Microsoft Surface 3: Die kleine Version des Notebook-Tablets

Robustes Gehäuse, gute Speicherausstattung, leichte Tastatur - Microsoft macht beim Surface 3 vieles richtig. Doch der hohe Verkaufspreis dürfte viele Anwender abschrecken.

Dass eine Tastatur am Tablet keine sich ausschließende Kombination ist, hat Asus mit dem Transformer TF101 bereits 2011 bewiesen. Gerade im Produktiveinsatz stößt der mobile Arbeiter mit den virtuellen Tastaturen einfacher Tablets schnell an seine Grenzen.

Allerdings bewegen sich viele dieser 2in1-Hybriden - also Tablets, die sich mit Hilfe eines Tastatur-Docks in ein kompaktes Quasi-Notebook verwandeln lassen -  auch hinsichtlich der Gesamtmasse und der Dimensionen auf dem Niveau eines "echten" Notebooks mit vergleichbarer Größe, sodass der eigentliche Vorteil des Tablets - also die hohe Mobilität - schnell aufgehoben wird.

Surface 3: Microsofts "Einsteiger-Tablet"

Einen anderen Weg verfolgt Microsoft: Die Redmonder haben sich bei eihren Surface-Tablets Apples iPad-Schutzhülle zum Vorbild genommen, die zu einem Standfuß gefaltet werden kann. Allerdings wurde der Ständer ins Gehäuse verlegt und in die Hülle wurden Tasten integriert. Das gilt auch für das Surface 3, aber die Hardware-Ausstattung unterscheidet sich: Beim ersten Auftritt der Surface-Serie galt, dass die Pro-Varianten mit einem Intel-Chip bestückt werden, in den einfacheren Versionen wurden dagegen ARM-SoCs von Nvidia genutzt. Mit dem Surface 3 kommt nun der lang erwartete Wechsel. Auch in der kleineren Tablet-Variante steckt nun ein Intel-Prozessor.

Allerdings handelt es sich dabei nicht um ein Core i- oder Core M-Modell, sondern vielmehr um einen Atom-Prozessor der neuesten Generation, dem ein vier Gigabyte großer Arbeitsspeicher zur Seite gestellt wird. Zudem verfügt das Testgerät über einen 128 Gigabyte großen Datenspeicher.

Doch auch die Gene der Ahnen sind noch nicht vollends verschwunden: Das Gehäuse ist altbekanntes, wird nun jedoch mit einem 10,8 Zoll großen Full-HD-Display bestückt. Gänzlich renoviert zeigt sich der neue Surface-Einsteiger dagegen hinsichtlich der Kameratechnik: Bilder werden an der Front nun mit 3,5 und an der Rückseite mit acht Megapixeln aufgenommen.

Software-seitig gibt es aktuell noch keine Neuerungen. Das Tablet wird mit einer Windows 8.1-Installation ausgeliefert, die den Nutzer mit der oft geschmähten, mittlerweile aber doch etablierten Kacheloberfläche begrüßt. Das bedeutet natürlich auch, dass das Surface nach dem Einrichten betriebsbereit ist, denn die wesentlichen Dienste bis hin zu Office sind bereits vorinstalliert.

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4 Kommentare
    Dein Kommentar
  • Ale-Media
    Der Standfuß vom Surface Pro 3 kann doch stufenlos verstellt werden und der vom Surface 3 doch nur in drei Positionen. Oder täusche ich mich?
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  • matthias wellendorf
    Die Positionen, die der Standfuß erlaubt, sind im Bild auf Seite 2 zu sehen. Die Vierte Position ist dabei nicht wirkliche "Stellung", sondern zeigt den Ständer im überdehnten Zustand.
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  • derGhostrider
    Schönes Seitenverhältnis beim Display! :)

    Schade, dass es keine solchen Monitore zu kaufen gibt. Also im 4k-Bereich, versteht sich.
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  • dustwalker13
    das tablet ist meiner erfahrung nach spitze, viele der kritikpunkte kann ich nicht ganz nachvollziehen.

    was aber völlig jenseitig ist ist der preis, speziell in europa. für 599 muss das modell mit 4gb ram, 128gb emmc und die tastatur oder der stift als paketangebot drin sein, dann stimmt das preis/leistungsverhälnis.

    der augenblickliche preis ist effektiv ein ausschlussgrund, wenn man sich die konkurrenzhardware ansieht und 120+ € für eine flache tastatur/cover kombi, egal wie gut verarbeitet, ist schlicht lächerlich überzogen.
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