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Microsoft Surface Pro 2 im Kurztest: Behebt es die Schwächen des Vorgängers?

Microsoft Surface Pro 2 im Kurztest: Behebt es die Schwächen des Vorgängers?
Von , Bruno Mathieu

Wenige Monate nach der Markteinführung des Microsoft Surface Pro bringt die Neuauflage mit dem gleichen robusten Äußeren nur verhaltene Änderungen.

Microsoft drückt beim Surface Pro 2 aufs Gaspedal: Während der Vorgänger vor etwas weniger als einem Jahr präsentiert, jedoch erst vor wenigen Monaten hierzulande auf den Markt gebracht wurde, steht nun bereits der Nachfolger in den Startlöchern.

Das Surface Pro litt noch unter einigen architektonischen Schwächen, vor allem aber nutzte es noch einen mittlerweile von Intel aufs Altenteil geschickten Prozessor der Ivy Bridge-Generation, der in einem Mobilrechner der Oberklasse einfach nichts mehr zu suchen hatte.

Dies erklärt auch, warum es Microsoft mit dem Nachfolger vergleichsweise eilig hatte, denn das Pro verschwand damit im Gegensatz zur RT-Version, von der noch beide Versionen verkauft werden, aus dem Angebot des Herstellers. Doch haben die Microsoft-Entwickler die großen Probleme wie eine schwache Akkulaufzeit, das Einfrieren des Systems oder den knappen Speicherplatz bei der kleinsten Version in den Griff bekommen?

Technische Daten
Hersteller & Modell:Microsoft Surface Pro 2
Betriebssystem:
Windows 8.1
Display:
10,6 Zoll, Clear-Type-LCD, Full-HD-Auflösung (1920 x 1080 Pixel)
CPU:
Intel Core i5-4200U, Dual-core, 2 x 1,6 GHz
GPU:
Intel HD 4400
Arbeitsspeicher:
4 GByte
Interner Speicher:
64 GByte
Externer Speicher:
Slot für microSD-Karten mit bis zu 64 GByte (SDXC-Standard)
WLAN:
802.11a/b/g/n
Bluetooth:
4.0
Kamera:
Frontseite: 3,5-MP-Kamera, HD-Videoaufzeichnung
Rückseite: 5,0-MP-Kamera, HD-Videoaufzeichnung
Akku:
5.676 mA / 42 Wh
Abmessungen:
27,5 x 17,3 x 1,35 cm
Gewicht:
913 g
Straßenpreis:
ab 879 Euro

Microsoft Surface Pro 2: Tablet oder Ultrabook?

Das Surface Pro 2 ist ein Tablet aus dem Hause Microsoft. Und abgesehen davon, dass es damit aus den Händen eines der größten Akteure der IT-Welt stammt, liegt die größte Eigenheit im modularen Aufbau. Wird das Touch-Cover angeschlossen, das bekanntermaßen nicht nur zu Schutz dient, sondern auch eine Tastatur beherbergt, verwandelt sich das Tablet im Prinzip in ein kleines Ultrabook im 10-Zoll-Format. Das Pro 2 kann damit schon als "Hybrid" bezeichnet werden.

Darüber hinaus bringt es eine Hardware mit, die eine Vielzahl von Konkurrenten erblassen lässt. Der Prozessor - ein Intel Core i5-4200U der Haswell-Generation - besitzt zwei Kerne, die mit 1,6 GHz takten. Der Arbeitsspeicher kann vier oder acht GByte groß sein. Als Datenspeicher stehen SSDs mit Kapazitäten von 64, 128, 256 und sogar 512 GByte zur Auswahl. Und das 10,6 Zoll große Display löst 1920 x 1080 Pixel auf und verarbeitet auch Eingaben, die mit dem mitgelieferten Stift getätigt werden.

Sowohl bei den Tablets als auch bei den Ultrabooks finden sich kaum Kandidaten, die ein ähnlich umfassendes Gesamtpaket mitbringen.

Als Betriebssystem kommt die neue Version 8.1 von Microsofts Windows 8 Pro (64 Bit) zum Einsatz. Bezüglich der Kompatibilität bislang genutzter Software ist man so natürlich auf der sicheren Seite: Selbst Programme, die schon unter Windows XP genutzt wurden, laufen auch unter der neusten Windows-8-Variante. Auch wenn das Surface Pro 2 eine recht kostspielige Angelegenheit ist (dazu später mehr), verspricht es zumindest auf dem Papier eine Vielzahl von Fähigkeiten, die es für unterschiedlichste Anwendungsszenarien prädestinieren.

