Microsoft Surface Pro: Frische Hardware und Verbesserungen im Detail

Mit der Surface-Serie hat Microsoft einen echten Treffer gelandet. Die Kombination aus leistungsstarkem Tablet und einer in die Schutzhülle integrierten Tastatur hat viele Nachahmer gefunden, die sich bisher jedoch schwer damit getan haben, konzeptionell einen Mehrwert zu bieten. Dementsprechend wenig Eile hatten die Redmonder mit einer Aktualisierung.

Surface Pro

In Shanghai hat der Hersteller nun die Neuauflage ins Rampenlicht gerückt, bei der auf Zahlenbalast verzichtet wurde - wie die erste heißt nun auch die fünfte Generation wieder Surface Pro. Wer die ganz großen Überraschungen erwartet hat wird, dürfte sich enttäuscht zeigen - das Grundprinzip bleibt unverändert. Am Gehäuse wurde lediglich der Kickstand etwas überarbeitet, der nun ein Aufstellen mit einem 165°-Winkel erlaubt.

In dem robust anmutenden Metallgehäuse steckt ein 12,3 Zoll großer Bildschirm, der eine Auflösung von 2786 x 1824 Pixeln - und damit ein Seitenverhältnis von 3:2 - bietet. Dahinter kommen jedoch neue Prozessoren zum Einsatz. Mit Intels m3-7Y30, dem Core i5-7300U sowie dem i7-7660U stehen drei Prozessoren zu Wahl, die auf der Kabylake-Architektur basieren. Ihnen kann ein bis zu 16 Gigabyte großer Arbeitsspeicher zur Seite gestellt werden, der - etwas enttäuschend - noch dem nicht mehr ganz so aktuellen LPDDR3-Format entspricht. Daten werden auf SSDs gespeichert, die Kapazitäten zwischen 128 Gigabyte und einem Terabyte bereitstellen können.

Daneben stellt Microsoft ein überarbeitetes Type-Cover in Aussicht, das mit einem größeren und präziseren Touchpad bestückt wird. Daneben wurde eine Hintergrundbeleuchtung integriert, die das Arbeiten bei schlechten Lichtbedingungen erleichtern soll. Überarbeitet wurde auch der Stift, der nun 4096 Druckstufen unterscheidet und darüber hinaus den Neigungswinkel erkennt, was insbesondere das Zeichnen erleichtern soll.

Das kleinste Modell der Serie mit dem m3-7Y30, einem vier Gigabyte großen Arbeitsspeicher und einer 128 Gigabyte großen SSD ist ab 949 Euro zu haben. Es ist damit sogar noch 50 Euro günstiger als die kleinste Variante des parallel von Huawei vorgestellten Matebook E.

Surface Studio kommt nach Deutschland

Eine weitere Ankündigung Microsofts betrifft ein System, das eigentlich schon vor einer ganzen Weile, nämlich seit 15.Dezember 2016 - allerdings nur in Nordamerika - verkauft wird: Das Surface Studio, ein All-in-One-Rechner, der sich Dank seines flexiblen Standfußes ebenfalls in ein Zeichenbrett für den Surface Pen verwandeln lässt, wird ab 15. Juni auch hierzulande verkauft.

Kein Surface Book 2

Neben all den Neuerungen servierte Microsoft überdies eine Leerstelle. Denn anders als erwartet, hatte der Hersteller keine Neuauflage seines Surface Books dabei. Das parallel mit dem Surface Pro 4 vorgestellt Convertible bietet ebenfalls ein 2in1-Format, entsprach hinsichtlich der Gehäusegestaltung allerdings weitmehr einem Notebook als einem Tablet (zumal die Akku-Leistung im Tablet-Modus derart gering war, dass es sich in der Form kaum nutzen ließ).

Damit bleibt abzuwarten, ob dieses Mobilsystem noch einmal eine zweite Chance bekommt oder still und heimlich "hinten runter" fällt. Es wurde gemunkelt, dass das Interesse nicht an dem Rechner nicht sonderlich groß ist - was wohl auch den recht hohen Preisen geschuldet sein dürfte.

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