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Medal of Honor Warfighter im Performance-Check

Medal of Honor Warfighter im Performance-Check
Von , Don Woligroski

12 Grafikkarten verschiedener Leistungsklassen müssen zeigen, welche Performance sie in Medal of Honor Warfighter erreichen. Immerhin ist die Single-Player-Kampagne dieses Militär-Shooters grafisch sehr anspruchsvoll.

An manchen Dingen merkt man, wie schnell die Zeit vergeht. Ein aktuelles Beispiel ist Medal of Honor Warfighter. Schwer zu glauben, aber dies ist schon der 14. Teil der Medal-of-Honor-Saga, deren erster Teil bereits 1999 erschien. Die ersten 12 Teile waren wie viele der Spiele, die im vergangenen Jahrzehnt zum Aufstieg des Shooter-Genres beitrugen, zeitlich im zweiten Weltkrieg angesiedelt. Erst bei Ausgabe Nummer 13 aus dem Jahr 2010 mit dem schlichten Namen Medal of Honor (ohne Zusatz) wechselte man in die Gegenwart und verlegte die Handlung nach Afghanistan. Die Einzelspielerkampagne bediente sich dabei einer modifizierten Variante der Unreal 3 Engine von Epic.

Auch andere Spieleserien wie Call of Duty und Battlefield erzählen inzwischen Geschichten mit deutlich aktuelleren Handlungssträngen. Warfighter nutzt zudem die gleiche Frostbite-2-Engine, die DICE auch für die Einzelspielerkampagne von Battlefield 3 entwickelte.

Aber wie setzt sich Medal of Honor Warfighter abgesehen von seiner hervorragenden Grafik in einem heiß umkämpften Markt von der Konkurrenz ab?

Zum einen durch seine Handlung, denn Warfighter begleitet einige sogenannte Tier-1-Operators, also Mitglieder diverser Spezialeinheiten der US-Streitkräfte, auf ihren Missionen. Hauptsächlich spielt man dabei DEVGRU-Mitglied „Preacher“, eine der Hauptfiguren aus dem letzten Teil.

Das Spielgeschehen an sich ist recht typisch für einen militärischen Ego-Shooter. Zwischensequenzen geben hingegen Einblicke in das Privatleben der Elitkeämpfer, und dabei kommen unter anderem allzu reale Themen wie die Herausforderung, die Familie daheim zusammen zu halten oder sich von gefallenen Kameraden zu verabschieden, zur Sprache. In seinen besten Momenten regt der Titel den Spieler dazu an, sich intensiver mit dem Leben von Berufssoldaten auseinanderzusetzen und zeigt dabei auch deren emotionale Bandbreite auf, die von der eiskalten und kompromisslosen Eliminierung der Gegner bis zur Sorge um Familie und Freunde reicht. Damit geht Entwicklerstudio Danger Close einen anderen Weg als die meisten Mitbewerber, der uns an Act of Valor von den Bandito Brothers erinnert. Den schwierigen Themen nähert man sich aber stets mit dem gebotenen Respekt.

Leider gibt es dabei Brüche, und dann hat man das Gefühl, einfach einen weiteren Shooter zu spielen, dem ein frisches Missionsdesign über Strecken wichtiger ist, als den Handlungsfaden aufrecht zu erhalten. Jedes Level bietet etwas neues, anderes, aber der Spielfluss leidet darunter, fühlt sich zeitweise ungelenk an. Natürlich gibt es das übliche Fahrzeug-Level, ein Schleich-Level, eins im offenen Kampf, ein Häuserkampszenario, den Dschungelkampf, dann das Level aus der Perspektive eines Terroristen – alles dabei. Man merkt jederzeit, dass die Produzenten darauf achteten, jede Mission knackig, frisch und geschliffen zu halten, doch leider geht das insgesamt zulasten der Story.

Was die technische Seite anbelangt können wir sagen, dass wir nie plötzliche, lähmende Einbrüche bei der Bildrate verzeichneten, und der Titel stürzte auch im gesamten Testzeitraum nicht ein Mal ab. Wir installierten den riesigen Day-One-Patch, und damit war das Spielen auf Nvidia- und AMD-Hardware ein rundum angenehmes Erlebnis.

