Mediatek Helio X30: Energiebedarf sinkt um die Hälfte

Mit dem Helio X20/25 präsentierte Mediatek erstmals ein leistungsfähiges SoC, das sich durch eine ganze eigene Konstruktionsweise von der Konkurrenz abhob: Es besaß zehn CPU-Kerne, die in drei Clustern angeordnet wurden.

Beim neuen Helio X30 wird an diem Prinzip festgehalten, im Gegensatz zum Vorgänger werden jedoch in jedem der drei Cluster andere Kerne verwendet: An der Spitze stehen zwei 2,5 GHz schnelle Cortex-A73-Cores, im zweiten Cluster werden vier A53-Kerne verbaut, die mit 2,2 GHz takten, und schließlich stehen vier A35-Kerne bereit, die mit 1,9 GHz arbeiten und bei wenig leistungsfordernden Prozessen verwendet werden.

Mit dieser Neuaufstellung will der Chipentwickler nicht nur die Leistung im Vergleich zum Vorgänger um 35 Prozent steigern, sondern auch die Leistungsaufnahme des SoCs - nach wie vor eines der großen Probleme bei Mediatek - reduzieren: Bei Spitzenlasten soll die Verbesserung zum Vorgänger bei 50 Prozent liegen.

Allein die A73-Kerne weisen im Vergleich mit den vorangegangen A72-Pendants einen um 20 Prozent geringeren Energiebedarf auf. Bei den A35-Cores liegt der Vorteil bei 30 Prozent, wenn diese mit den A53-Kernen vergleichen werden. Zudem wird das SoC mit dem neuen CorePilot-4.0-Scheduler bestückt, der zu einer besseren Überwachung der aktiven Anwendungen beitragen soll.

Vermutlich werden nicht benötigte Dienste in stärkerem Maße schlafen gelegt, sodass sich zum einen die Reaktionsfreudigkeit der in Benutzung befindlichen Apps steigen und zum anderen der Energiebedarf weiter sinken soll.

Außerdem kommt eine neue GPU zum Einsatz. Der Hersteller setzt dabei wieder auf die Arbeit von Imagination und nutzt die speziell auf das SoC zugeschnittene PowerVR Series7XT MT4. Die Grafikleistung soll im Vergleich zum Vorgänger um 60 Prozent, teilweise sogar um das 2,4-fache steigen.

Damit klingen die Verbesserungen im Vergleich zu den x20/25-Modellen vielversprechend. Erste Smartphones mit dem SoC sollen im zweiten Quartal vorgestellt werden. Allerdings scheint sich bisher das Interesse an dem SoC seitens der Smartphone-Hersteller in Grenzen zu halten.

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1 Kommentar
    Dein Kommentar
  • erma
    Also wenn man die Leute und deren Kompetenz aus dem Forum kennt finde ich den Kommentarbereich manchmal aufschlussreicherer, als so manches Review selbst. Generell finde ich ist Ryzen keine Enttäuschung, vorausgesetzt man ist mit realistischen Erwartungen an die Sache herangegangen. Natürlich ist es eine komplett neue Plattform und hat daher ihre Kinderkrankheiten. Ich denke aber spätestens bei der Ref.1, nachdem die Masse des Marktes getestet hat und das Problem mit dem Speicher behoben ist, läuft die Sache. Es ist halt eine Frage der preislichen Positionierung und Bedürfnisse was derjenigen hauptsächlich mit seiner Kiste anstellt, und schlecht schlägt sich AMD diesbezüglich ja generell nicht.
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