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Was bringt Low-Voltage DDR3 RAM?

Was bringt Low-Voltage DDR3 RAM?
Von , Achim Roos

Kingstons HyperX LoVo DDR3-Serie ermöglicht Anwendern die Reduzierung der Speicherspannung auf 1,35 beziehungsweise 1,25 V, um dadurch Strom zu sparen und die Temperatur zu senken. Wir wollten wissen, wie sinnvoll das wirklich ist.

Es gibt kaum ein Segment im Hardware-Markt, in dem keine sogenannten umweltfreundlichen Produkte angeboten werden. Mit derartigen Geräten zielen Hersteller auf das Umweltbewusstsein von Kunden ab oder ermöglichen sogar Kosteneinsparungen, die sich durch eine geringere Leistungsaufnahme ergibt. Ein umweltbewusstes Produkt sollte im Idealfall sowohl umweltfreundlich hergestellt als auch Stromsparend sein, allerdings konzentriert man sich bei derartigen Produkten normalerweise auf die geringere Leistungsaufnahme. Das gilt auch für die neue HyperX LoVo-Reihe von Kingston, die typische DDR3-Speichergeschwindigkeiten bei verringerter Spannung bietet. Wir wollten uns diese genauer ansehen und haben mit dem KHX1600C9D3LK2/4GX, so lautet die Produktbezeichnung des DDR3-1600 2x2GB-Kit, ein paar Tests durchgeführt.

Die Geschichte der Leistungsaufnahme

Low-Power-Hardware spielt in Europa mit Sicherheit eine wichtigere Rolle als in Nordamerika, da durchschnittliche Stromkosten in den USA niedriger sind und Europäer grundsätzlich mehr auf den Stromverbrauch achten als ihre Nachbarn jenseits des Atlantiks. An dieser Stelle sollten wir nochmals zwei Eigenschaften von Low-Power-Produkten erwähnen: Zum einen die umweltfreundliche Herstellung, zum anderen die niedrige Leistungsaufnahme, die sich auf die Stromrechnung auswirkt. Die Umwelt könnte von einer  geringeren Leistungsaufnahme der Hardware durchaus profitieren. Wir drücken uns in dieser Hinsicht absichtlich so aus, da die Energie, die für die Produktion und das Recyceln oder Entsorgen von Hardware notwendig ist, normalerweise nicht Teil der Energie-Gleichung ist; diese sollte sogar das erforderliche Frischwasser bei der Produktion berücksichtigen. Das alles sollte in einer Bilanzierung notwendiger Ressourcen mit einbezogen werden, allerdings gehen Unternehmen und deren Marketing-Abteilungen in Wirklichkeit nur die Hälfte des Weges. Deshalb möchten wir den Faktor “Umweltfreundlichkeit” auch nicht allzu stark betonen und unsere Aussagen eher auf eine geringere Leistungsaufnahme beschränken.

Low Voltage = Low Power

Werfen wir daher nur einen Blick auf den Stromverbrauch. In diesem besonderen Fall haben wir auf eine Komponente geschaut, die sonst wenig Beachtung findet, da diese im Gegensatz zu einem Prozessor oder einer Grafikkarte nicht sonderlich viel Leistung aufnimmt: Der Systemspeicher. Das Hauptaugenmerk von Anwendern und Speicherherstellern liegt normalerweise auf höheren Speichergeschwindigkeiten. Daher wäre es unakzeptabel, die Geschwindigkeit des Speichers zu senken, um dadurch die Leistungsaufnahme zu verringern. Allerdings ermöglicht ein moderneres Stück Silizium oftmals die Reduzierung der Betriebsspannung. Das haben wir bereits des öfteren bei Prozessoren gesehen; jetzt hat Kingston damit angefangen, diese Vorgehensweise auch im Speichersegment umzusetzen.

Die HyperX DDR3 LoVo-Reihe bedient die gehobenen DDR3-Geschwindigkeiten des Mainstreams, um genau zu sein DDR3-1333 und DDR3-1600 und bietet die  Performance, die man bei einer verringerter Spannung erwarten würden. Angesichts der Tatsache, dass der Hauptspeicher sowieso nur ein paar Watt aufnimmt, hatten wir so unsere Zweifel: Hat das ganze wirklich spürbare Auswirkungen auf die Gesamtleistungsaufnahme des Systems? Und bieten diese Module die gleiche Performance wie Produkte mit regulärer Spannung? Wir haben es für Sie herausgefunden.

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