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Fazit und Schlussbemerkung

Gaming und Mini-ITX? Chieftec FI-01W trifft Ivy Bridge und Cape Verde (Praxis)
Von

Soll und Haben: die Zusammenfassung

Es macht durchaus Sinn (und Spaß), sich für ca. 450 Euro (oder sogar weniger) ein schmuckes und im Rahmen der Möglichkeiten dieser Hardware auch recht performantes System zusammen zu schrauben. Das Chieftec FI-01W (das es übrigens ja auch in Schwarz gibt) ist dafür ein äußerst solider Grundstock zum absoluten Schnäppchenpreis. Ganze 45 Euro in den gängigen Online-Shops für ein Gehäuse samt brauchbarem Netzteil sind aus meiner Sicht eine echte Kampfansage, zumal auch die Optik neben der vorzüglichen Stabilität nicht zu kurz kommt (was bei solchen Krachern ja meist nicht der Fall ist).

Leuchtturm in der NachtLeuchtturm in der Nacht

Besonders gut gefielen mir die Schnellverschlüsse für die Laufwerke und der komplett herausnehmbare Laufwerkskäfig. Reichlich 6 Liter Innenvolumen sind nicht viel, reichen aber sogar mir aus, um mit nicht allzu schlanken Fingern noch alle Kabel sauber anzuschließen. Sehr gut: Das Teil hat den Charme und die Verwindungssteifigkeit eines Miniaturbunkers. Schlecht: Das Audio-Kabel vom Frontanschluss hätte gern 5 cm länger sein dürfen. Der Rest erklärt sich über den Preis und die Handhabbarkeit, was mir am Ende sogar mal wieder einen Kauftipp wert war:

Diese Empfehlung gibt es vor allem für das tolle Preis-/Leistungsverhältnis, denn im Mini-ITX-Bereich sind gute Angebote inklusive Netzteil rar gesät. Der Rest der Komponenten verdient natürlich auch einen Kommentar. Intels Ivy-Bridge-Pentium ist zwar noch ein wenig teuer, aber ein sehr sparsamer und treu ackernder Knecht. Das B75-Board von MSI ist sparsam und handlich, so dass man auch hierbei eine Empfehlung aussprechen könnte. Wer das Ganze nachbauen will: viel Spaß und spitze Finger. Das Resultat lohnt den Aufwand aus meiner Sicht nämlich durchaus.

Für alle, die doch Appetit bekommen haben, zum Ende noch unsere verbauten Komponenten in der Auflistung:

Position
Standard
Preis ca.
Verbesserung
Preis ca.
CPU
Intel Pentium G 2120
80 Euro


Kühler
Boxed-Kühler
-
Xigmatek Praeton
20 Euro
RAM
DDR3 1333 1,5 Volt  8GB
30 Euro


Mainboard
MSI B75IA-E33
82 Euro


DVD-Brenner Slim
Samsung SN-208BB, Slim
+ Micro-SATA-Adapter DeLock
23 Euro
Aufpreis BluRay-Combi-LW
30 Euro
Festplatte
Hitachi Deskstar 7K1000.C 1 TB
60 Euro


SSD


Samsung SSD 830 Series 128GB
85 Euro
Grafikkarte
Sapphire HD 7750 Low Profile
95 Euro


Gehäuse + NetzteilChieftec FI-01W45 Euro


SummeStandard-PC gesamt:
395 Euro
Luxus-Ausführung gesamt:
530 Euro

  

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  • aarfy , 8. November 2012 08:49
    Klasse Beitrag wiedermal Igor, super aufschlussreich diesmal fällt nichtmal mir was zu meckern ein XD.

    Vielen Dank
  • Firion87 , 8. November 2012 08:54
    Ich bin zwar nicht fur Reklame, aber ware doch neugierig wo man so einen Mini-SATA auf SATA Adapter finden kann (fur 3Euro). Ausserdem weiss jemand wo man pci-e riser karten billig findet?
  • FormatC , 8. November 2012 08:56
    Amazon.de :) 

    Bissl im Preis angezogen, aber noch unter 4 Euro:
    DELOCK Adapter SATA 22pin St > Slim SATA Bu 5V
  • 3DKing , 8. November 2012 09:39
    Großartig in Klein. :D 
  • crazymath , 8. November 2012 09:52
    Super Artikel und schön zu sehen, was mit 6l alles möglich ist.

    Ist denn eine Lösung mit AMDs Trinity (Ohne zusätzliche Grafikkarte) definitv unmöglich? Es gab ja mal beim kleinsten Antec Mini (Das 110er oder so) Reviews, dass es mit dem normalen 3870k Probleme gibt, aber untervoltet sollte es grad so reichen.

    Was ich mir also vorstelle: AMD 5800k untervoltet oder das Athlon-Modell ohne IGP + HD7750.

