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Motorola Google Nexus 6 im Test: Großer Wurf, aber auch richtig teuer

Motorola Google Nexus 6 im Test: Großer Wurf, aber auch richtig teuer
Von , Armando Degá

Bisher waren zwei Dinge charakteristisch für die Google Referenz-Smartphones: Sie kamen mit der neuesten Android-Version, und sie waren erstaunlich günstig. Ersteres trifft auch auf das Motorola Nexus 6 zu, letzteres leider nicht mehr. Dafür hat Google das 6-Zoll-Gerät aber mit modernster Technik vollgepackt.


Optisch ähnelt das neue Google Smartphone-Flaggschiff dem vor wenigen Wochen erst getesteten Motorola Moto X2 sehr. Vor allem die elegante Biegung der Rückseite zeigt, dass es sich bei den Geräten um enge Verwandte handelt, stammen sie doch beide aus der Produktion von Motorola.

Trotz der äußerlichen Ähnlichkeiten und derselben Produktionsstätte setzt das Nexus 6 aber in nahezu jeder Hinsicht noch einen obendrauf. So ist das Display des Nexus 6 fast sechs Zoll groß und übertrifft das des Moto X2 um fast 0,8 Zoll. Dazu kommt die 4-fache HD-Auflösung; der ungleiche Bruder beherrscht "nur" Full-HD. Identisch ist hingegen die Displaytechnik: AMOLED. Erstmals setzt Google bei seinen "eigenen" Geräten auf einen Metallrahmen. 

Auch bei den inneren Werten hat Google klar das High-End-Segment im Auge. Mit dem Snapdragon 805 verbaut Motorola den derzeit aktuellsten und schnellsten Mobil-Prozessor von Qualcomm. Die gleichen Attribute treffen auf die GPU vom Typ Adreno 420 zu. Obendrein gibt es satte drei Gigabyte RAM und wahlweise 32 oder 64 Gigabyte Flash. Erweiterbar ist der interne Speicher bei Google traditionell nicht.

In punkto Ausstattung lässt es Google bzw. Motorola auch sonst beherzt angehen. Bluetooth 4.1 gibt es bis dato nur in ganz wenigen Smartphones – wenn überhaupt. Dazu kommen schnelles ac-WLAN und rasantes LTE. NFC, DNLA und GPS fehlen natürlich ebenfalls nicht. Im Gegensatz zum Samsung Galaxy Note 4 verzichtet Google aber auf MHL und Infrarot. Zumindest ersteres wäre bei einem High-End-Smartphone schon wünschenswert.

Auch mit der 2-MP-Frontkamera lockt Google niemanden mehr hinter dem Ofen hervor. Dem aktuellen Selfie-Trend wird das Referenz-Smartphone damit jedenfalls nicht gerecht. Da ist die 13-MP-Optik der Rückseite mit ihrem Ringblitz schon zeitgemäßer.

Waren Smartphones aus der Nexus-Serie bis dato zwar meist sehr gut ausgestattet, trafen sie dennoch einen fairen Preispunkt. Geräte mit einem besseren Preis-Leistungs-Verhältnis waren zum Zeitpunkt der Markeinführung meist nur schwer zu finden.

Beim aktuellen Nexus-Modell kann man indes nicht mehr von günstig sprechen: 650 Euro kostet das Nexus 6 mit 32 Gigabyte Speicher, nochmal 50 Euro mehr werden für die doppelte Speicherkapazität fällig - zumindest in Googles Play-Store. Im freien Handel sind es aktuell jeweils 50 Euro weniger. Zum Vergleich: Das Samsung Galaxy S5 mit 16 Gigabyte gibt es aktuell bereits zu Preisen ab gut 400 Euro – mit erweiterbarem Speicher, wohlgemerkt.

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