Kaufberatung und Vergleichstest Mini-PC, Stand Februar 2017

Zotac Z-Box CI-321 Nano-P

Quadratischer Allrounder

Zotacs Zbox Nano kommt in einem schmucken Gewand daher. Fast komplett schwarz gehalten und mit kreativen sechseckigen Lüftungseinlässen auf allen Seiten wirkt sie gleichzeitig solide und hübsch. Doch auch die inneren Werte haben es in sich.

Aufbau und Anschlüsse

Die Zbox Nano besitzt eine ganze Reihe Anschlüsse an der Vorder- und Rückseite. Vorne befinden sich die häufig genutzten Anschlüsse (2x USB 3.0, 2x Audio inklusive S/PDIF, Infrarotsensor, Kartenleser und der obligatorische Ein-/Ausschalter.

Auf der Rückseite sind ein einzelner USB 2.0- und zwei USB 3.0-Anschlüsse, gleich zwei Gigabit-LAN-Ports sowie he ein HDMI- und ein Displayport-Anschluss zu finden. Nicht zu vergessen der Anschluss für das Netzteil und ein Anschluss für eine wechselbare WLAN-Antenne.

Damit kann man die dauerhafte Peripherie elegant hinten einstöpseln und muss nur bei wechselnder Peripherie auf die Vorderseite zurückgreifen. Die mitgelieferte WLAN-Antenne ist vergleichsweise groß und sollte somit auch unter ungünstigen Bedingungen recht guten Empfang gewährleisten.

Dank der zwei modernen Display-Ausgänge können parallel zwei LCD-Displays angeschlossen werden. CRTs bleiben außen vor, aber das lässt sich heutzutage wohl leicht verschmerzen. Mit insgesamt vier USB 3.0-Anschlüssen und einem zusätzlichen USB 2.0-Port sind genug Anschlussmöglichkeiten für Peripheriegeräte vorhanden - hier bewegt sich die Zbox Nano in der Spitzengruppe der Mini-PCs. Der Kartenleser nimmt SD-Karten auf und ist zu den wichtigsten Formaten kompatibel (MicroSD über Adapter).

Auch die inneren Werte stimmen: Sowohl RAM als auch SSD sind austauschbar und somit erweiterbar. Bei der SSD setzt die Nano auf einen vollwertigen SATA3-Port. Mittels des mitgelieferten Adapters kann die Zbox zudem an der Rückseite eines Displays angebracht werden und verschwindet so vollkommen von der Bildfläche.

Energieaufnahme und Leistung

Die Zbox Nano basiert auf einem Intel Celeron 2961Y der Haswell-Generation und hat eine maximale TDP von 11,5 Watt. Aufgrund der Passivkühlung wurde ein energiesparender Zweikern-Prozessor gewählt, dessen Leistung natürlich spürbar hinter den Geschwistern vom Desktop-Bereich zurückfällt.

Dennoch steht die Haswell-CPU für relativ viel Leistung bei geringem Stromverbrauch und völliger Lautlosigkeit. Auch wenn der Prozessor nur mit 1,1 Gigahertz taktet schneidet die Zbox Nano in den Benchmarks dann auch ausgezeichnet ab. Das liegt mit Sicherheit am runden Gesamtpaket: Mit schneller SSD und ausreichend RAM kann die CPU ihr Potenzial ausspielen, ohne auf andere Komponenten warten zu müssen. So (oder besser) ausgestattet kann das Gerät bei geringen Ansprüchen durchaus als Ersatz für einen Desktop-PC herhalten.

Datenträger

Mit einer echten 64 Gigabyte großen SSD von Foresee setzt sich die Zbox Nano deutlich vom Verfolgerfeld ab. Natürlich gibt es schnellere SSDs für den Desktop-Bereich, aber einerseits sind die Unterschiede in der Praxis nicht unbedingt spürbar und andererseits reicht die vorhandene SSD für einen Mini-PC völlig aus.

Sollte der Speicherplatz der verbauten SSD nicht ausreichen, lässt sich der Festplattenplatz über ein externes USB 3.0-Laufwerk oder den Austausch der SSD problemlos erweitern. Die SSD ist zu diesem Zweck leicht zu erreichen.

