Motorola Google Nexus 6 im Test: Großer Wurf, aber auch richtig teuer

Verarbeitung und Ausstattung

Verarbeitung

Mit 184 Gramm ist das Motorola Nexus 6 zwar kein Leichtgewicht, optisch macht es aber einen recht schlanken Eindruck. Hier greift der Hersteller aber wieder zum selben "Trick" wie schon beim Moto X2: Die Rückseite ist gewölbt und verjüngt sich zu den Rändern hin. Damit liegt das mit sechs Zoll sehr große Smartphone immer noch erstaunlich gut in der Hand.

Dazu trägt auch der angenehm gummierte Kunststoff der Rückseite bei. Das Display wird von einer Scheibe aus Corning Gorilla Glass 3 geschützt. Die Verbindung zwischen Vorder- und Rückseite stellt ein metallener Rahmen her - ein Novum für Googles Referenz-Modelle. Der Rahmen sorgt für eine sehr hohe Steifigkeit und Stabilität. Die Verarbeitung liegt insgesamt auf hohem Niveau

Ausstattung

Das kann man mit Fug und Recht auch von der Ausstattung behaupten. Bei Preisen von 600 Euro und mehr darf der Käufer aber auch einiges erwarten. Im Gegensatz zum Nexus 9 von HTC gibt es im Nexus 6 allerdings keinen 64-Bit-Prozessor vom Schlage eines Nvidia Tegra K1. Vielmehr lässt Google das noch aktuelle Top-Modell von Qualcomm verbauen.

Der Snapdragon 805 ist eine sanfte Weiterentwicklung des 800ers, sozusagen die dritte Ausbaustufe. Die auf dem SoC integrierte GPU vom Typ Adreno 420 bringt ebenfalls mehr Leistung als die 330er im Snapdragon 800 und 801. Ein großer Performance-Sprung ist aber nicht zu erwarten. Drei Gigabyte Arbeitsspeicher zählen im Android-Lager zumindest am oberen Ende mittlerweile zum guten Ton. Ebenso wie schnelles WLAN nach 802.11ac und LTE. Das entsprechende Modul erlaubt Downloads mit bis zu 150 MBit/s.

Noch recht ungewöhnlich ist hingegen Bluetooth 4.1. Wichtigste Neuerung ist ein Frequenzfilter hin zum sehr nahe liegenden 2600-MHZ-LTE-Band, was zu geringeren Störungen und damit zu stabileren Datenraten führen soll. Auch die Störungen durch andere Bluetooth-Devices soll 4.1 minimieren. Zudem lässt sich ein Intervall von bis zu drei Minuten festlegen, in dem eine Kopplung aufrecht erhalten wird, auch wenn die Geräte den Funkkontakt zweitweise zueinander verlieren sollten.

Die weitere Ausstattung hält keine Überraschungen bereit. NFC, DNLA und A-GPS vervollständigen die drahtlosen Kommunikationswege. HDMI oder MHL sind leider nicht an Bord. Da bleibt nur der Weg über Miracast.

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