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Beispiel: Notebook, Festplatte, Speicher

Alle 15 Kommentare anzeigen.
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  • Harry_zz , 31. Oktober 2013 09:15
    lässt sich die SSD selber wechseln oder ist die wie beim MAC Air verlötet.
  • johannes_franke , 31. Oktober 2013 09:19
    @Harry: siehe hier: http://www.ifixit.com/Teardown/Microsoft+Surface+Pro+2+Teardown/18604
    Fazit: da kann man als Nicht-Experte rein gar nichts machen. 1 von 10 Punkten bei der Servicefreundlichkeit, das hat bislang nur Apple geschafft. An Erweiterbarkeit und austauschbare Akkus scheint im Tablet-Gechäft niemand mehr zu denken :( 
  • wiemi , 31. Oktober 2013 09:23
    Nutzbare 30 GB für ~800€.
    Ganz egal ob Surface oder ein anderer Hersteller, wenn dies ein Notebook wär,würde man sagen "Ihr seit verrückt".
    Ich finde die Tablets sind schleichende Preiserhöhungen.
  • bluray , 31. Oktober 2013 10:46
    @Wiemi: Was hat man Apple doch einst noch niedergemacht, weil das iPad 4 mit 64GB noch stolze 900€ gekostet hat.

    ---

    Jetzt macht Microsoft genau dasselbe Ding (okay, man kann den Speicher mit ner microSDXC erweitern und man hat nen USB-Port, der allerdings keine externen Laufwerke abkönnen soll...) und erst JETZT fängt man an, M$ zu kritisieren.

    Wenn man sich ansieht, was M$ für die 256GB-Variante des SP2 haben will, wird einem schlecht: stolze 1279€ und astronomische 1779€ für die 512GB-Variante.

    Versteht mich nicht falsch. Das Surface Pro 2 mag durchaus ein gelungenes Tablet sein, aber die Preisfindung ist jenseits von gut und böse, wenn man mal gegenüberstellt, dass ich mir erst vor kurzem ein GAMING(!)-Notebook auf 17"-Basis für 2200€ geholt habe (ASUS G750JH-4081).

    Klar kann man das jetzt nicht direkt vergleichen, allein schon aus Portabilitätsgründen (900g vs. 4.5kg) und der Laufzeit (6h vs 2:25h). Aber man sollte sich ernsthaft überlegen, ob ein iPad oder Android-Tablet mit entsprechender Office-Suite nicht genau dieselben oder nahezu dieselben Ansprüche erfüllt.

    Und wenn ich unterwegs gamen möchte, dann sicher keine aufwändigen Spiele auf einem Tablet. Und für die aktuellen Kurzzeit-Spiele langen auch die schwächer ausgestatteten Tablets voll und ganz.
  • thorax , 31. Oktober 2013 11:42
    Selten so gelacht: "Akkuleistung steigt um satte 50 Prozent". Sorry - aber eine Akku Laufzeit von drei Stunden und 35 Minuten ist doch ein Witz, da schafft mein altes Laptop für 500 Euro schon über 5 Stunden und dieses hat ebenfalls einen i5 drin. Dafür habe ich aber zusätzlich noch satte 8GB RAM, 1GB HD, CD/DVD Laufwerk/Brenner, 2*USB-3 und 2* USB-2, HDMI, DVI, und und und drin.
    Das Microsoft Surface Pro 2 ist meiner Meinung nach total überteuert und wird wie sein Vorgänger ein Flop werden. Was ist nur bei M$ los?!
  • besterino , 31. Oktober 2013 14:46
    Ohne UMTS kein Interesse.
  • diaroas , 31. Oktober 2013 16:31
    Ziemlich ahnungslose Leute hier :/ 

    Das ist kein normales Tablet. Das ist ein Slate. Vollwertiges Windows mit Digitizer. Diese Dinger sind bei der Konkurrenz immer noch deutlich teurer oder können viel weniger. Das Microsoft Pro 2 wird demnächst mein 3. Gerät dieser Kategorie sein und ist auch das beste von allen.

