Sandforce-Controller SF3700 erreicht 1,8 GB/s

LSI hat mit der Controller-Serie SF3700 die dritte Sandforce-Generation vorgestellt, die nun standardmäßig zwei Schnittstellen, ein 6 Gb/s schnelles SATA-Interface und PCI Express, mitbringt.

Den Einstieg markieren der SF3719 und der SF 3729, die leistungstechnisch allerdings der Mittelklasse zugerechnet werden können. Sie erreichen mit SATA maximale Tranferraten von 600 MB/s; wird das Laufwerk mit Hilfe der zwei PCI-Express-2.0-Leitungen angeschlossen, sind bis zu 1 GB/s drin. Der Unterschied zwischen den beiden Controllern besteht in der Anzahl der Speicherkanäle - das kleinere Modell verfügt über vier Kanäle, beim größeren sind es acht.

Die Controller sollen in SSDs im M.2-Format in Notebooks verwendet werden.

Der SF3739 ist für leistungshungrige Anwender entwickelt worden und stellt neben einem 6 Gb/s schnellen SATA-Interface eine PCI-Express-Schnittstelle mit vier Lanes bereit, sodass Übertragungsgeschwindigkeiten von 2 GB/s werden. Der Controller ist für Laufwerke im M.2- aber auch im 2,5"-Format gedacht, wobei bei letzteren PCI Express fehlt.

Der SF3759 wendet sich dagegen explizit an professionelle Nutzer und basiert dazu auf der NVMe-Spezifikation, die wie AHCI dafür sorgt, dass über PCI Express angebunden Speicherlaufwerke wie klassische SATA-SSDs genutzt werden können. Gegenüber AHCI ermöglicht NVMe zudem eine Core-unabhängig Interruptverwaltung.

Bei einer Demonstration konnte LSI mit seinem Controller und Toshiba-Speicher einen Datendurchsatz von bis zu 1,8 GB/s erreichen, allerdings wurde dabei sehr leicht zu komprimierende Daten verwendet, was den Durchsatz beschleunigt. Dennoch: Aktuell erreichen PCI-Express-SSDs (Controller und Speicher von Samsung) in einigen Apple-Notebooks Geschwindigkeiten von 1,2 GB/s.

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2 Kommentare
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  • MickH74
    Interessant. Bei Computerbase heisst es:
    Zitat:
    Zu beachten ist bei den von LSI veröffentlichten Angaben zur Leistung, dass es sich um Werte für eine Worst-Case-Szenario handelt, d. h. diese Werte werden mit nicht komprimierbaren Daten erreicht und sollten dementsprechend – zumindest soweit es das Interface zulässt – noch höher ausfallen, wenn der Controller die Daten komprimieren kann.


    Was stimmt denn nun?
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  • Tesetilaro
    Sandforce ist bei solchen Dingen meist nicht ganz genau, wir werden tests abwarten müssen...

    Fakt ist, selbst alsmax performance ganz ordentlich, wir werden sehen wie sich das entwickelt, aber
    die verwendung von ARM Cortex basierenden Controllern konsolidiert den markt grad ein wenig *g*
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