    Ist das in dem Ding noch kühlbar? Vorteil wäre ja bei ersterem, dass die Wärmer von GPU/CPU direkt nach draussen ginge (Bei gleichem Lüfter).
  • FormatC , 8. November 2012 10:05
    Ich warte noch auf das Mini-ITX-Board mit Sockel FM2. Eigentlich wollte ich da Trinity reinstopfen, aber die waren noch etwas zu langsam :( 
  • Todesguck , 8. November 2012 10:40
    Schöner Erfahrungsbericht, mir fehlen allerdings Messwerte. Gemessen wurde der Wattverbrauch, wie sieht es aber mit den Temperaturen bei längerem Spielbetrieb aus und wie laut wird das dann.
    Ich frage nur weil ich selber so nen htpc als Ersatz für ne Spielkonsole nutze und dafür extra ein größeres Sugo Sg05 habe um die Wärme vernünftig weg zu bekommen.
  • xvYCC , 8. November 2012 10:58
    Dazu passend: Ein 12,1" Kassenmonitor. Da laufen dann, in 800x600 auch alle Games in besten Qualitätseinstellungen! ;)  ...wär auch was fürs Puppenhaus.
  • FormatC , 8. November 2012 11:34
    @Todesguck:
    Im Gaming geht der Pentium auch nach einer Stunde nicht über 51 °C, wenn man die Drehzahl im BIOS gut einstellt (Target bei 70°C). Dann ist das noch recht leise. Man hört die Grafikkarte eher als die CPU.
  • DerBacke , 8. November 2012 13:12
    Das Board unterstützt auch einen Core i7-3770K. Leider bin ich ein Laie aber ist es technisch (Netzteil, Kühlung) machbar einen High-End-Gaming-PC zu basteln (die Grafikkarte mal außen vor gelassen)?

    Monat einen neuen PC zusammenbauen und als ich diesen Artikel hier gelesen habe, bin ich ins Grübeln geraten on mein bisheriges Vorhaben (Nanoxia Deep Silence 1) evtl. doch "kleiner" dafür aber lauter ausfällt *g*
  • FormatC , 8. November 2012 13:23
    Theoretisch klappt das auch mit dem 3770K, aber ohne Grafik? Bei 168 Watt auf 12 Volt ist Ende Gelände beim Netzteil. Das Nanoxia ist doch ok. :) 
  • Desertdelphin , 8. November 2012 16:39
    Benches wären ganz nett, da der verlinkte Test mit einer i7 CPU durchgeführt wurde ;) 
  • FormatC , 8. November 2012 17:16
    Das ist ein Gehäusetest :) 

    Der Witz ist aber - das habe ich ausprobiert - dass in weit über 90% der Fälle die GPU limitiert.
  • Desertdelphin , 8. November 2012 18:46
    :)  danke
  • diem_ , 9. November 2012 08:40
    Der GPU- & Netzteilkühler kommen sich auf den Bildern ziemlich nahe. Schnüren die sich nicht gegenseitig die Luft ab oder spielt das aufgrund der geringen Verlustwärme keine Rolle?

    Edit: Ich meine natürlich die Lüfter.
  • FormatC , 9. November 2012 09:36
    Welcher Netzteilkühler? Im Gehäuse sind nur der CPU-Lüfter, der auf der Grafikkarte und der IM Netzteil. Alle bekommen genügend Luft, selbst die Grafikkarte verdeckt den Lufteinlass fürs Netzteil nicht wirklich. Die aus dem Netzteil hinten ausströmende Luft ist auch nach 30 Minuten Stresstest nicht wärmer as 34°C.
  • texas , 9. November 2012 19:37
    Mich würde intessieren wie es um die Qualität des verbauten Netzteils konkret bestellt ist: Hat es alle wichtigen Schutzfunktionen, etc.?
    Kann man davon ausgehen, dass es ein paar Jahre zuverlässig seinen Dienst tut, auch wenn es öfter mal einen 1/2 Tag ohne Pause läuft?

    Edit: Sonst wird ja immer geschrieben, dass man Netzteilkauf besonders auf Qualität achten sollte, da viele Modelle nicht sehr haltbar sind. Wie ist das also hier zu bewerten?
  • FormatC , 9. November 2012 19:58
    UVP (Undervoltage protection)
    OVP (Overvoltage protection)
    SCP (Short-circuit protection)
    OCP (Overcurrent protection)
    OPP (Overload protection)
    OTP (Over Temperature Protection)

    Alles drin :) 

    Das ist eine etwas neuere TFX-Platine aus dem CWT-Regal, aber wenigstens mit ordentlichem Supervisior-Chip. Die Caps sind nicht gerade ein 4-Sterne-Menü, aber bei den niedrigen Lasten und Temperaturen kaum gestresst. Interessant ist übrigens der geregelte Lüfter.
  • texas , 9. November 2012 20:04
    Das hört sich schon mal ziemlich gut an :) 
    Denkst du, dass das Teil auch bei der Langlebigkeit halbwegs ordentlich aussehen wird? Ein paar Jährchen sollte es schon brauchen bis die Schutzschaltungen ernsthaft mal eingreifen müssen ;) 
  • FormatC , 9. November 2012 20:26
    Dann hätte ich seherische Fähigkeiten :D 

    Aber hier im Forum hatte diese Woche einer ein neues und defektes BeQuiet - man kann also überall stolpern. Egal ob teuer oder preiswert. Es gibt sogar noch LC-Power-Netzteile von 2005, die bis heute ihren Dienst tun. Manches wird einfach überbewertet, der Rest ist das übliche Lotto :D 
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