstützung, die eine automatische Speicherkonfiguration ermöglicht, ausprobiert und ähnliche Ergebnisse erhalten. Der Austausch von Grafikkarte und Motherboard wird eine größere Auswirkungen auf die Leistungsaufnahme haben. Daher ist es durchaus sinnvoll, zuerst einen Blick auf die leistungshungrige Hardware zu werfen und erst dann den Speicher zu optimieren.

Allerdings könnte man bei unseren Testergebnissen auch von einem Super-GAU für das HyperX DDR3 LoVo-Produkt von Kingston sprechen, denn immerhin ist die gesamte Leistungsaufnahme so hoch, dass die Einsparungen seitens der Speichermodule verschwindend gering wirken. Dies ist jedoch nicht nur bei unserer Testplattform im Speziellen der Fall, sondern gilt auch für Mainstream- und High-End-Systeme mit einer Leistungsaufnahme im Leerlauf von etwa 70 W und mehr. Daher sollte man sein Geld besser zuerst in andere Komponenten investieren, bevor man sich für Low-Voltage-RAM entscheidet. Die Auswirkungen werden dadurch sicherlich deutlicher spürbar sein.

Sobald man mit der Optimierung des Systems auf eine geringere Leistungsaufnahme hin begonnen hat, erreicht man früher oder später den Zeitpunkt, an dem dann der Prozessor, das Motherboard, die Grafiklösung, die Festplatte und das Netzteil optimiert werden. Von da an wird es auch für Kingston interessant. Die einzige Möglichkeit die Leistungsaufnahme dann noch weiter zu senken, ist die Optimierung und das Undervolting der anderen Komponenten – worauf man angesichts drohender Probleme mit der Zuverlässigkeit jedoch eher verzichten dürfte. In einem solchen Fall bietet Kingston mit seinem HyperX DDR3 LoVo einen weiteren Schritt in Richtung reduzierter Systemleistung und –temperatur. Doch auch hier ist es wie so oft im Leben: Der Perfektion näher zu kommen hat auch seinen Preis.