LTE: Mobilfunkstandard auf 3,8 GBit/s aufgebohrt

Der Teil von Nokia, der nicht zu Microsoft übergegangen ist, forscht fleißig weiter und entwickelt neue Techniken - unter anderem ein für bessere drathlose Akkuladung über mehrere Meter Distanz und den Gebrauch von Graphen in künftigen Smartphones.

Zusammen mit der koreanischen SK Telecom wurde ein 100 Megahertz großes Frequenzspektrum bei 2600 Megahertz hergenommen und in zehn Funkbänder gebündelt. Diese wurden gleichmäßig auf die Mobilfunkanbieter verteilt.

Der derzeit offizielle LTE-Standard ist auf 100 Megabit ausgelegt, erste Smartphones empfangen aber schon 150 Megabit per Mobilfunk.

Die in Nokias Versuchsaufbau erreichte sehr viel höhere Geschwindigkeit wird durch die Kanalbündelung erreicht, die auf die beiden Standards FDD (Frequency Division Duplex) und TDD (Time Division Duplex) basieren. Die Netze Deutschlands sind überwiegend mit der FDD-Technik ausgestattet, ein weiterer Ausbau von TDD-Netzen ist also vonnöten.

Für die Übertragungsgeschwindigkeit von 3,8 Gigabit pro Sekunde, was etwa 480 Megabyte pro Sekunde entspricht, ist es jedoch unentbehrlich, die Funkzelle alleine zu nutzen. Je mehr Nutzer sich in der gleichen Zelle aufhalten, desto langsamer wird das LTE.

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10 Kommentare
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    Dein Kommentar
  • quixx
    Wen man dann flat 100MBit zum 38stel des Tarifes 3,8GBit haben kann...
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  • Globetrotter
    Cool, jetzt kann ich meine 200mb flat noch schneller aufbrauchen!
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  • fragger
    Tja, in ca 0,5 Sekunden hast du dann dein 200 MB Monatsvolumen verbraucht und wirst dann auf 64 kbit/s gedrosselt ;-)
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