Eine Besonderheit in dieser Klasse ist das Vorhandensein einer Laufwerks-LED auf der Gerätevorderseite.

Temperatur und Lautstärke

Wie alle aktuell getesteten Mini-PCs ist auch die Zbox Nano völlig lautlos. Das ist für Anwender, die einen lüfterbasierten Rechner gewohnt sind, eine wirklich angenehme Abwechslung - man vermisst das ständige Rauschen im Hintergrund fast schon. Durch die Kühlöffnungen auf allen Seiten des Geräts wird die Zbox Nano nicht sonderlich warm. Dennoch sollte man natürlich davon absehen, etwas während des Betriebs auf das Gehäuse zu legen.

Konfiguration

Mit vier Gigabyte DDR3-RAM und einer 64 Gigabyte großen SSD ist die Ausstattung der Zbox Nano für die meisten Zwecke völlig ausreichend dimensioniert - auch mit installiertem Betriebssystem ist noch genug Platz für Anwendungen und Daten vorhanden. Da beides nachträglich noch erweiterbar ist, kann das Gerät auch mit den Bedürfnissen des Users mitwachsen, was in dieser Geräteklasse nicht selbstverständlich ist.

Preis und Verfügbarkeit

Die Zbox Nano ist bei vielen Händlern lieferbar und zu PReisen ab rund 250 Euro zu bestellen. Als Betriebssystem ist bei unserem Testgerät Windows 8.1 installiert. Generall ist aber kein Betriebssystem installiert und muss separat erworben werden.

Fazit

Das Gerät ist in der vorliegenden Konfiguration sehr vielseitig einsetzbar und kann sogar als Ersatz für einen Desktop-PC herhalten. Hier müssen natürlich bei der Rechenleistung Abstriche gemacht werden, aber dennoch lässt sich mit den meisten Anwendungen absolut zügig arbeiten.

 Dank der zwei Netzwerkanschlüsse meistert das Gerät auch hausinterne Serveraufgaben mit Bravour. Auch dem Einsatz als HTPC steht nichts im Wege. Dank der schnellen SSD lassen sich Medien zügig auf das Gerät kopieren.

Man kann die Zbox Nano also mit Fug und Recht als echten Allrounder bezeichnen. Und da wir das Gerät aufgrund dieser Variabilität und Ausbaubarkeit wärmstens empfehlen können, erhält es folgerichtig unseren Editor Recommended-Award.

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19 Kommentare
    Dein Kommentar
  • Rurik
    Ich würde empfehlen, die ZBox Nano auf jeden Falls als Barebone zu nehmen. Das Einbauen von RAM und SSD ist echt einfach und man bekommt definitiv mehr fürs Geld. Die ca. 100,- € Aufpreis für die Plus-Variante kann man besser für 8GB Ram und 120GB SSD (oder 4GB und 240GB) verwenden - da hat man glatt doppelt so viel Speicher zum gleichen Preis.
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  • robberlin
    Die ZBOXEN sind einfach super - kann ich mich nur anschließen und wer eh mal nen Notebook aufgerüstet hat,oder im technischen was macht, der hat auch Möglichkeit kleine Festplatte und etwas RAm aufzutreiben um die ZBOX als Barebone zu nehmen.
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  • Tesetilaro
    da fehlt mir ein brix im vergleich, die gibts sogar mit beamer :D
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  • robberlin
    Zitat:
    da fehlt mir ein brix im vergleich, die gibts sogar mit beamer :D


    Seit wann und wo?

