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Klein, schnell, gut: 12 microSDHC- und microSDXC-Speicherkarten im Vergleichtest

Klein, schnell, gut: 12 microSDHC- und microSDXC-Speicherkarten im Vergleichtest
Von , Achim Roos

Die schnellsten microSDHC/SDXC-Karten schreiben mit über 40 MByte/s, einige sind sogar noch deutlich schneller. Sie zu finden gleicht aber einem Glücksspiel, denn die offiziellen Geschwindigkeitsklassen verraten nichts über die tatsächliche Leistung.

Aktuelle Speicherkarten, Runde zwei: Nach dem kürzlich publizierten Vergleichstest der SDHC/SDXC-Karten durchlaufen nun ihre Miniatur-Ausgaben unseren Testparcours: Die microSD-Karten beziehungsweise ihre derzeit gängigen Varianten microSDHC und microSDXC. Aufgrund ihres besonders kompakten Formates eignen sich diese Speicherkarten speziell für den Einbau in Smartphones und Tablets, um deren oftmals recht klein geratenen internen Speicher zu erweitern.

Wir haben 12 microSDHC-/microSDXC-Karten in Kapazitäten zwischen 16 und 64 GByte getestet. Hinsichtlich Speicherplatz stellt das eine repräsentative Auswahl dar, denn 16 und 64 GByte sind so etwas wie die GByte-Extremwerte: Günstige microSDHC-/microSDXC-Karten mit 16 GByte Kapazität gibt es schon ab etwa fünf Euro, so dass es sich kaum noch lohnt, zu einer kleineren Karte zu greifen - gegenüber einem 4- oder 8-GByte-Modell spart man so gut wie kein Geld mehr. Auf der anderen Seite stellen 64 GByte derzeit das Maximum an Speicherplatz bei microSDHC-/microSDXC-Karten dar. Es ginge zwar ohne Weiteres auch größer, doch entsprechende Karten gibt es derzeit keine.

Die Performance der einzelnen microSD-Testkandidaten unterscheidet sich deutlich voneinander, wenngleich die Schere nicht ganz so weit auseinanderklafft wie bei den SDHC-/SDXC-Karten. Die SanDisk Extreme Plus kommt als insgesamt schnellste microSDHX-/microSDXC-Karte im Test auf eine sequenzielle Schreibrate von über 60 MByte/s. Das Schlusslicht bildet die Patriot LX 16 GB mit rund 12 MByte/s. Das ist allerdings immer noch schneller als das Mindesttempo von 10 MByte/s, das alle Klasse-10-Karten - und damit alle Testkandidaten - erreichen müssen.

Fast alle Merkmale von SDHC-/SDXC-Karten gelten auch für microSDHC-/microSDXC-Karten, denn abgesehen von der kleineren Bauform ist das elektronische Innenlenben identisch. Die microSD-Karte ist 11 x 15 x 1 Millimeter groß (SD-Karte: 32 x 23 x 2,1 Millimeter) und fasst bis zu zwei GByte, wird aber heute kaum noch angeboten. Ihre Nachfolger microSDHC und microSDXC kommen bei gleichen Abmessungen auf bis zu 32 GByte beziehungsweise bis zu zwei TByte Kapazität. Derzeit erhältliche microSDXC-Karten gehen aber nicht über 64 GByte hinaus.

Ob ein Smartphone oder Tablet sowohl mit microSDHC- als auch mit microSDXC-Karten zurechtkommt oder nur erstere akzeptiert, verrät ein Blick in die technischen Daten des mobilen Gerätes. Ist dort von microSD-Karten bis 32 GByte die Rede, kann man eine microSDHC-Karte verwenden, bei microSD-Karten bis 64 GByte auch eine microSDXC-Karte.

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  • Tesetilaro , 27. Januar 2014 09:23
    schöner Test...Ich kann nur sagen, seit ich ne 32 GB UHS-I Karte in meinem Galaxy S2 drin habe, auf der die meisten apps liegen, laden selbige zumeist schneller, weil der interne speicher wohl in dieser Gerätegeneration noch nicht sooo schnell angebunden war *g*
  • jo-82 , 27. Januar 2014 10:45
    Die SD Association sollte ihre dümmliche Fixierung auf maximalen Durchsatz endlich überdenken und die Random R/W Werte mindestens zu 50% in die Klassenbewertung einbeziehen, denn die bremsen die Karten wie man im Test sieht momentan am meisten aus. Gilt auch für USB Sticks, bis auf 2 - 3 Stück (die richtig Teuer sind) ausschließlich unbenutzbarer Schrott aufm Markt. -_-'
  • Tesetilaro , 27. Januar 2014 11:08
    das ist vollkommen übertrieben formuliert jo-82 - wie ich finde ;) 

    1. bekommst Du in die meisten Karten rein physikalisch gar keinen fetten Controller rein, selbst USB-Sticks ist grenzwertig - zumindest bei den kleinen
    2. brechen die karten nicht mehr oder weniger ein als langsame platten
    3. interessieren mich die Random-Raten als "normalanwender" recht wenig - weil selbst meine Bilder nie unter 2 MB haben - was nicht mehr bei random speed rein fällt - und da bin ich sicher nicht alleine

    Fakt ist, selbst meine Sony Alpha 55 ist mit meinen alten Transcend Class 10 Karten im Serienbildmodus überfordert - weil der interne Zwischenpuffer nicht schnell genug ist *g* Und auch wenn das nicht die aktuellste Kamera ist - die Karten aus der selben Zeit hängen nicht hinterher...
  • fokka , 27. Januar 2014 20:41
    kommt eben drauf an, wofür man die karte verwenden will. beim fotografieren und filmen interessiert mich random read/write nüsse, ist klar. aber gerade microsd bieten sich auch für smartphones und tablets an und da sind diese werte nicht unerheblich, will man seine apps draufklatschen.ua deshalb, aber auch weil "class soundso" ebenfalls oft nur begrenzten realitätsbezug hat, finde auch ich die hersteller angaben zu sd-karten fast überflüssig.
  • fokka , 27. Januar 2014 20:53
    leicht offtopic: weiß von euch vielleicht jemand wies um 128gb microsd-karten steht? ich habe meine 64gb sandisk seit november 2011 (!) und warte schon seit nem jahr auf ankündigungen zu einem nachfolger. bis dato wurde jedoch noch nix konkretes verlautbart.ontopic: danke für den test, die neue sandisk scheint ja ihren preis doch wert zu sein! passendes equipment natürlich vorausgesetzt.
  • Tesetilaro , 28. Januar 2014 09:06
    geht physikalisch noch nicht so richtig auf... theorethisch wäre es wohl mit 19 nm TLC machbar, wenn ich richtig überschlage...
    Du brauchst halt ein 256Gb QDP oder ein 128Gb ODP Chip - ich will gar nicht wissen wie da aktuell die yield rate wäre

    und dann stellt sich aber die Frage von performance UND abwärme bei dieser Datendichte auf so einer kleinen Karte,
    das wäre immerhin ein Terabit Chip, vereinfacht ausgedrückt *g*