Klein, schnell, gut: 12 microSDHC- und microSDXC-Speicherkarten im Vergleichtest

Wie schnell darf es sein?

microSD-Karten sind wie SD-Karten in Leistungsklassen eingeteilt, die eine sequenzelle Mindest-Schreibrate garantieren sollen. Den Anfang machen Karten der Klasse 2, die Daten mit wenigstens zwei MByte/s übertragen. Karten der Klasse 4, Klasse 6 und Klasse 10 schaffen entsprechend mindestens zwei, sechs bzw. zehn MByte/s.

Mittlerweile sind die kleineren Klassen unter 10 kaum noch relevant. Die SD-Karten-Spezifikationen 3.0 und 4.0 brachten mit UHS-I und UHS-II (gemeint ist jeweils Ultra High Speed) noch zwei weitere Klassen hervor: UHS-I hat eine Busgeschwindigkeit von mindestens zehn MByte/s (maximal 104 MByte/s) und UHS-II eine von mindestens 30 MByte/s (maximal 312 MByte/s). Von den 12 getesteten microSDHC-/microSDXC-Karten erreichten alle das von der Klasse 10 beziehungsweise von UHS-I gesetzte Mindesttempo von zehn MByte/s beim sequenziellen Schreiben. Vier Karten schreiben schneller als die von UHS-II geforderten 30 MByte/s.

In welche Kategorie eine microSDHC/SDXC-Karte fällt, erkennt man anhand bestimmter Angaben auf dem Kartenetikett. Steht dort die Zahl 2, 4, 6 oder 10 in einem Kreis, liegt die Busgeschwindigkeit entsprechend bei zwei bis zehn MByte/s. Bei Karten der UHS-Klasse ist das Mindestempo von zehn bzw. 30 MByte/s mit einem "U" symbolisiert, in dem die Ziffer 1 oder 3 steht. Oftmals sind gleich beide Logos auf dem Etikett abgebildet.

Zur besseren Übersicht haben wir die Karten in drei Gruppen eingeteilt: microSDHC-/microSDXC-Karten mit einer Schreibrate von bis zu 20 MByte/s, microSDHC-/microSDXC-Karten mit einer Schreibrate von 40 MByte/s und mehr und schließlich microSDHC-/microSDXC-Karten mit einer Schreibrate von 60 MByte/s und mehr. In diese oberste, letzte Kategorie fällt mit der SanDisk Extreme Plus nur eine einzige Karte in unserem Testfeld.

Gruppe 1: microSDHC-/microSDXC-Karten mit einer Schreibrate von bis zu 20 MByte/s

  • ADATA Premier (32 GByte)
  • G.SKILL Class 10 (32 GByte)
  • Kingston Class 10 (16 GByte)
  • Patriot LX (16 GByte)
  • Patriot LX (32 GByte)
  • Samsung Plus (64 GByte)
  • Samsung Pro (64 GByte)
  • Transcend Premium 300x (64 GByte)

Gruppe 2: microSDHC-/microSDXC-Karten mit einer Schreibrate von mindestens 40 MByte/s

  • ADATA Premier Pro (32 GByte)
  • Lexar High Performance 600x (64 GByte)
  • Transcend Ultimate 600x (16 GByte)

Gruppe 3: microSDHC-/microSDXC-Karten mit einer Schreibrate von mindestens 60 MByte/s

  • Sandisk Extreme Plus (64 GByte)

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6 Kommentare
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  • Tesetilaro
    schöner Test...Ich kann nur sagen, seit ich ne 32 GB UHS-I Karte in meinem Galaxy S2 drin habe, auf der die meisten apps liegen, laden selbige zumeist schneller, weil der interne speicher wohl in dieser Gerätegeneration noch nicht sooo schnell angebunden war *g*
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  • jo-82
    Die SD Association sollte ihre dümmliche Fixierung auf maximalen Durchsatz endlich überdenken und die Random R/W Werte mindestens zu 50% in die Klassenbewertung einbeziehen, denn die bremsen die Karten wie man im Test sieht momentan am meisten aus. Gilt auch für USB Sticks, bis auf 2 - 3 Stück (die richtig Teuer sind) ausschließlich unbenutzbarer Schrott aufm Markt. -_-'
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  • Tesetilaro
    das ist vollkommen übertrieben formuliert jo-82 - wie ich finde ;)

    1. bekommst Du in die meisten Karten rein physikalisch gar keinen fetten Controller rein, selbst USB-Sticks ist grenzwertig - zumindest bei den kleinen
    2. brechen die karten nicht mehr oder weniger ein als langsame platten
    3. interessieren mich die Random-Raten als "normalanwender" recht wenig - weil selbst meine Bilder nie unter 2 MB haben - was nicht mehr bei random speed rein fällt - und da bin ich sicher nicht alleine

    Fakt ist, selbst meine Sony Alpha 55 ist mit meinen alten Transcend Class 10 Karten im Serienbildmodus überfordert - weil der interne Zwischenpuffer nicht schnell genug ist *g* Und auch wenn das nicht die aktuellste Kamera ist - die Karten aus der selben Zeit hängen nicht hinterher...
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  • Anonymous
    kommt eben drauf an, wofür man die karte verwenden will. beim fotografieren und filmen interessiert mich random read/write nüsse, ist klar. aber gerade microsd bieten sich auch für smartphones und tablets an und da sind diese werte nicht unerheblich, will man seine apps draufklatschen.ua deshalb, aber auch weil "class soundso" ebenfalls oft nur begrenzten realitätsbezug hat, finde auch ich die hersteller angaben zu sd-karten fast überflüssig.
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  • Anonymous
    leicht offtopic: weiß von euch vielleicht jemand wies um 128gb microsd-karten steht? ich habe meine 64gb sandisk seit november 2011 (!) und warte schon seit nem jahr auf ankündigungen zu einem nachfolger. bis dato wurde jedoch noch nix konkretes verlautbart.ontopic: danke für den test, die neue sandisk scheint ja ihren preis doch wert zu sein! passendes equipment natürlich vorausgesetzt.
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  • Tesetilaro
    geht physikalisch noch nicht so richtig auf... theorethisch wäre es wohl mit 19 nm TLC machbar, wenn ich richtig überschlage...
    Du brauchst halt ein 256Gb QDP oder ein 128Gb ODP Chip - ich will gar nicht wissen wie da aktuell die yield rate wäre

    und dann stellt sich aber die Frage von performance UND abwärme bei dieser Datendichte auf so einer kleinen Karte,
    das wäre immerhin ein Terabit Chip, vereinfacht ausgedrückt *g*
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