    Ich hab die ZBOX EI-730 - steiles Teil - der direkte Konkurrent vom Brix PRO. natürlich größer aber selbst unter Vollast hinterm Fernseher kaum hörbar und bessere Ausstattung (2 mal LAN, optischer Out)
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  • robberlin
    haha wie cool - 0,6L ist natürlich nur für mini Bildformat aber trotzdem ganz nett ^^
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  • Atrocity
    Irgendwie fehlen mir in dem Test die "NUCs" von Intel. Sau geile Teile, leise & klein.
    Außerdem bekommt man die je nach Anforderung mit dem passenden Prozessor.
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  • thorax
    Ich vermisse in den Tests die in meinen Augen sehr leistungsfähigen Intel NUC Mini-PCs. Gibt es mit diverser Ausstattung und mir gefällt auch das Preis-Leistung Verhältnis. Auch der Treiber-Support und das sehr freundliche Forum hat mich überzeugt. Bin jedenfalls sehr zufrieden.
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  • Tesetilaro
    wie haben sich bei den NUCs die Lüfter entwickelt, die erste generation war mit durch ein fieses lüftergeräusch in Erinnerung geblieben, haben die das inzwischen im Griff?
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  • thorax
    Anonymous sagte:
    wie haben sich bei den NUCs die Lüfter entwickelt, die erste generation war mit durch ein fieses lüftergeräusch in Erinnerung geblieben, haben die das inzwischen im Griff?

    Wie es früher war kann ich nicht beurteilen, meine 3 NUCs sind alle nicht älter als 2 Jahre. Bislang hatte ich keine Probleme mit dem Lüfter bez. Lüftergeräusch.
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  • Tesetilaro
    ich kenne halt nur früher und das pfeiffgeräusch unter last war die hölle - ich gestehe auch gerne zu da´es erste generation war und ich empfindlich bin, sowie das gerät ne montagskiste - aber danach war ich von kleinen lüftern erst mal ne ganze weile geheilt *g*
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  • KalleWirsch
    Mir sind die CPUs der vorgestellten MiniPc zu schwachbrüstig. Der ecs liva core ist der Einzige ohne total kastrrierte CPU. Unter einen i5 5x00 würde ich ehrlich gesagt nix kaufen. Es gibt auch genug Geräte die so ausgestattet sind.
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  • derGhostrider
    Schöner Vergleich...
    Ich habe allerdings eine Anmerkung zum Artikel:
    Ist das Ernst gemeint, dass man durch die Anschaffung eines z.B. 400 Euro teuren Gerätes SPAREN soll im Vergleich zu einem "nicht mehr aktuellen" PC?
    Ich weiß ja nicht... Man muss sich ja keinen alten Pentium D in den Keller stellen!

    Bevor man sonst Strom-MEHRKOSTEN in Höhe von mindesterns 400 Euro produziert hat, vergeht auch recht viel Zeit...
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  • Tesetilaro
    stimmt - ein grob überschlagenes scenario spart mir 2,80 € im Jahr, wenn ich zumindest einen Teil der nutzung von rechenknecht mit 300 Watt im Mittel auf den mini pc mit max 15 watt verlege - aber genau da wo's drauf ankommt, beim zocken, hilft der mini natürlich nicht ;)

    Auf der anderen seite ist es wirklich ein unterschied ob ich den großen oder den kleinen anmache um emails zu checken *g*
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  • Michalito
    Habe mir grade zwei Mini PC aud dem Reich der Mitte kommen lassen, einmal Z8300 2 GB Ram 32 GB MMC 60€, super und einmal i5 U4250 Barebone mit MSata und 2 mal Sata in Vollalu nicht mehr ganz so winzig mit 17 cm Kantenlänge, aber ich bin begeistert. Das Ding gab es für 170€. Testet sowas doch mal gegen die "etablierten"
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  • Bodo
    @tese: da hast du deinen Ziegelstein - wenn auch ohne Beamer
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  • Bodo
    ups, Brix kommt als nächstes. War kurzzeitig verwirrt
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  • fffcmad
    LoL. Ich habe mir gestern die Zotac ZBox CI-323 ins Haus geholt und eine Securepoint Firewall draus gemacht. Und dann taucht bei euch ein Test zu einem aehnlichen Geraet auf :D Zufaelle gibt's xD

    Bzw. wurde der Artikel angezeigt...
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  • gst
    Yop, jibbet. ;) Der Artikel bekam halt ein Update (neues Produkt, der Gigabyte Brix) und wird dann auch wieder nach vorn geholt.
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