Huawei macht aus dem Matebook eine Serie mit drei verschiedenen Formaten

Bereits im vergangenen Jahr begann Huawei einen ersten, zaghaften Versuch auch bei Tablets Fuß zu fassen, die sich mit Windows-Betriebssystem und Tastatur für produktive Nutzer empfehlen sollen. In diesem Jahr legen die Chinesen nach und legen die Matebook-Serie auf, zu der von nun an auch zwei Notebooks zählen.

Matebook X

Mit dem Matebook X präsentiert Huawei sein erstes Notebook, das natürlich Maßstäbe setzen soll. Die Chinesen versprechen nicht weniger als das kleinste Notebook mit einem 13-Zoll-Bildschirm. Der Klapprechner misst eine Bauhöhe von gerade mal 12,5 Millimetern, die Grundfläche ist kleiner als die eines DIN-A4-Blatts - die Längsseite ist 28,6 Zentimetern elf Millimeter kürzer. In Anbetracht der geringen Abmessungen kann sich die Stabilität der Gesamtkonstruktion sehen lassen. Der Deckel lässt sich nicht "durchdrücken" - die klassische Wellenbildung bleibt aus. Im aufgeklappten Zustand kann der Unterbau jedoch etwas verdreht werden, wobei es zu einem leichten Klacken am Touchpad kommt.

Um derart geringe Außenmaße zu bieten, wird auf ein Display gesetzt, das mit sehr schmalen Rändern von gerade mal von 4,4 Millimetern aufwartet. Trotz dessen bietet es eine Diagonale von 13 Zoll. Dennoch soll der Nutzer hinsichtlich Auflösung und Farbdarstellung keine Abstriche machen: Das Vivid Color Display bietet eine 2K-Auflösung.

Im Inneren des Gehäuses setzt Huawei auf verhältnismäßig leistungsstarke Prozessoren: Der Nutzer kann zwischen einem Core i5 oder i7 der U-Serie wählen, die mit einem Standardtakt von bis zu 2,7 GHz zur Tat schreiten und auf einen acht Gigabyte großen Arbeitsspeicher zugreifen kann. Beeindruckend ist dabei, dass der Prozessor keine aktive Kühllung benötigt. Um auf den Lüfter zu verzichten, soll ein besonderer Werkstoff aus der Raumfahrt verwendet worden sein, der die Abwärme des Chips absorbieren können soll. 

Produktive Anwender können den Datenspeicher mit einer Größe von bis zu 512 Gigabyte wählen und dürften sich überdies über eine Full-Size-Chiclet-Tastatur freuen, die nicht nur mit einer Hintergrundbeleuchtung aufwartet, sondern auch vor Spritzwasser geschützt ist.

Dank eines Akkus mit einer Kapazität von 41,4 Wh soll auch bei Resourcen-hungrigen Anwendungen eine Laufzeit von bis zu zehn Stunden möglich sein. Weniger Begeisterung dürfte an dieser Stelle der Umstand sorgen, dass Huawei - ähnlich wie das große Vorbild Apple - lediglich eine USB-3.1-Schnittstelle im Type-C-Format bietet. Am Kauf des Mate Dock 2 führt damit kaum ein Weg vorbei – womit wir bei den Preisen wären.

Die kleinste Version des Matebook X mit einem Core i5 und einer 256 Gigabyte großen SSD soll 1399 Euro kosten, für weitere 100 Euro wird der Datenspeicher verdoppelt, werden 1599 Euro gezahl wird aus dem Core i5 ein i7.

Matebook E

Das Matebook E ist der eigentliche Nachfolger des im vergangenen Jahr vorgestellten Matebooks. Die Änderungen halten sich an dieser Stelle jedoch auf den ersten Blick in Grenzen. Das nur sieben Millimeter hohe Tablet verfügt weiterhin über ein IPS-Display mit einer Diagonale von zwölf Zoll verfügt. Auch die Auflösung von 2160 x 1440 Pixel bleibt gleich. Es soll 85 Prozent des Gamut-Farbraums darstellen können und kann natürlich mit dem MatePen bedient werden, der 2048 Druckstufen unterscheidet

Die Verbesserungen liegen bei dem Flachrechner in den Details: Neben einer aktualisierten Hardware – auch hier kann der potentielle Nutzer nun auf einen Intel Core i7 zugreifen - dabei handelt es sich jedoch nicht um die Versionen der U-Serie, sondern um die neu als i5 und i7 bezeichneten m-Chips.

Außerdem wurde vor allem die Tastatur überarbeitet. Diese konnte im vergangenen Jahr auch bei unserem Test nicht überzeugen. Nun sollen neue Chiclet-Tasten für ein besseres Schreibgefühl sorgen. Zudem erlaubt das in drei Farben angebotene Type-Cover nun drei unterschiedlich Positionen des Tablets.

Die Preise für das Matebook-Tablet beginnen bei 999 Euro. Dafür stecken im Inneren Intels Core m3 sowie eine 128 Gigabyte große SSD. Für 1199 Euro ein Core i5, außerdem stellt der Datenspeicher dann eine Kapazität von 256 Gigabyte zur Verfügung, für weitere 100 Euro wird der Arbeitsspeicher auf acht Gigabyte vergrößert.

Matebook D

Mit dem Matebook D geht der chinesische Hersteller noch einen Schritt weiter und präsentiert ein Notebook im klassischen 15,6-Zoll-Zuschnitt. Natürlich wurde auch hier auf Gewicht und Umfang geachtet: Der Klapprechner wiegt 1,9 Kilogramm und ist im geschlossenen Zustand 17 Millimeter hoch.

Das Display soll – wie auch beim Matebook X – mit sehr schlanken Rändern gefallen, die hier 6,2 Millimeter messen. Allerdings bietet das Panel im 16:9-Format lediglich eine Full-HD-Auflösung.

Bei den Prozessoren setzt der Hersteller auf die siebte – und damit die aktuelle – Intel-Core-Generation, wobei maximal ein Core i7-7500U zur Wahl gestellt wird. Allerdings wird nicht auf die damit verbundene GPU gesetzt, sondern mit Nvidias Geforce 940MX auf eine dezidierte Grafikkarte gesetzt, die einen zwei Gigabyte großen Grafikspeicher mitbringt.

Die Preise für das Huawei-Notebook beginnen bei 799 Euro für ein System mit einem Intel Core i5 und einer ein Terabyte großen Festplatte. Wer 899 Euro in die Hand nimmt bekommt an dieser Stelle zusätzlich noch eine 128 Gigabyte große SSD, für 999 Euro wird schließlich auch der Core i7 verbaut.

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1 Kommentar
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  • drno
    Im Artikel wird ja bereits das Wesentliche ob den Anfforderungen beschrieben. Hoffentlich paßt es mit der abgelieferten (Gehäuse) Qualität und dem Keyboard, wenn die Flachmänner schon auf ein DVD Laufwerk verzichten müssen. Huawei soll schon wissen, wo sie mit ihrem Zeugs im Markt hin wollen. Und das war bisher nicht die Billig-Ecke.
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