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Motorola Moto E (2. Gen.): Robuster Günstling mit solider Leistung

Motorola Moto E (2. Gen.): Robuster Günstling mit solider Leistung
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Beim Motorola Moto G2 wird vergleichsweise einfache Hardware von einem massiven Kunststoffkorpus geschützt. Dennoch hat das Smartphone genügend Potenzial, um im mobilen Alltag bestehen zu können.

Aktuell zeichnet sich der Smartphone-Markt durch zwei Trends aus: Die Oberklasse geht preislich immer weiter durch die Decke - das Samsung Galaxy S6 kostet in der Basisversion schon 900 Euro, von Apples Smartphones ganz zu schweigen - und im unteren Preisbereich bis in die Mittelklasse hinein sinken die Verkaufspreise.

Zur letzteren Entwicklung hat Motorola einen nicht unwesentlichen Teil beigetragen. In dem kurzen Zwischenspiel, in dem Google der Eigentümer der Firma war, wurde die Entwicklung von leistungsstarken High-End-Boliden zugunsten von Smartphones mit möglichst gutem Preis-Leistungs-Verhältnis zurückgestellt. Heraus kam dabei zunächst das Moto G, das sich nicht zuletzt auch aufgrund des etablierten Herstellernamens, der für ein Mindestmaß an Qualität steht, wie geschnitten Brot verkaufte.

Und wem das noch zu teuer war, dem wurde kurz darauf das Moto E angeboten, das zwar nicht zu den günstigsten Einsteigern zählte, jedoch eine technische Zusammenstellung präsentierte, die im Alltag einen höheren Nutzwert bot als viele Konkurrenten. Mit der zweiten Auflage des Einsteigers scheint der Hersteller einmal mehr die Maßstäbe verschieben zu wollen.

LTE-Modem für Einsteigerklasse

In einem für die Moto-Serie typischen Gehäuse steckt hinter einem 4,5 Zoll großen qHD-Display ein Qualcomm Snapdragon 410 mit vier 1,2 GHz schnellen Cortex-A53-Kernen, denen ein ein Gigabyte großer Arbeitsspeicher zur Seite steht. Der Datenspeicher ist mit acht Gigabyte nicht wirklich groß, kann allerdings mit microSD-Karten aufgerüstet werden.

Wie bereits der Vorgänger setzt der Hersteller auf eine 5-MP-Kamera auf der Rückseite, die Auflösung an der Front beträgt mickrige 0,3 Megapixel. Und immerhin ist ein LTE-Modem an Bord, auch wenn WLANs lediglich nach b/g/n-Standard genutzt werden können. Für einen Verkaufspreis von rund 120 Euro kann man aber auch kaum mehr erwarten.

Klassisches Android ohne Anpassungen

Noch bei seinen Razr-Modellen galt Motorola hinsichtlich der Update-Politik als schlicht und ergreifend als schlampig: So wurde das Razr einen Tag vor dem Galaxy Nexus und damit vor Android 4.0 präsentiert, musste jedoch mehr als 1,5 Jahre auf eine Aktualisierung auf diese Version des Betriebssystems warten.

Ganz anders die Moto-Modelle: Von Anfang an wurden diese stets mit der aktuellsten Variante bedacht und erhielten auch reglmäßig Updates. Dies ist beim Moto E nicht anderes, auch wenn noch die Version 5.0.2 und nicht Android 5.1 installiert ist. Doch selbst erstere ist bei vielen höherwertigeren Mittelklasse-Modellen nicht unbedingt Standard.

Dem Betriebssystem selbst wird dabei keine übermäßige Beachtung geschenkt: Zum Einsatz kommt ein Basis-Android, das von einer Hersteller-eigenen Oberfläche verschont bleibt. Das bedeutet aber auch, dass das Angebot an zusätzlichen Apps eher schmal ausfällt. Neben dem Google-Standardprogramm gibt es noch einen Migrationsdienst, der allerdings auch auf dem in Android integrierten Service basiert, sowie ein als Moto bezeichneter Assistenzservice.

Zum Schluss noch kurz die technischen Daten des Smartphones, bevor wir tiefer in die Details gehen.

2 Kommentare anzeigen.
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  • NLTL , 4. Juni 2015 10:34
    Hallo Matthias
    Was ist denn nun richtiger beim RAM? Die Tabelle aus Abschnitt 1 oder
    der Text aus Abschnitt 3?

    Technische Daten

    Arbeitsspeicher : 2048 MByte

    Denn ein Arbeitsspeicher mit einer Größe von einem Gigabyte ist auch bei leistungsschwächeren Geräten nicht mehr wirklich zeitgemäß.
  • matthias wellendorf , 4. Juni 2015 11:22
    Der Fehler ist in der Tabelle. Das Moto E2 hat einen Gbyte RAM.