    Vergleich zum iPad (das ich auch besitze)
    - Das ist kein Spielzeitg, das ist ein Arbeitsgerät
    - Das Surface (ohne Pro) ist das Tablet das ihr vergleichen müsst (für mich auch uninteressant)

    Konkurrenz hat bis jetzt folgendes falsch gemacht

    Andere Slates (btw. sehr wenig auswahl)
    - zu geringe Auflösung
    - zu schwer oder zu groß, oder zu dick (vorallem letzteres)
    - zu laut
    - zu unhandlich (convertible)
    - zu teuer
    - zu langsam

    Habe außerdem ein MacBook Air 13, MacBook Pro 15 (Retina), iPad 3, iPad Mini und finde das Pro 2 am gelungestens und am fexibelsten einsetzbar. Das Air ist nahe dran, hat aber keinen Digitizer.


    Zu den Kommentaren:

    @Autor: "Mit 879 Euro ist der Preis für ein einfaches Tablet ziemlich hochgegriffen - für wenig mehr bekommt man bereits die ersten vollwertigen Ultrabooks."

    Es ist aber kein einfaches Tablet! Es kann mehr als jeder normale PC und das auch noch länger.


    @bluray: Siehst nur Schwarz-Weiß oder? Die günstigste Variante hat dir zuwenig speicher und die beste ist dir zu teuer? Deswegen gibt es ja noch die 2 anderen Konfigurationen die es dir wohl recht machen könnten, oder?
    Du weißt schon, dass je größer und klobiger die Notebooks sind, auch billiger verkauft werden? Je kleiner mit gleichwertiger Leistung desto teurer.

    @thorax: Dein alter Laptop hat Full-HD, sehr helles Display in einem 10 Zoll Gehäuse mit Digitizer Panel? Übrigens sind die 3h 35Minuten ein Benchmark. Der Autor hat doch gesagt, dass er 6,5h HD-Filme durchlaufen lassen kann. Was glaubst du wielange du ihm Idle laufen lassen kannst wie deinen alten Office-Laptop?
    Ein Flop war die erste Generation. Die zweite bestimmt nicht. Deswegen ist auch schon seit dem Start fast alles ausverkauft bis auf die 64gb Variante. Halte dich von Aktiengeschäften lieber fern, wenn du kein Auge für sowas hast.

    @besterino. Habt ihr alle soviele Sim-Karten? Ich brauch nur eine Sim mit Internet auf meinem Hände. Alles andere wird getethered.
  • _1u21 , 31. Oktober 2013 18:24
    @diaroas:

    Ich verstehe es auch nicht, wie man einen Tablet-PC mit einem Laptop vergleichen kann. Wenig Gewicht, Stifteingabe und viel Leistung kosten nunmal. Mein Convertible hab früher 1000€ gekostet, wird aber bald entweder durch das SP2 oder Lenovo Helix ersetzt. Wer einmal mit solch einem Gerät gearbeitet hat, wird sich nie mehr mit einem normalen Laptop zufrieden geben.
  • bluray , 1. November 2013 10:24
    @diaroas:
    Na da bin ich ja froh, dass Du der Oberguru mit der Totalahnung bist und alle anderen um Dich herum nur lauter Volldeppen. Schön, auch so kann man sich outen, zumal dein Ton doch arg zu wünschen übrig lässt.

    Microsoft selbst preist das Surface Pro 2 als Tablet an und nicht als Slate-PC. Allerdings ist es Microsoft, welche Ihr Surface Pro gern auch mit Notebooks vergleichen. Warum sonst bauen sie wohl einen vollwertigen Mobile i5 in das Gerät ein? Sicher nicht, weil der i5 ja so extrem auf "Tablet" konzipiert ist.

    Wenn ich einen Slate-PC will, dann vermutlich etwas im 13-Zoll-Segment und nicht 10-Zoll. Moderne Ultrabooks, ebenfalls aus dem Convertible-Bereich und mit Digitizer-Pen kosten bei mehr Leistung (und oftmals mehr Speicher, sowie Standardanschlüssen) oftmals weniger als das Surface Pro 2.

