Micron 1100 & 2100: 3D-NAND-SSDs mit SATA- und PCIe-Interface

Mit gleich zwei neuen Speicherlaufwerken hält nun auch bei Micron 3D-NAND-Speicher Einzug, der gegenüber 2D-NAND Vorteile hinsichtlich der Kapazität, der Haltbarkeit und der Performance bietet.

Die Micron 1100 ist die neue SSD-Serie im 2,5-Zoll- wie auch im M.2-Format des Speicherspezialisten. Die SSDs werden mit 3D-NAND-Speicher bestückt, der mit TLC-Speicherzellen aufwartet, die eine Kapazität von 384 Gigabit bereithalten und in 32 Schichten gestapelt werden. Die Anbindung der Zellen erfolgt mit Hilfe des Marvell 88SS1074, also eines Controllers, der schon seit einer ganzen Weile auf dem Markt ist. Der Anschluss ans System über SATA-III-Anbindung bewerkstelligt.

Die Micron 1100 wird mit einer Kapazität von bis zu zwei Terabyte angeboten, allerdings nur im 2,5-Zoll-Format. Beim M.2-Formfaktor ist der Speicherausbau auf ein Terabyte begrenzt. Zu den weiteren Features gehören Data Path Protection, Power Loss Protection, eine adaptive Wärmeüberwachung, RAID, Dynamic Write Acceleration - eine erstmals zum Einsatz kommende Micron-Technologie, die als ein Pseudo-SLC-Cache fungiert und für schnellere Schreibgeschwindigkeiten sorgen soll - sowie die TCG-Opal-Verschlüsselung. Daneben unterstützen die Laufwerke Garbage Collection und S.M.A.R.T.

Die Serienproduktion soll im Juli anlaufen.

Eigenschaften M1100 256 Gbyte 512 Gbyte 1 Tbyte 2 Tbyte
Controller Marvell 88SS1074
NAND Micron, 3D TLC, 384 Gbit, 32 Schichten
Interface 2,5 Zoll/ 7 mm, M.2 2280 simple face 2,5 Zoll/ 7 mm
Sequentielles Lesen
530 Mbyte/s
SequentiellesSchreiben 500 Mbyte/s
Zufälliges Lesen (4K) 55 000 IOPS 92 000 IOPS
Zufälliges Schreiben (4K) 83 000 IOPS
Stromverbrauch 2 mW 2 mW 4 mW 25 mW
Verschlüsselung TCG Opal
Spreichervolumen 120 Tbyte 240 Tbyte 400 Tbyte 400 Tbyte

Micron 2100

Deutlich zugeköpfter gibt sich der Hersteller, wenn es um die Micron 2100 geht, die vorrangig für den Einsatz Systemen mit hohem Performancebedarf gedacht ist. Sie wird im M.2-2280-Format gefertigt und basiert auf dem NVMe-Standard. Dementsprechend kann sie an einem PCIe-x4-Interface angebunden werden, was theoretisch Datendurchsätze von bis zu 8 Gbyte/s erlaubt - in der Praxis dürften diese jedoch geringer ausfallen. Die SSD soll dem Anschein nach mit einer maximalen Speicherkapazität von einem Terabyte ausgeliefert werden.

Als Controller soll auf einen Silicon Motion SM2260 gesetzt werden, der exklusiv für die Amerikaner gefertigt wird. Er soll theoretisch Übertragungsraten von bis zu 2200 Mbyte/s beim sequentiellen Lesen und bis zu 1100 Mbyte/s in gleicher Disziplin beim Schreiben leisten. Zufällig werden 4k-Datenblöcke mit 200.000 IOPS gelesen und mit 125.000 IOPS geschrieben. Inwieweit die Möglichkeiten des Referenz-Controllers dann auch in der Praxis bei der Micron 2100 umgesetzt werden können, muss sich noch zeigen.

Die Serienproduktion des Speicherlaufwerks soll gegen Ende des Sommers anlaufen. 

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1 Kommentar
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  • Tesetilaro
    öhm, 7,8 GB/s bekommst aber auch nur mit PCIe 4x auf 4.0 @Welle - sonst sind es eher 3,8 GB/s - was in der praxis natürlich immernoch kein Bottleneck darstellen dürfte, wenn man die SSD nicht dauerhaft grillen will *g*
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