Micron QLC: SSDs mit größeren Kapazitäten zu geringeren Preisen

Micron arbeitet bereits seit einer ganzen Weile an QLC-Speicherzellen, die in einer Zelle vier Bits aufnehmen können, sodass letztlich höhere Speicherkapazitäten ermöglicht werden sollen. Nun verrät der Hersteller einige technische Details zu den neuen Datenträgern auf Basis dieser Technologie.

Ein genauer Termin für einen Marktstart dieses neuen Typs von Flashspeicher scheint noch nicht festzustehen, es wird allerdings davon ausgegangen, dass erste SSDs auf der QLC-Basis noch im Laufe dieses Jahres erscheinen. Zunächst sollen Datenträger vorgestellt werden, die für den Einsatz in professionellen Umgebungen, also in Servern und Rechenzentren gedacht sind.

Micron setzt auf eine hohe Speicherdichte und stapelt insgesamt 64 Dies, die eine Kapazität von 768 Gigabit mitbringen. Im Gegensatz dazu verschlechtert sich mit den QLC-Zellen zumindest theoretisch die Haltbarkeit der Datenträger, auch wenn der Hersteller zu Protokoll gibt, dass die Lebensdauer vergleichbar mit TLC-Zellen sein soll, was etwa 1000 Programmier-/Löschzyklen entsprechen würde. Technologien für eine Fehlerkorrektur sowie ein Wear-Leveling sind dabei unumgänglich. Zu den Leistungen verrät Hersteller noch keine Details, es kann jedoch davon ausgegangen werden, dass sie etwas unterhalb der von TLC-Zellen liegt.

QLC-Speicher könnte sich vor allem dann als vorteilhaft erweisen, wenn große Datenmengen gespeichert werden oder Anwendungen Daten in erster Linie lesen müssen. Abzuwarten bleibt überdies, wann andere Hersteller nachziehen. Neben Micron entwickeln auch SK Hynix, Toshiba, Samsung und Western Digital QLC-Speicherzellen.

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1 Kommentar
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  • Holt
    "stapelt insgesamt 64 Dies" Nicht Dies, Layer in einem Die! In den Packages der Chips werden dann bis zu 16 Dies gestapelt.
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