    Aber ich lass Dir gerne deinen Luxus. Du kannst ja gern die 1750 Euronen auf den Tisch legen, um Dir ein etwas leistungsfähigeres Tablet zu organisieren, dessen Wartbarkeit zwischen grotting und abgrundtief schlecht liegt. Bei den üblichen Convertibles hat man wenigstens eine Wartungsklappe, um Zugriff auf RAM oder HDD zu bekommen. Wenn dir das im Surface Pro 2 abnippelt... tja... Gerät einschicken! Und bei den kompakten Abmessungen würde es mich nicht wundern, wenn es öfter mal zu thermalen Hotspots kommt, die der Hardware eher weniger gut tun.

    Und ja, Notebooks können günstiger verkauft werden, was zum einen daran liegt, dass sie auf Standard(!)-Komponenten aufbauen und zum Anderen weniger transportabel sind, als so ein Slate-PC.

    Ach ja, weil Du so schön sagst, dass das iPad bspw. ein Spielzeug ist... Interessanterweise verwenden immer mehr Schweizer Firmen als portable Meetingbegleiter ein iPad. Sicher, weil es ein Spielzeug ist... und die Präsentationen, die das iPad an die Wand wirft, sind in Wirklichkeit auch ein geschickt getarntes Spiel. Presentator 2.0, glaube ich, heisst es. Ein Strategiespiel, um Folien zur rechten Zeit mit dem richtigen Content an die Wand zu werfen... (Wer Sarkasmus in diesem Satz findet, darf ihn behalten!)

    Nimms mir nicht übel, aber ich glaubem Du gehörst zu den 95% der User, die das iPad nur aus Langeweile gekauft haben, um der "Ich habs"-Truppe anzugehören. Mit den verfügbaren Apps (die zum Teil auch etwas Geld kosten!), hast Du Dich vermutlich noch nicht auseinandergesetzt...

    Hier mal ein paar Anregungen, was ich derzeit mit dem iPad alles anstelle:

    Office:
    - Präsentationen (Keynote)
    - Numbers (Tabellenkalkulationen)
    - Pages (Dokumente)
    - Mindjet Maps (Mindmaps erstellen)

    Netzwerkanalyse:
    - IP Scan Pro (Netzwerkanalyse eines ganzen Netzwerkbereichs)
    - Subnet/Supernet Calculator Pro (IPv4, IPv6)
    - Site Survey
    - Port Scanner (Prüfen, welche Ports bei einer IP offen sind)
    - Mochasoft Telnet (Telnet-Sessions aufbauen)
    - Mochasoft VNC (VNC-Remotedesktops benutzen)
    - Teamviewer (Teamviewerserverbasierte Remoteverbindungen administrieren)

    Web/Netz:
    - Wordpress
    - Wikipedia Mobile
    - Google Drive
    - SSH Pro
    - FTP Client Pro

    Produktivität:
    - 1Password Pro
    - dict.cc (Wörterbuch online)
    - Google Translations (Online-Übersetzer)

    Und schon habe ich ca 80% der Bereiche abgedeckt, die ich auch im Beruf brauche. Aber oh, stimmt, das iPad ist ja nur ein Spielzeug... demnach ist men Beruf dann auch Spielkind?

    Komm mal von Deinem Trip runter, dass alles, was den Apfel als Logo hat, Spielzeug ist...

    @_1u21:
    Ansichtssache! Ich persönlich ziehe eine Vollformattastatur einer Bildschirmtastatur oder einem Mäuseklavier vor. Ergonomisch arbeiten jedenfalls ist mit einem SP2 nur mässig möglich. Die Folientastatur hat eine Haptik, die die Tastenanschläge nur erahnen lässt, die beleuchtete Tastatur mit richtigen Tasten hat zwar eine gefühlt bessere Haptik, aber kann einer normalen Tastatur sicher nicht das Wasser reichen.

    Das einzige Feature, wo ich auch einen Mehrzweck darin sehe, ist der Stylus. Aber das war es dann auch schon. Und warum ich Dich hier so frontal angreife? - Weil Du mit dem SP2 einen Produktivitäts-Grad einherbringst, den üblicherweise nur Notebooks oder Desktops innehaben.
    Und ob das Surface Pro 2 dieser Aufgabe gerecht wird, sei dahergestellt und wird erst durch einige Tests zu beweisen sein, denn diese Tests stehen noch aus!

