Microsoft: Neue Windows-Version 'Threshold' ohne Modern UI?

Unter dem Codenamen "Threshold" entwickelt Microsoft derzeit das nächste große Update für das hauseigene Betriebssystem. Dabei soll der Fokus wieder auf Desktop-Nutzern liegen. Die für Touch-Geräte entwickelte Metro-Oberfläche "Modern UI" wird laut Berichten, die ZDNet vorliegen, bei Desktop-PCs und Laptops ohne Möglichkeit einer Fingereingabe in den Hintergrund rücken.

Im Frühjahr 2015 sollen die Kritiker zum Schweigen gebracht werden - das ist das erklärte Ziel der neuen Windows-Version. Personen, die an einem normalen Desktop-PC sitzen, möchten produktiv arbeiten und nicht von der verspielt und bunt aussehenden Modern UI abgelenkt werden, so der Vorwurf der "Querulanten". Dementsprechend muss Microsoft sich nun anpassen. Die Adaption von Windows 8 und Windows 8.1 von derzeit nur etwas mehr als 12 Prozent aller Nutzer spricht eine eindeutige Sprache - Windows 7 ist auf rund der Hälfte der Rechner im Einsatz und selbst Windows XP noch auf einem Viertel (wir berichteten). 

Desktop bald ohne Modern UI?Desktop bald ohne Modern UI?

Die Diversität der vielen neuen Geräte spielt eine große Rolle für die Entscheidungen Microsofts. Während bei stationären PCs tatsächlich nur in den wenigsten Fällen die Modern UI benötigt wird, ist das bei Convertibles schon anders - von Tablets ganz zu schweigen. Als logischen Schritt will Microsoft genau hier anpacken: Desktop-PCs werden den Touch-optimierten Teil des Betriebssystems nach Installation von Treshold wohl gar nicht mehr zu Gesicht bekommen. Nutzer eines Hybrid-Gerätes wie etwa einem Surface, Lenovo Yoga oder Asus Transformer sollen sowohl Desktop als auch die Modern UI sehen können.

Auch das Nörgeln in Richtung Startmenü scheint Früchte getrangen zu haben. Schon früher kündigte Microsoft an, dass das klassische Menü wieder Einzug erhalten wird. Wann, wurde nicht gesagt - es scheint so, als würde es im Rahmen von Treshold wieder auftauchen. Dabei soll es aber deutlich individueller konfigurierbar sein als der Vorgänger unter Windows 7.

Bis zum Launch von Treshold wird es noch mindestens ein größeres Update geben - Windows 8.1 GDR2. Dieses soll rund drei Gigabyte groß sein und soll unter Umständen die Möglichkeit mitbringen, Metro-Apps auch in Fenstern zu öffnen, anstatt die volle Höhe nutzen zu müssen.

Windows Treshold wird wahrscheinlich der interne Entwicklungsname bleiben. Offiziell könnte es sich bei der neuen Betriebssystem-Software um Windows 9 oder auch Windows 8.2 handeln. Derzeit kommen Gerüchte auf, dass bestimmte Nutzer, die bereits vorher mit Windows 7 oder 8 unterwegs waren, das Update kostenlos erhalten werden.

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7 Kommentare
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    Dein Kommentar
  • Big-K
    ja genau win 8 ist zu bunt das ist der Grund warum es keiner will.
    Aber toll das sich jetzt "apps" in fenstern anzeigen lassen das gabs glaube bei windows noch nie.
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  • Elkinator
    eine version ohne Modern-UI wird es nicht geben,jedenfalls gibt es dazu bis heute nichtmal ein einziges gerücht...
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  • johannes_franke
    Trash-old? schreibt sich übrigens, wenn man es ganz korrekt machen will, Threshold mit Th.
    Interessant, wie eigentlich alles, was den Paradigmenwechsel (Win7 --> 8) ausgemacht hat, jetzt Schritt für Schritt wieder zurückgefahren wird. Die hätten mal gleich auf die Basher hören sollen. Am Ende gewinnt hier vielleicht doch noch der Kunde, der das alles bezahlen muss? Wahnsinn!
    Aber was ist an dem Moder-UI eigentlich verspielt und bunt? Auf dem Desktop ist doch eher das krasse Gegenteil der Fall. Fenster mit so viel weiß wie seit Windows 3.11 nicht mehr, kaum noch Kontraste, erst recht keine Farben. Alles auf ein Minimum reduziert, als könne man damit die Leute "überzeugen", dass der Desktop von gestern ist und nicht mehr benutzt werden soll. Das muss vor allem schnell behoben werden, z.B. durch Wiedereinführung von Aero Glass. Würde mich nicht wundern, sogar freuen, wenn das auch noch wiederkommt. Auch wenn man dafür im Store 5 Euro zahlen müsste. Alles besser als dieses eckige charakterlose Traueranzeigen-OS.
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