Macht das Spiel Spaß? Nun, es erinnert natürlich an seine Zeitgenossen aus der Battlefield- oder Call-of-Duty-Reihe. Manche Kritiken sind mit ihrer negativen Einschätzung unserer Meinung nach deutlich übers Ziel hinaus geschossen. Andererseits stimmt es auch, dass Warfighter kein Meilenstein der Spielgeschichte ist und das Genre nicht neu erfindet. Wer Spaß an Militär-Shootern mit temporeichen Schusswechseln an aktuellen Kriegsschauplätzen hat, dem wird sicher auch Medal of Honor Warfighter gefallen.

Heute lautet unsere Aufgabe aber nicht, eine Spielekritik abzuliefern sondern zu prüfen, wie der fragliche Titel auf aktueller Hardware verschiedener Leistungsklassen läuft. Mit dem Multiplayer-Teil des Spiels haben wir uns dabei überhaupt nicht auseinander gesetzt, und zwar aus folgendem Grund: Singleplayerkampagne und Mehrspielermodus nutzen zwar die gleiche von DICE entwickelte Frostbite-2-Engine, doch während wir im Solo-Modus wie schon im Artikel Battlefield 3: Großer Performance-Vergleich mit über 30 Grafikkarten problemlos bestimmte Abläufe nachstellen können, gelingt das auf einer Multispielerkarte nicht. Zu viel hinge dabei von anderen Spielern ab, und die Ergebnisse wären damit wenig vergleichbar.

In Battlefield 3 haben wir damals beobachtet, dass die Einzelspielerkampagne dementsprechend vor allem mächtig die Grafikkarte beanspruchte. Gefechte im Mehrspielermodus können hingegen sogar leistungsfähige CPUs in die Knie zwingen. Da Medal of Honor Warfighter die gleiche Frostbite-2-Engine nutzt, dürfte es sich in diesem Spiel ähnlich verhalten.

5 Kommentare anzeigen.
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  • Gaensebluemchen , 16. November 2012 07:24
    Hallo :) 
    Well...
    Interesting start, dann wird's lesbar ;) 

    Mehrspielerkarte könnte mißverstanden werden (S 1, unten), ich hab jedenfalls doch erstmal gestutzt, aber ist ja noch früh.
    Und eine 650er SLI seh ich nicht, Wahlenverzechsler, nehm ich an.
  • benkraft , 16. November 2012 10:51
    Ja, der Teaser wollte irgendwie nicht so recht, sorry
    Beim SLI handelt es sich natürlich um zwei GeForce GTX 660 - danke für den Hinweis.
    Aus der Mehrspielerkarte habe ich zur besseren Verständlichkeit den Mehrspielermodus gemacht.
  • Toxi1965 , 16. November 2012 10:56
    Also das intressiert mich jetzt doch warum der FX-8350 jetzt was schneller ist als der Intel i7-3960X ....grübel , Ok , das sit nicht die Welt ...aber das hätte jetzt keiner erwartet ...grübel
  • Faboan , 16. November 2012 15:24
    womit soll die cou auch belastet werden?
    es gibt schlicht keine KI in dem spiel.
    anders kann ich mir nicht erklären wieso weder der feind noch mein teamkamerad es schaffen sich auf einer distanz von 3 metern zu treffen xD
    hätte ich nichts getan und mich nur versteckt...die szene wäre nie zuende gewesen.

    die gegner haben nicht auf einen geschossen,nein...man wurde "getroffen" sobald man vom weg abkam oder irgendwo zulange campte (dann kam ne granate geflogen)

    kann das wer bestätigen?

    ich mein gut,..habs eh nur wegen der story gespielt aber mal echt jetzt...damit hab ich nun nicht gerechnet.vom gameplay her das schlechteste MOH überhaupt.

    grafisch fand ichs jetzt auch nicht sooo hübsch aber recht ok.
  • 7664stefan , 16. November 2012 23:08
    Danke für den Beweis, dass ein GTX 660 SLI für 400 Euro deutlich mehr leistet als die teurere GTX680. Das war auch auch schon im Launchartikel die Erwartung insbesondere in puncto Wirtschaftlichkeit. :)