    Solange es keine (bezahlten) Erfahrungsberichte gibt, solltest Du Dich damit abfinden, dass nicht alle gleich den Geldbeutel mit 1300 Euronen aufpoppen lassen, sobald ein Slate, das als Tablet durchgehen will, den Markt betritt.
    Genau aus diesem Grund habe ich mir selbst auch kein iPad Air angeschafft, da die Neuerungen keine Neuanschaffung innert eines Jahres rechtfertigen, denn mein iPad 4 hat erstens noch genug Speicher frei und zweitens isses für die Aufgaben, die ich mache, erstens genug portabel, und zweitens lang durchhaltend. So kann ich gechillt 2 Tage am Stück ohne Steckdose in der Nähe arbeiten. Schafft das Surface Pro 2 das auch?

    Vielleicht wäre das ja mal eine Idee für die THG-Redakteure, mal ein Surface Pro 2 eine Woche lang alternativ zu ihrem Arbeitsgerät einzusetzen, und dann ihre Erlebnisse und Eindrücke zu schildern.
  • matthias wellendorf , 1. November 2013 13:08
    Man möge bei den Diskussionen um den Preis auch bedenken, dass die Basis-Ausstattung mit der 64-GB-SSD faktisch nicht brauchbar ist, sodass man mit höheren Kosten kalkulieren muss.

    @bluray
    Ehrlich gesagt würde ich micht darum reißen, eine Woche an einem Surface Pro 2 zu arbeiten. Am Schreibtisch kann man das Teil zwar sicherlich gut verwenden, wenn man einen externen Bildschirm sowie eine eigene Maus und Tastatur verwendet, aber das ist ja nur bedingt der eigentliche Einsatzzweck.

    Unterwegs würde ich eher zu einem anderen Gerät mit einem richtigen Tastatur-Dock geifen.

    Mich persönlich konnten weder das Touch Cover noch das Type Cover wirklich überzeugen - ich bin Vielschreiber und mag eine solide Basis, die mir bei beiden Modellen letztlich fehlte. Vielleicht macht es das Power Cover besser, weil der zusätzliche Akku ein etwas solideres Fundament mitbringen könnte.

    Zudem ist die Cover-Idee in meinem Alltag unpraktisch: Stellt man das Tablet mit Cover auf, benötigt es zu viel Platz um auf den knappen Tischchen in Zügen oder Flugzeugen mit Tastatur genutzt werden zu können.

    Bei größeren Presseveranstaltungen, Kongressen, Messen usw. werden die Vortragsräume meist nur bestuhlt, will man dann einem Rechner arbeiten, landet dieser automatisch auf den Knien. Auch hier ist die Kombination aus lose angesteckter Tastatur und einem Tablet, das mit Ständer aufgestellt wird nicht unbedingt praktisch. Man versucht das Gesamtensemble dann irgendwie zwischen Bein und aufgelegtem Knie zu fixieren, riskiert dabei aber schnell einen Sturz der Gerätschaft in Richtung Fußboden.

    M.E. gibt es sinnvollere Konzepte wie man ein Tablet mit einer Tastatur zusammenbringen kann.
  • bluray , 1. November 2013 14:13
    Wie ich schon sagte: Das Konzept ist zwar nicht aller Zweifel erhaben, aber brauchbar. Allerdings ist der Preis ziemlich gesalzen. Klar ist hier ein "Ultrabook" in ein Slate gepackt worden, das muss man auch neidlos anerkennen, aber wenn es darum geht, längere Zeit mobil zu arbeiten, und genau das will Microsoft ja mit dem Surface Pro 2 vermitteln, geht dem Gerät dafür dennoch zu schnell die Puste aus. Selbst Convertibles oder entsprechende Ultrabooks mit Touchscreen (ob die allerdings einen Styluns unterstützen, weiss ich nicht) haben da oft mehr Saft gespeichert.

    Nun ja, ein Praxisbericht dürfte da sicher mal Klarheit schaffen.

    Was allerdings den Platzbedarf betrifft... also mit meinem iPad samt FlipCover-Keyboard hatte ich sowohl im Flieger, als auch im Zug keinerlei Probleme, gemütlich meinen Blog zu tippseln. (Offline im Flieger, versteht sich ;)  ). Vielleicht bin ich aber auch nur etwas weniger anspruchsvoll, was den Platz vor dem Keyboard anbelangt ;) 
  • diaroas , 2. November 2013 10:16
    @bluray:

