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mSATA-SSDs im Test: Hohe Performance auf kleinstem Raum

mSATA-SSDs im Test: Hohe Performance auf kleinstem Raum
Von , Achim Roos

mSATA-SSDs sind mit ihrem Miniatur-Format die idealen Komponenten für Netbooks und kompakte mobile Endgeräte. Unser Test zeigt außerdem, dass sie auch so schnell sind wie ihre 2,5-Zoll-Kollegen.

Vor ein paar Jahren waren Formfaktoren im Speichersegment noch streng nach Anwendungsgebiet aufgeteilt. 3,5-Zoll-Festplatten fanden sich in Servern und Desktop-Rechnern, ihre 2,5-Zoll-Pendants waren für Notebooks bestimmt und noch kleinere Datenträger wie 1,8-Zoll-Laufwerke oder das 1 Zoll messende IBM Microdrive kamen in mobilen Lösungen und Consumer-Endgeräten zum Einsatz. Mittlerweile kann man den Formfaktor nicht mehr zwingend einem bestimmten Gerät oder Einsatzzweck zuordnen, da die strikte Abgrenzung in dieser Form nicht mehr existiert. So haben 2,5-Zoll-Laufwerke durch ihre Kombination aus hoher Speicherdichte, Performance und Leistungsaufnahme inzwischen die Profi-Domäne erobert und sich zum Beispiel im Serverbereich etabliert. Außerdem sitzen in Desktop-Rechnern nicht mehr wie vormals selbstverständlich nur 3,5-Zoll-Festplatten, sondern immer häufiger SSDs im 2,5-Zoll-Format, entweder als schnelles Boot-Laufwerk oder sogar als einziger Datenträger.

Bei SSDs setzt sich das gleiche Spiel fort, denn obwohl die Flash-Laufwerke derzeit fast ausschließlich im 2,5-Zoll- oder sehr selten auch im 3,5-Zoll-Format daherkommen, drängen nun alternative Formfaktoren wie mSATA auf den Markt. Der im Jahr 2009 verabschiedete mSATA-Standard (mini-SATA) wurde von Samsung und der JEDEC ins Leben gerufen, hat allerdings nichts mit micro-SATA zu tun, das lediglich eine kleinere Ausgabe des physischen Interface verwendet. mSATA verwendet stattdessen einen Mini-PC-Express-Anschluss, setzt aber auf das herkömmliche SATA-Protokoll mit Bandbreiten von bis zu 6 Gb/s. Die mSATA-Winzlinge sind daher kompatibel zu jeder Plattform, die SATA-Festplatten unterstützt und lassen sich dort über einen SATA-Adapter problemlos anschließen.

Zu den bereits erhältlichen mSATA-SSDs gehören zum Beispiel die Intel SSD 310 und die Samsung MZMPA064. Auch das Apple Macbook Air der Serie 2010 setzt intern auf mSATA, wenngleich es ein anderes Format als das von Samsung und der JEDEC verabschiedete verwendet. Neben der bereits getesteten Samsung MZMPA064 haben wir uns für diesen Test zwei weitere mSATA-SSDs ins Labor geholt, die Micron RealSSD C400 mSATA und die Renice X3. Abgesehen von ihren Mini-Abmessungen fallen die mSATA-Laufwerke gegenüber herkömmlichen SSDs auch mangels Gehäuse sofort ins Auge. Im Prinzip handelt es sich bei ihnen um eine Steckkarte, mit der man ohne passendes Host-System wenig anfangen kann. Für den Test haben wir deshalb einen mSATA-auf-2,5-Zoll-SATA-Adapter benutzt.

Alle 11 Kommentare anzeigen.
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  • Anonymous , 5. Juni 2012 13:22
    Ist schon erstaunlich was man heute auf so eine Schnittstelle quetschen kann!
    Interessanter Test!
  • irgendwas@1346166517@guest , 5. Juni 2012 13:53
    Jetzt müsste es nur noch Laptops geben die nen msata port haben...
    Wäre gekauft
  • KingKone@guest , 5. Juni 2012 16:08
    shut up and take my money
  • Kbrot@guest , 5. Juni 2012 16:45
    @irgendwas@Guest

    one hat einen Laptop, den ich mir derzeit zusammenbastel, und eben eine mSata schnittstelle hat. Da ich deren mitgelieferten Platte nicht über den Weg trau, ist das hier perfekt. Bei mir ist das "wäre" ein "wird"
  • Kaifuerst@guest , 5. Juni 2012 17:05
    Das Lenovo Thinkpad edge e520 hat so eine Schnittstelle (intel-sb-Version)...
    Bis auf die miese Bildschirmauflösung erstaunlich gut und günstig!
  • MPa@guest , 5. Juni 2012 18:10
    Bis jetzt hatten alle Lenovos, die mir so über den Weg gelaufen sind (X, T, Edge) diese Schnittstelle...
  • Wutbürger@guest , 5. Juni 2012 19:04
    Hallo
    Wie dick sind die beiden?
    Im Testbericht steht mehrmals 50x30x38, Bild sieht eher nach 50x30x3,8 aus.
    Danke.
  • mbinder , 6. Juni 2012 12:24
    Die Höhe beträgt 3,8 mm (Micron) bzw. 3,5 mm (Renice). Da ist uns jeweils ein Komma verloren gegangen. Habe es entsprechend korrigiert. Danke für den Hinweis.
  • Berserkus , 6. Juni 2012 23:49
    Ich frag mich warum bisher noch keiner bei den Dingern auf die Idee gekommen ist zusätzlich noch WLAN N darauf zu integrieren, ist doch schließlich so das der eine Platz, in Notebooks, meistens dafür genutzt wird.

    Ich währ defakto ein Kandidat für so eine Kombi mit 128GB, ich brauch wenigstens 500GB Plattenplatz und so eine große SSD ist halt noch viel zu teuer.
  • Berserkus , 6. Juni 2012 23:50
    Wutbürger@GuestHalloWie dick sind die beiden?Im Testbericht steht mehrmals 50x30x38, Bild sieht eher nach 50x30x3,8 aus.Danke.


    Aber grade bei Lenovo hat diese Schnittstelle meistens einen BIOS Block, so das NUR die eigenen WLAN Karten dort eingesetzt werden können.
  • visualxxx@guest , 11. Juli 2012 10:32
    Also die W520 Serie hat das Problem nicht.
    Hier ist nur die wahl zu Treffen zwischen mssd oder WWAN (UMTS)
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