Microsofts Hailstorm-Projekt abgesagt
Microsoft zieht sich aus den Identitätsdiensten zurück. Doch was Microsoft auch macht, für manche Kritiker ist es immer falsch.
Nach der Kritik an den Erweiterungsplänen rund um Passport zog Microsoft seine Pläne zurück. Nun folgt die Kritik, E-Commerce habe ohne die neue Technik wenig Zukunftschancen. Britische Marktanalysten behaupten, Microsofts Absage an das Projekt Hailstorm bedrohe die Zukunft des E-Commerce.
Datenschützer und Kunden hatten bemängelt, im website-übergreifenden Internet-Identifikationsdienst von Microsoft seien zu viele persönliche Daten in der Hand eines einzelnen Anbieters. Tim Jennings von der Butler Group meint, dass das Konzept eines solchen Identifizierungsdienstes wichtig für die Entwicklung des E-Commerce sei. Ohne Microsoft sei dies jedoch schwer zu bewerkstelligen. Auch das Konkurrenzprojekt der Liberty Alliance findet noch wenig Gegenliebe in der Industrie. Der Grund: Es ist noch nicht fertig. Die ersten Spezifikationen des Systems von Sun, RSA, AOL und IBM sollen erst Mitte dieses Jahres veröffentlicht werden.
Hailstorm, später auch bekannt unter ".NetMyServices", sollte den Nutzern die Möglichkeit geben, mindestens zehn grundlegende Dienste wie Kalender, Benachrichtigungsdienste oder digitale Geldbörsen mit nur einem Login zu nutzen.
John Noakes, Manager für die Dotnet-Politik bei Microsoft Großbritannien, erwiderte gegenüber vnunet.com auf die erneute Kritik, man habe nur auf Kunden gehört und daher die eigene Technik geöffnet. Es handele sich also nicht um eine Absage an das gesamte Projekt: Microsoft ziehe sich lediglich aus der Kontrolle der Daten zurück und öffne "NetMyServices" für andere Daten-Hoster.
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