    Microsoft muss das als Tablet verkaufen, weil der Begriff Slate nicht geläufig ist und mit Tablet jetzt jeder etwas anfangen kann. Deswegen ist die günstigste Konfiguration gar nicht so schlecht. Manche wollen das wohl tatsächlich als Tablet nutzen, jedoch den Komfort eines echten Betriebssystems nicht missen. Vielleicht auch für so kleine Analyse-Tools die du auf deinem iPad benutzt, die es für das normale Surface nicht gibt. Hatte schon zwei 13 Zoll Slates und will mal ein 10 Zoll ausprobieren. Und deine Ultrabooks im Convertible-Bereich haben 100% eines der Nachteile, die ich bereits erwähnt hatte. Das Surface Pro 2 scheint perfekt zu sein (jedenfalls für mich)

    Du findest den Verbau von Standard-Komponenten also gut? Ich habe von mich den langweiligen Plastiklaptops mit Standradkomponenten (und trotzdem überhöhten Preisen, mal von paar HPs abgesehen) längst verabschiedet. Ich bin absolut kein Apple-Fan, nie gewesen. Musste arbeitsbedingt aber mit diesen Geräten arbeiten und kann ihnen mittlerweile vieles abgewinnen. Nach dem Macbook-Air wollte ich kein anderes Gerät mehr haben, nur noch das neue Macbook Pro hat es mir noch mal angetan.

    Das iPad ist ein typsiches Konsumgerät. Man kauft es (normalerweise) nicht um darauf zu arbeiten oder etwas zu erstellen, sondern um Sachen zu konsumieren. Lesen und Spielen hauptsächlich. In manchen Fällen zählt das auch zur Arbeit, keine Frage. Und da du es gerade ansprichst. Ja, war wohl ein Luxuskauf. Ich wollte wissen warum alle ein iPad wollen und was sie sich davon versprechen. Selbst ich als App-Entwickler für solche Geräte (eher Android) konnte mir kaum Szenarien vorstellen in denen ich das iPad unbedingt bräuchte. Dafür muss ich auch keine Apps kaufen um mein Gerät zu etwas zu zwingen, dass es nicht ist. Und auch jetzt benutze ich es höchstens mal für ein eBook (ein eBook Reader war irgendwie nicht so meins), Zeitschriften, Surfen und selten mal auch für ein Spielchen (PvZ 2). 600 Euro ist bisschen viel für etwas lesen und surfen, das jedes andere Gerät auch kann. Es ist nur komfortabler.

    Die 80% die du mit deinem iPad anstellen kannst, sollten dir selber zu denken geben. Wieso sind es nicht 100%? Brauchst du vielleicht wirklich das Surface Pro 2 statt deinem iPad um nicht noch ein anderes Gerät mitzuschleppen, das du offensichtlich für die weiteren 20% benötigst?

    Ich sagte nur, dass das iPad Spielzeug ist. Mit dem MacBook Air und Pro bin ich ja selber produktiv. Auch wenn ich doch häufiger Windows parallelisiere. Aber das liegt auch in der Natur der Sache, wenn es ein Windows Programm ist, das erstellt werden muss.

    Wartbarkeit? Ich bastel mir ja auch gern mal meine Desktop-PCs zusammen. Wechsel nach ein paar Jahren mal die Grafikkarte oder kauf ne Festplatte dazu. Aber bei einem Laptop sehe ich diesen Sinn absolut nicht. Wenn man sich das 64gb Teil kauft, muss man sich im Klaren sein, das der Speicher klein ist und wegen der Bauhöhe, der Speicher nicht selbst aufgestockt werden kann.
    Ja, ich will lieber durchgehend, jahrelang ein komfortableres System nutzen, dass sich besser anfühlt, dünner, leiser und besser verarbeitet ist als eines das ich möglicherweise unter Umständen aufrüsten werde. Meistens nicht, weil es bereits vorher bei eBay verkauft wird, schon oft erlebt. Oder willst du lieber wieder die Dicke eines iPad 1 mit austauschbaren Akku und Plastikrückseite, statt dem iPad Air? Man kann das iPad 2 kaum noch verwenden, weil es hoffnungslos langsam ist und eine unglaublich schlechte Auflösung hat.

  • _1u21 , 2. November 2013 11:50
    @bluray:

    Ich hatte mal das Surface RT eine Woche zum testen gehabt. Das Touchcover war noch schlimmer als die Bildschirmtastatur. Aber es lies sich auch mit dem eingeschränkten Win8 gut arbeiten. Mir hat letztendlich der Stylus gefehlt. Die Akkulaufzeit des RT war super. Es hielt ohne Probleme einene ganzen Tag lang durch. Die geringe Laufzeit des SP1 und des SP2 stört mich ebenfalls.

