Mifcom Battlebox MSI Edition: High-End-Gaming-PC oder Kunstwerk?

Mifcom kombiniert in der MSI Edition der Battlebox eine übertaktete Sockel-2011-Plattform mit zwei GTX-980-Grafikkarten zu einem beeindruckend hergerichteten, schwarz-roten Gesamtkunstwerk mit viel Liebe zum Detail. Wir machen den 4K-Gaming-Check!

Komplett-PCs sind zumindest in der Regel ein vergleichsweise langweiliges Thema: Maximal durchschnittliche Komponenten werden zu einem oft unausgewogenen Gesamtsystem zusammengewürfelt und lieblos präsentiert. Dass es aber auch anders geht, zeigt Mifcom mit der Battlebox in der MSI Edition, die nicht nur kompromisslos auf hochwertige und leistungsstarke Komponenten setzt, sondern auch optisch vollständig auf ein schwarz-rotes Farbschema getrimmt wurde.

Dadurch erhält der potenzielle Käufer nicht nur irgendeinen extrem leistungsstarken Komplettrechner, sondern ein High-End-System, das äußerlich wie aus einem Guss wirkt: Neben entsprechend hochwertigen Einzelkomponenten greift Mifcom in tief in die Modding-Kiste und kombiniert Hardware, gesleevte Kabel, LED-Stränge und ein gelasertes Seitenfenster zu einem wunderschönen Gesamtsystem, das in Corsairs Riesen-Cube-Gehäuse Carbide Air 540 Unterschlupf findet. Eine generelle Übersicht zu sämtlichen verfügbaren Battlebox-Systemen gibt es unter diesem Link.

Bereits die Grundausstattungsvariante der Battlebox in der MSI Edition reißt mit knapp über 3600 Euro einen mittelgroßen Krater in die Haushaltskasse, dafür wird aber auch konsequent auf Top-Ausstattung statt auf Mittelmaß gesetzt: Klotzen statt Kleckern, aber richtig!

Wer sparen möchte, kann den PC auf der Herstellerseite optional schwächer ausgestattet und dafür günstiger erwerben: Der Verzicht auf einzelne Modding-Elemente oder ein Downgrade auf einen SLI-Verband aus zwei GeForce GTX 970 macht sich preislich sofort deutlich bemerkbar.

Die von uns getestete Version bietet eine ganze Reihe an zusätzlicher Ausstattung, die im Mifcom-Shop einzeln angewählt werden kann. Dafür werden dann aber auch einschließlich aller optischen Modifikationen und eines 31 Zoll großen Monitors für ungetrübtes 4K-Gaming-Vergnügen ganze 6286 Euro fällig. Verrückt? Sicherlich! Spannend? Und wie! Alle Einzelheiten zum System gibt es in der Tabelle am Ende dieser Seite zu sehen.

Wir werden im kommenden Abschnitt detailliert auf die einzelnen Komponenten und Feinheiten des Systems eingehen, können aber jetzt schon sagen, dass die hier getestete Version der Battlebox für längere Zeit die neue Performance-Messlatte vorgeben dürfte, an der sich künftig von uns getestete Systeme zu messen haben.

Hinreißende Machbarkeitsstudie oder Must-Have für Gamer mit High-End-Anspruch? Das muss sicherlich jeder für sich selbst entscheiden. In jedem Fall aber ist die von uns getestete Ausstattungsvariante als eine Kombination aus Core i7-5930K, Sockel-2011-Mainboard der Flaggschiff-Klasse, zwei Geforce GTX 980 im SLI-Verbund, 16 Gigabyte DDR4-RAM, SSD nebst mechanischen Festplatten und 1,2-Kilowatt-Netzteil alles andere als alltäglich.

Optional erhältliche und selbstverständlich ebenfalls aus dem hochpreisigen Bereich stammende Eingabegeräte, ein Headset sowie ein 31 Zoll großer Flachbildschirm mit 4K-Auflösung und drei Jahre Garantie sollten jedem ambitionierten Gamer das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen - wenn man von den damit verbunden Kosten einmal absieht.

Für den Prozessor werden zwei aufpreispflichtige Overclocking-Stufen angeboten. Dabei traten allerdings Probleme auf, auf die wir in einem eigenen Abschnitt einschließlich eines Workarounds näher eingehen wollen.

Mifcom legt den Systemen übrigens fast alle Originalverpackungen der verbauten Komponenten und dementsprechend auch das komplette Zubehör einschließlich der nicht angeschlossenen Netzteilkabel, entfernten PCI-Slotblenden, Adaptern und vieles mehr bei.

Ausdrückliches Lob verdient auch die Verpackung: Das Gesamtsystem kommt in drei sehr großen Kartons und wurde mit Unmengen Polstermaterial stosssicher untergebracht. Im Gehäuse selbst wurde ein Kissen aus einem Spezialmaterial eingelegt, das dafür sorgt, dass schwere Komponenten wie CPU-Kühler oder Grafikkarten beim Transport keine Schaden anrichten oder nehmen können.

Mifcom gewährt eine dreijährige Garantie mit Pickup & Return Service, die kostenpflichtig auf bis zu fünf Jahre erweitert werden kann. Zusätzlich bietet der Hersteller einen lebenslangen technischen Support für die eigenen PCs sowie die Möglichkeit, im Bedarfsfall eine Fernwartung in Anspruch zu nehmen.

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7 Kommentare
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    Dein Kommentar
  • alterSack66
    Die Idee mit dem Kissen find ich gut.
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  • Tesetilaro
    jenseits jeglicher vernunft was den Preis angeht, in der Ausführung erheblich besser als ich es mifcom zugetraut hätte - beim Preis, naja, das ist aus meiner sicht etwas... erm... großzügig ;)
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  • alterSack66
    Du kannst da auch nur den PC für 7000 Ocken konfigurieren. Titan X SLI und so :D
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  • Derfnam
    Hat ja echt lang gedauert, bis wer vom Sackschutz zum Schutzsack kam.
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  • alterSack66
    Sackschutz ist gut :sarcastic:
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  • Myrkvidr
    Ich vermisse den Monitor schon jetzt hart! Ging leider kurz bevor ich GTA angefangen habe wieder zurück - das wär natürlich jetzt großartig, das System noch... ein paar Wochen testen zu können, mein Privates ist leider etwas schwächer, aber wenigstens nur GPU-seitig.
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  • Bastian Fiek
    die Benches bei 4k sehen so aus, als würde CPU sich langweilen weil das SLI-Gespann am Ende ist..
    das Referenz-System schlägt sich auch noch recht gut dagegen..
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