Microsoft stellt das Lumia 650 vor

Auf den großen Erfolg bei Smartphones muss Microsoft noch warten. Im vierten Quartal konnte der Hersteller gerade mal 4,5 Millionen Geräte verkaufen und auch die Flaggschiffe Lumia 950 und Lumia 950XL waren längst nicht so erfolgreich wie erhofft. Das scheint nicht ohne Folgen zu bleiben: In der vergangenen Woche wurden Informationen öffentlich, nach denen die Redmonder die Sparte weiter verkleinern und Personal im Marketing abbauen wollen.

Nun soll eine Aktualisierung in der Mittelklasse für frischen Wind sorgen: Mit dem Lumia 650 bringt der Hersteller nach einem Jahr ein Update seines Einstiegs in die Mittelklasse und setzt dabei auf eine Verschlankung des Angebots: Allem Anschein nach wird es keine XL-Variante mehr geben.

Stattdessen setzt Microsoft nun auf einen fünf Zoll großen HD-Bildschirm, hinter dem sich das Smartphone im Vergleich zum Vorgänger abgespeckt zeigt. Denn an Stelle eines Qualcomm Snapdragon 410 wird nun ein Snapdragon 212 verbaut, der mit seinen vier 1,3 GHz schnellen Cortex-A7-Kernen eigentlich eher in der Einsteigerklasse anzutreffen ist.

Zudem steht ihm mit einem Gigabyte RAM ein verhältnismäßig kleiner Arbeitsspeicher zur Seite. Allerdings hat Microsoft schon bei den Vorgängern bewiesen, dass sein mobiles Windows-Betriebssystem sehr schonend mit den Hardware-Ressourcen umzugehen vermag.

Auch an anderer Stelle müssen Abstriche gemacht werden. Der Datenspeicher ist zwar klassenübliche 16 Gigabyte groß, doch während die Mehrheit der Mittelklasse-Androiden mit einem 13-Megapixel-Sensor aufwarten, muss sich der Nutzer beim Lumia 650 mit acht Megapixeln begnügen. Die Auflösung ist aber bekanntermaßen nicht alles - wie gut die Bilder werden kann letztlich nur ein Praxistest zeigen.

In Sachen Kommunikation setzen die Redmonder auf ein LTE-Modem der vierten Kategorie, dass die hierzulande genutzten Bänder unterstützt. In WLAN-Netzen arbeitet der Funkchip auf Basis der b/g/n-Spezifikation, Peripheriegeräte können mit Bluetooth 4.1 kabellos angesprochen werden.

Wenn die von einem schicken Metallrahmen geschützte Hardware nicht gerade aus dem Angebot der Mittelklasse-Smartphones heraussticht - für den anvisierten Verkaufspreis von 229 Euro bekommt man auch ein deutlich besser ausgestattetes Honor 5X - muss halt die Software punkten: Installiert wird vorab Windows 10 for Phones. Die dabei als großes Highlight angepriesene Continuum-Funktion kann mit dem Lumia 650 allerdings nicht genutzt werden.

Erstelle einen neuen Thread im News-Forum über dieses Thema
Dieser Thread ist für Kommentare geschlossen
2 Kommentare
    Dein Kommentar
  • Und der Vorteil gegenüber dem günstigeren 640XL ist?
    0
  • Das 650 hat ein AMOLED Display und wird direkt mit Windows 10 ausgeliefert. Also muss sich der geneigte Nutzer keine Gedanken darüber machen, wie das Update möglich ist. Aber ansonsten finde ich die 640er bis zu einem Preisabfall der 650er erstmal noch die bessere Preis-Leistungs-Variante.
    0