    Ich habe einen Produktivitätsgrad eingeführt, den Desktops und Laptops nie erreichen können. Während des Studiums habe ich sehr oft mit OneNote gearbeitet und es war einfach praktisch, da man direkt in Skripte schreiben konnte und die so archivieren kann, dass man sich keine Sorgen um den Verlust machen braucht. Das gleiche Spiel mit Zeichnungen oder anderen Anwendungen, wo die Maus/Touchpad/Trackpoint dem Stylus hoffnungslos unterlegen ist. Das alles macht ein ordentlicher Stylus aus, den es nur für solche Geräte gibt. Deswegen habe ich auch das Lenovo Helix angeführt. Es hat fast alles, was man braucht und haben will in dem Bereich. Leider fehlt nur ein Dockingstationanschluss, weshalb das Gerät als Arbeitsgerät für den Job leider rausfällt. Im Privatbereich stört es mich nicht so extrem. Da kommt es für mich auf lange Laufzeit und den Stylus an. Zeichnungen sind so schnell erstellt und können digital versandt werden.

    Ich hab auch genug Freunde, die ein iPad ihr eigen nennen und da einen "Stylus" verwenden. An die Qualität und die Arbeitsgeschwindigkeit kommen die nie heran. Deswegen bin ich auch bereit nochmal 500€ extra auf den Tisch zu legen. Die Zeitersparnis kriege ich auf die Arbeitszeit nie rein, aber mir ist frustfreies Arbeiten deutlich lieber und da ist das iPad oder Surface RT unterlegen. Es können noch so viele tolle Apps vorhanden sein, die vieles ermöglichen, nur lassen sich Defizite in der Hardware damit nicht ausgleichen.
  • besterino , 3. November 2013 18:19
    Ich habe lange Zeit mit dem Surface Pro geliebäugelt und beobachte deshalb auch das Surface (Pro) 2 mit Argusaugen. Simkarten sind übrigens im Office-Einsatz normalerweise kein Problem und es gibt zahlreiche Gründe, für zwei Geräte auch zwei SIM-Karten zu benutzen (die ggf. sogar über zwei unterschiedliche Verträge laufen). Für mich ein k.o.-Kriterium, wenn Du fröhlich "tetherst" darfst Du das natürlich gerne tun.

    @MWellendorf: ich find's einfach die Pest zu viele mitschleppen zu müssen. Schon allein den Datenbestand konsistent über alle Geräte zu halten, kann eine Herausforderung sein. ("Wo liegt nochmal die letzte Version? Hatte ich im Zug da jetzt noch was dran gemacht, oder war doch die auf dem Desktop im Büro die aktuelle?" Bei Ipad&Co. klappt auch oft der direkte Zugriff auf's DMS im RZ nicht - dann werkeln zwischendurch noch fröhlich andere Autoren an der gleichen Datei weil sie nicht ausgecheckt ist...). Will sagen: Wer beruflich viel reist und dabei auch jederzeit und überall professionell (schlimmstenfalls: im Team) arbeiten können muss (also z.B. nicht nur an einer Präse sitzt, die nachdem sie gehalten wurde, niemanden mehr interessiert - Achtung, bewusst übertrieben abschätzend formuliert! ;-), der weiß ein Gerät zu schätzen, dass

    1. im Büro angedockt wie ein Desktop funktioniert
    2. unterwegs jederzeit "mit der Firmenwelt connected" sein kann
    3. zu Hause angedockt - oh Wunder - auch wie ein Desktop funktioniert und
    4. unterwegs / zu Hause auf der Couch noch zum Surfen/zur Unterhaltung taugt.

    Kurz: Surface Pro 2 ist schon ein sehr attraktives Gerät - aber für den professionellen Einsatzzweck ohne UMTS-Slot leider sehr unvollkommen.
  • comili_de , 7. November 2013 09:28
    Sie müssen nur noch den App-Store größer machen und das Gerät etwas schlanker, dann ist es das perfekte Tablet. Auch im Vergleich schließt es gut ab: http://videonerd.de/tablet-vergleich-die-gegenueberstellung/