Mediateks Helio X30 findet kaum Kundschaft

Mediatek stand lange Zeit für schlichte SoCs, die in günstigen Smartphones und Tablets verbaut wurden. Mit der Helio-Serie bietet der Chipentwickler mittlerweile aber auch Prozessoren für Mobilgeräte an, die höheren Leistungsansprüchen gerecht werden.

Der Helio X20/25 bietet mit seinen zehn, auf drei Cluster verteilten CPU-Kernen darüber hinaus sogar eine architektonische Besonderheit.

Der Nachfolger, der als Helio X30 auf den Markt kommen soll, wird in einer Strukturbreite von 10 Nanometern gefertigt und bekommt zwei schnelle Cortex-A73-Kerne, die mit bis zu 2,8 GHz takten sollen.

Das lässt allerdings die Hersteller von Smartphones und Tablets aktuell unbeeindruckt. Anscheinend hält sich das Interesse an dem SoC in Grenzen; nach Informationen von Fudzilla verzeichnet Mediatek nur geringe Bestellungen.

Dies liegt in erster Linie an zwei Gründen: Auch wenn der Helio X30 deutlich günstiger angeboten wird als der Qualcomm Snapdragon 835, wird dieser dem Mediatek-Chip vermutlich leistungstechnisch um Längen vorraus sein. Obwohl viele Smartphone-Nutzer diese Performance kaum abrufen werden, ist der Prozessor für ein High-End-Smartphone damit nicht die erste Wahl.

Zudem bekommt der Chip-Entwickler einen weiteren Trend zu spüren: Immer mehr Smartphone-Fabrikanten setzen auf eigene SoCs. Zuletzt ließ Xiaomi - einer der der größten Mediatek-Kunden - durchblicken, dass unter der Bezeichnung Pinecone eine eigene SoC-Serie entwickelt werden soll.

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