Anmelden / Registrieren

Luxa² Lavi O In-ear Wireless: Schwere Kost, dafür aber drahtlos

Luxa² Lavi O In-ear Wireless: Schwere Kost, dafür aber drahtlos
Von

Gute drahtlose In-Ears gibt es noch relativ selten - und normalerweise nicht für knapp 40 Euro. Was taugt der Preisbrecher von Luxa² wirklich und wie kommt der Anwender mit dem Gewicht im Alltag klar? Wir machen den Selbsttest und haben eine Antwort.

Um noch mal beim Preis nachzuhaken: In dieser Preisklasse bekommt man bereits recht brauchbare In-Ears, jedoch fast ausschließlich kabelgebundene. Da kam uns dieses strippenfreie Teil für den CeBIT-Besuch und die Erweiterung des Smartphones für eine bessere Kommunikation gerade recht. Denn das Telefonieren ist im Messegewimmel immer so eine Sache für sich - als Verständigungsbrücke im Stimmgemurmel ist so eine Lösung fast schon unverzichtbar.

Packen wir deshalb die Lavi O aus und werfen einen Blick aufs Mitgelieferte. Neben den In-Ears mit der Kabelschlaufe und dem Steuerteil gibt es schwarze Gummipolster in drei Größen, diverse Clips und einen Tragebeutel nebst Handbuch. Zweckmäßig und ausreichend, denn mehr braucht man ja eigentlich auch nicht.

Bevor wir den eigentlich Test starten, schnell noch die tabellarische Übersicht für die technischen Daten:

Bezeichnung:Luxa² Lavi O In-Ear Wireless
Modell:
AD-HDP-PCLOBK-00
Akku:80m Ah Li-Polymer, bis zu 5 Stunden Akkulaufzeit (Herstellerangabe)
Ladezeit:40 min (Herstellerangabe) am Micro-USB Anschluss
Treiber:Φ 8 mm / 16 Ohm Impedanz
Frequenzbereich: 20 Hz bis 20 KHz (Herstellerangabe)
Maximaler Pegel: 110dB ± 3dB (Herstellerangabe)
Mikrofon:
Φ 4.0 * 1.5 mm, -42 ±3dB
Reichweite:10 m (Herstellerangabe)
ca. 8-9 m (Test für absolut fehlerfreie Wiedergabe)
Bluetooth:CSR v4.0 8635
Profile: A2DP, AVRCP, HSP, HFP
Frequenzbereich: 2402 - 2480 MHz
LED-Status;
Niedriger Ladestand: Rot (blinkend)
Aufladend: Rot
Aufgeladen: Blau
Pairing: Blau-Rot (blinkend)
Bluetooth verbunden: Blau (langsam blinkend)
Bluetooth nicht verbunden: Blau (schnell blinkend)
Abmessungen:
55,0 x 3,0 x 1,4 cm (inkl. Kabel)
Gewicht:15,0 g (Herstellerangabe)
13,2 g (Labormessung)
Preis:
ca. 40 Euro (Geizhals-Link)

Optik, Haptik, Komfort und Laufzeit

Die Laborwaage zeigt stolze 13,4 Gramm an, was erst einmal nicht nach viel klingt, es aber trotzdem in sich hat. Das Problem liegt in den beiden  Ohrstöpseln selbst, die übermäßig groß und schwer ausfallen. Im Vergleich zu vielen Mitbewerbern sind sie extrem plump und sehen deshalb auch nicht sonderlich hipp aus.

Der Tragekomfort hingegen ist zufriedenstellend bis gut, da sie sich trotz der erwähnrten Nachteile recht sicher tragen lassen. Luxa² gibt die maximale Laufzeit mit fünf Stunden an, was in ungefähr auch hinkommt, wenn man nicht gerade Dauerbeschallung unter Volllast mag. Länger möchte man die In-Ears allerdings auch nicht tragen, weil es dann unangenehm wird.

Im Mix von Standby und Telefonieren reicht eine Ladung dann aber doch schon mal bis zu acht Stunden und mehr, jedoch sollte man die In-Ears dann zwischenzeitlich in der Tasche verpacken und nicht tragen. Das Aufladen ist in ca. 50 Minuten komplett abgeschlossen, aber die vom Hersteller angegeben 40 Minuten erscheinen uns dann doch etwas zu knapp kalkuliert.

Die beiden Kabel sind in der Summe zusammen mit der Steuereinheit nicht sonderlich lang, so dass es sich vor allem bei großgewachsenen Personen eher wie eine Halskette anfühlt, was in der Front nicht unbedingt kleidsam und bequem ist. Nackenträger sind hier eindeutig im Vorteil, was auch deutlich praktikabler ist - zumindestens so lange, wie man das Mikro nicht benutzen muss. Doch dazu gleich mehr.

Die Steuerungseinheit hängt assymetrisch in der Kabelschlaufe und sitzt relativ nah unterm Ohr. Damit ist sie ausreichend gut erreichbar, wobei man trotzdem noch etwas Eingewöhnungszeit benötigt, um sicher die gewünschte Taste zu finden. Diese Tasten wiederum sind haptisch relativ gut zu lokalisieren.

