Microsoft Windows 10 Build 14942: Steigender RAM-Bedarf

Mit dem Windows 10 Build 14942 bieten die Redmonder einen Einblick in die Veränderungen, die vermutlich mit dem kommenden großen Update vorgestellt werden.

Eine der wesentlichen Verbesserungen könnte sich bei der RAM-Nutzung des Betriebssystems zeigen.

Anscheinend wird die Softwareschmiede künftig auf svchost.exe verzichten - einen Dienst aus zusammengefassten Host-Prozessen, der mit Windows 2000 eingeführt wurde, um eine bestimmte Kapazität des Arbeitsspeichers vorzuhalten.

Der Dienst wird nach wie vor verwendet - allerdings meist unnötigerweise, denn die Größen des zur Verfügung stehenden Arbeitsspeichers haben sich in den vergangenen Jahren deutlich erhöht.

Mit dem Build 14942 wird svchost auf Systemen mit mehr als 3,5 Gigabyte RAM abgeschaltet. Stattdessen wird nun für jeden Dienst ein eigener Prozess initiiert, was zum einen die Zuverlässigkeit und zum anderen die Transparenz erhöhen soll, denn nun wird offenkundig, welcher der zuvor zusammengefassten Dienste konkret genutzt wird.

Dies kann allerdings auch zu einer Steigerung des Bedarfs an Arbeitsspeicher führen - ein Umstand, der vor allem bei Geräten mit einem Arbeitsspeicher von vier Gigabyte und weniger zu spüren gewesen wäre.

Darüber hinaus setzen die Redmonder auf eine ganze Reihe kleinerer Veränderungen. So lässt sich beispielsweise die Liste der installierten Anwendungen im Startmenü verstecken. Dazu wurde eine eigene Option in den Einstellungen angelegt. Die Foto-App wurde optisch etwas aufpoliert und soll in Kürze auch auf der Xbox One zur Verfügung stehen. Im Unternehmenseinsatz lässt sich zudem künftig ein Zeitfenster von 18 Stunden definieren, in dem einem jeweiligen System keine Updates zur Installation angeboten werden, um den Arbeitsprozess nicht zu unterbrechen. Der Scan-Modus wurde um neue Tastenkürzel bereichert, die das Navigieren in und Bearbeiten von Dokumenten erleichtern sollen.

In einer Randnotiz weist Microsoft zudem darauf hin, dass nur Builds ab der Nummer 14926 über den 15. Oktober hinaus unterstützt werden. Ihre Gültigkeit bleibt bis zum 1. Mai kommende Jahres bestehen.

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2 Kommentare
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  • fffcmad
    Das trennen der Services koennte aber auch zu einer besseren Auslastung aktullerer Mehrkern-CPUs fuehren. Ich bin gespannt.
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  • capparezza
    Das Erste was mir dazu einfiel: Auf jeden Fall angenehm, dass man dann nur noch den Einzel-Prozess und nicht gleich den svchost abschießen muss, wenn sich mal wieder was aufhängt :D
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