Ericsson und TeliaSonera planen 5G-Netz für 2018

Nicht nur bei Mobilgeräten überschlagen sich die Hersteller fast mit einem technischen Wettrüsten. Auch bei der Einführung neuer Netzwerkstandards wollen sich die Infrastrukturlieferanten kaum eine Pause gönnen: Ericsson und TeliaSonera haben eine Kooperation geschlossen, die 2018 zu ersten 5G-Netzen führen sollen, die den Nutzern in Stockholm und Tallinn zur Verfügung gestellt werden.

Der auf LTE folgende Netzwerkstandard soll Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 10.000 Mb/s bewerkstelligen. Theoretisch könnte dann der Inhalt eine DVD in 3,6 Sekunden heruntergeladen werden. Zudem sollen die Latenzen auf unter eine Millisekunde sinken. Gleichermaßen soll der Energieverbrauch um bis zu 90 Prozent reduziert werden. Allerdings müssen derartige Prognosen noch mit etwas Vorsicht genossen werden, denn bis heute sind die finalen 5G-Spezifikationen noch nicht verabschiedet.

Die enorme Leistungssteigerung im Vergleich zu den aktuellen 4G/LTE-Netzen soll dabei nicht ausschließlich der mobilen Kommunikation zu Gute kommen, sondern nicht zuletzt für die Vernetzung von Maschinen bzw. Geräten untereinander genutzt werden, die dann ohne menschliches Zutun miteinander kommunizieren können, ein Vorhaben das gemeinhin als Internet der Dinge bezeichnet wird. Dies setzt allerdings entsprechend günstige Nutzungstarife voraus. Weltweit soll die Technik ab 2020 eingeführt werden.

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