Der USB-Ladeanschluss an der Seite geht so on Ordnung, auch wenn die Abdeckung mit der Zeit arg ausleiert und dann kaum noch richtig schließt. Man kann den "Lappen" jedoch mit einem Cutter-Messer sauber abtrennen, dann stimmt auch die Optik wieder.

Sound-Check: Was das Lavi O kann und was nicht

Wireless und viel Bums? Zum einen ist das Lavi O wie fast alle diese Mainstream-Knöpfe viel zu Bass-lastig ausgelegt, ohne dabei jedoch wirklich audiophile Tiefen zu ergründen. Bass ja, aber besser ginge es durchaus. Allerdings darf man auch nicht den Preis aus den Augen verlieren, der ja ziemlich niedrig angesetzt wurde. Aus dieser Perspektive geht das Gebotene dann nämlich durchaus in Ordnung.

Der Oberbass und die unteren Mitten sind okay, auch wenn es in Richtung Mittelton wieder etwas abfällt. Da die oberen Mitten bis zum Hochton wieder kräftig anziehen, haben wir somit (mal wieder) die klassische Badewannenabstimmung vor (oder besser: in) uns. Das kann man mögen und wird bei bestimmter Musik sicherlich auch gern angenommen, aber bestimmte Genres sollte man sich damit wohl besser verkneifen.

Die Auflösung ist für diese Preisklasse hingegen erstaunlich gut und auch die Pegelfestigkeit ist zumindest befriedigend. Die Sprachwiedergabe gelingt ebenfalls ohne Gurgeln oder zischende Überbetonung der Sibilanten - vorbildlich.

Das eingebaute Mikro fällt hingegen in der Leistung etwas ab, denn je nach Größe und Statur ist die Position an der Rückseite der Steuereinheit eher nachteilig. Die Folge sind dann eine oft dumpfe (weil indirekte) Widergabe der Sprache, einhergehend mit einer unerwünschten Überbetonung der Umgebungsgeräusche.

Fazit

Für die mobile Musikbeschallung unterwegs würden wir ein Ja vergeben, solange man kein audiophiler Einzelgänger ist. Wer jedoch zu Hause in Ruhe Musik genießen will, braucht definitiv ein anderes Handwerkszeug.

Die Sprachverständlichkeit bei Telefonaten ist gut, jedoch krankt das integrierte Mikrofon etwas: Es funktioniert durchaus, aber eben nicht hervorragend.

Der Tragekomfort ist befriedigend und eine bessere Benotung wäre all den Mitbewerbern gegenüber ungerecht, denen es gelingt, deutlich kompaktere Geräte anzubieten - wobei diese dann ja fast immer kabelgebunden sind. Somit gerät man fast schon an die Quadratur des Kreises, denn irgendwohin muss die Technik am Ende ja dann doch.

Sagen wir es mal so: Für knapp 40 Euro wird man so schnell nichts Besseres auf Bluetooth-Basis und ohne Kabel finden. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist somit das Positivste am Luxa² Lavi O: Es funktioniert wie es soll, der Akku hält ungefähr so lange, wie auch die Ohren mitspielen (möchten), und bezahlbar ist es allemal.

Dafür gibt es von uns auch den Daumen nach oben, wobei es klanglich für einen Award dann doch nicht ganz gereicht hat. Nur sind wir eben in der 40-Euro-Klasse, was man dabei nie vergessen darf.

Alle 4 Kommentare anzeigen.
Auf dieser Seiten können keine Kommentare mehr abgegeben werden
Sortieren nach: Neueste zuerst | Älteste zuerst
  • Mahru_wieso6zeichen , 23. März 2016 09:47
    "Drahtlose In-Ears gibt es noch relativ selten - und normalerweise nicht für knapp 40 Euro."

    Bitte einmal zu Amazon wechseln und nach "Bluetooth In Ear" suchen und das geschrieben nochmal überdenken. An der grundsätzlichen Auswahl von 15-40€ gibts da definitiv keinen Mangel..an der Qualität und Nutzbarkeit vielleicht schon...dazu müsste man die dortigen halt alle mal durchtesten.

    PS: könntet ihr bei dem Kommentar fenster vielleicht gleich hinschreiben das man sich registrieren muss? Und wieso muss der Nutzername bitte 6 Zeichen sein? *facepalm*
  • FormatC , 23. März 2016 10:16
    Da musste noch ein Gut davor, ist mittlerweile wieder drin. Problem: wir sind im Hedaer auf 255 Zeichen begrenzt. :D 

    Das mit der Mindestlänge ist relativ neu, aber angeblich gegen Spammer gedacht, die statistisch gesehen immer unter 6 Zeichen geblieben sind. ;) 
  • Rurik , 24. März 2016 11:36
    Hübsches Teil, muß ich mal probetragen irgendwo. Und das mit der 6-Zeichen-Regel ist ja witzig :-) - finde ich richtig gut :-))))
  • FormatC , 24. März 2016 11:42
    Das waren tonnenweise Sachen wie r1234, wasd oder ähnlicher Rotz :D 
    Du hast Deinen Nick ja schon früher registriert :D