Microsoft: Location-based Services bei Mobilfunkanbietern

Die MapPoint-Webservices bieten lokalisierten Content. Die Genauigkeit der Standorterfassung soll dabei künftig noch verbessert werden. Ein Ersatz für das deutsche Maut-Chaos wird mit der Software durchaus denkbar.

Der Software-Konzern Microsoft hat mit zwei großen Mobilfunkbetreibern Verträge über die Vermarktung von Location-based Services abgeschlossen. Die Dienste, die sich vorerst hauptsächlich an Business-Nutzer richten, werden zukünftig in den Produktpaletten von Spring in den USA und bei der kanadischen Bell Mobility zu finden sein, teilte das Unternehmen gestern auf der Mobilfunkmesse CTIA Wireless 2004 in Atlanta im US-Bundesstaat Georgia mit.

Während Bell Mobility auf der Messe bereits erste Services demonstrierte, will Sprint im Sommer die ersten Angebote veröffentlichen. Dabei verbinden die Mobilfunkanbieter ihre Tracking-Systeme mit dem MapPoint Web Service von Microsoft. Abhängig vom Standort der Funkzelle in der der Handy-Nutzer eingebucht ist, wird er vom Netzbetreiber beim Zugriff auf die Mobile Content-Portale mit lokalisierten Inhalten versorgt.

Die Genauigkeit der Standorterfassung, und damit die Qualität der angebotenen Informationen, soll dabei durch die Nutzung der GeoTracking-Technologie verbessert werden. Das System wurde in den vergangenen Monaten in die Mobilfunknetze implementiert und sollte ursprünglich lediglich einer genauen Standorterfassung bei Notrufen dienen. GeoTracking ist im Betrieb deutlich günstiger als eine GPS-Standorterfassung, arbeitet jedoch nicht mit der hohen Genauigkeit des Satelliten-basierten Dienstes.

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