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Microsoft: Windows stolpert, Cloud hebt ab

Von - Quelle: Microsoft Quartalszahlen | B 2 kommentare

Im Finanzbericht für das zweite Geschäftsquartal von 2016 konnte Microsoft die Börsianer überlisten, denn der Gewinnrückgang fiel bei weitem nicht so stark wie erwartet aus. Vor allem die Cloud-Dienste stützen den Betriebssystem-Dino.

Office 365 auf dem aufsteigenden AstOffice 365 auf dem aufsteigenden Ast

Microsofts zweites Quartal 2016 endete am 31. Dezember 2015 – Finanzler haben manchmal interessante Zeitrechnungen – und brachte eine Achterbahnfahrt der Ergebnisse mit sich.

Zwar musste ein Gewinnrückgang von 15 Prozent hingenommen werden, doch die Analysten hatten Schlimmeres erwartet.

Großer Hoffnungsträger sind die Cloud-Dienste von Microsoft. Der Umsatz mit Office 365 und Co. legte um fünf Prozent zu und beträgt immerhin mehr als ein Viertel des Gesamtumsatzes von Microsoft. Dabei verzeichnet Microsoft inzwischen 20,6 Millionen Privatkunden, die das Online-Office nutzen.

Der größte Batzen auf den Konten von Microsoft wird allerdings immer noch von Windows eingespielt. Allerdings gab es auch hier einen Umsatzrückgang von fünf Prozent auf 12,7 Milliarden Dollar – das ist aber immer noch mehr als die Hälfte von insgesamt knapp 23,8 Milliarden Dollar Umsatz.

Microsoft Windows 10Microsoft Windows 10

Trotz des Rückgangs sieht Microsoft aber immer noch einen Silberstreif am Horizont: Zwar konnte Microsofts Windows 10 dem PC-Markt keine nennenswerten Impulse geben, doch der Rückgang bei Windows sei nicht mit den zehn Prozent vergleichbar, die die Verkäufe von Desktops und Notebooks nachgaben.

Microsoft Surface Pro 4Microsoft Surface Pro 4

Auch im Bereich der Hardware gibt es Licht und Schatten: Während Surface Pro 4 und Surface Book den Umsatz ihrer Sparte um 29 Prozent nach oben schraubten, musste die Lumia-Sparte nach Stückzahlen einen Rückgang von 10,5 Millionen verkaufter Lumias auf 4,5 Mio. verbuchen.

Das entspricht einem Umsatz-Minus von "nur" 49 Prozent - offensichtlich eine Folge gestiegener Einzelpreise. Die Gaming-Sparte hingegen wartet wieder mit positiven Zahlen: Xbox und Co. verzeichneten einen Umsatzzuwachs von rund fünf Prozent.

Kleine Anekdote am Rande: Börsianer sind noch komischer als Finanzler: Microsofts Gewinne sinken, und die Kurse steigen um gut vier Prozent, weil Analysten auf größere Verluste wetteten. Amazon verzeichnet zur Abwechslung mal Gewinne, aber die Aktie bricht um 17 % ein, weil Analysten sich in größere Phantasien verstiegen haben.

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  • Martin_3 , 30. Januar 2016 14:51
    Was soll dieses abfällige "Betriebssystem-Dino" ?
  • datasette , 1. Februar 2016 10:49
    Wieso abfällig? Einfach mal nach "microsoft dinosaurier" suchen lassen, seit vielen Jahren ein geläufiger Begriff, auch in anderen Sprachen, mitunter als Synonym für (urzeitlicher) Gigant. Ob fieser T. Rex oder harmloser Brachiosaurus, bleibt ja offen :D  Und aussterben tun früher oder später alle, je nachdem, ob und wie schnell sie sich an veränderte Bedingungen anpassen können ;-)
  • 2 kommentare