Microsofts FAT-Patent aberkannt

Das U.S. Patentamt hat Microsoft ein 1996 erteiltes Patent auf das Dateisystem FAT (File Allocation Table) vorläufig aberkannt. Nach Angaben der Behörde handle es sich um eine Technologie, die bereits vor der Vergabe des Patents bekannt war. Microsoft hat bereits angekündigt, Widerspruch gegen den Beschluss des Patentamts einzulegen.

Im April dieses Jahres hat die Public Patent Foundation (Pubat) einen Antrag auf Überprüfung des Patents eingereicht. Grund ist die Befürchtung, dass Microsoft seine Eigentumsrechte an der Technologie nutzen könnte, um eine Unterstützung des Microsoft-Dateisystems durch Open-Source-Software zu verhindern.

Davon betroffen sind vor allem Module von Linux, die auf FAT-formatierte Laufwerke zugreifen. Ebenfalls davon betroffen wäre die Schnittstelle des Samba-Protokolls, das zum Datenaustausch zwischen Linux- und Windows-PCs im Netz dient. Nach Meinung der Pubat könnte Microsoft das Patent dazu verwenden, seine Monopolstellung zu erweitern und "der Öffentlichkeit immensen Schaden" zuzufügen.

Von der Aberkennung des FAT-Patents könnten aber auch Hersteller von USB-Sticks und Speichermodule für Digitalkameras profitieren. In der Regel werden solche Medien mit dem FAT-Dateisystem formatiert. Derzeit zahlen die Hersteller solcher Komponenten 25 Cent pro Einheit oder - bei großen Mengen - 250.000 US-Dollar. Ein entsprechendes Lizenzverfahren gibt es seit Ende 2003.

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