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NAS mit Atom D2700: Synology DS412+ und Thecus N4800 im Kurztest

NAS mit Atom D2700: Synology DS412+ und Thecus N4800 im Kurztest
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Synology und Thecus haben mit dem DS412+ und N4800 4-Bay-NAS-Geräte im Programm, die auf Intels Atom D2700 als Prozessor setzen. Dabei konnten beide Geräte in unserem Test in verschiedenen Kategorien überzeugen.

Vor etwas mehr als zwei Jahren hatten wir die ersten NAS-Geräte mit Intels Dual-Core Atom-CPU D510 im Test. Qnap TS-459 Pro und Thecus N4200 zeigten damals, dass die dritte Generation der Atom-CPUs eine solide Basis für NAS-Geräte ist und sich damit auch höhere Datenübertragungsraten im Netzwerk realisieren lassen als z.B. mit einem damals gängigen Marvell Kirkwood mv6281 ARM-Prozessor oder einer Freescale MPC8533 CPU (PPC-Architektur).

Bei der weiteren Entwicklung der Atom-Prozessoren vom Intel Atom D510 zum Intel Atom D525 war unsere Begeisterung geringer. Wie sich bei einem Vergleich der Qnap-Geräte TS-559 Pro (Atom D510) und TS-559 Pro+ (Atom D525) zeigte, ergaben sich durch den neuen Prozessor nur marginale Geschwindigkeitsvorteile bei den Datenübertragungsraten.

Die Entwicklung bleibt aber nicht stehen, und bei Intel hat man Ende 2011 die Atom-Prozessoren der Cedarview-Serie präsentiert. Im Unterschied zu den Pineview-Prozessoren D510 und D525, deren Herstellung noch im 45-nm-Verfahren stattfand, werden Cedarview-CPUs nun in 32 nm gefertigt. Hierdurch sank die maximale TDP von 13 Watt (Pineview) auf 10 Watt (Cedarview), und die Modelle N2600, N2800 und D2700 haben den Grafikkern GMA 3650 spendiert bekommen. Vor allem der Intel Atom D2700 wird aufgrund seiner hohen Taktrate von 2,13 GHz gerne in NAS-Geräten eingesetzt, und so mancher NAS-Hersteller nutzt den integrierten Grafikkern auch und stattet das Gerät mit einer HDMI-Schnittstelle aus. Ob dies bei einem NAS-Gerät sinnvoll ist oder nicht, das sei hier einmal dahingestellt. War zudem die Verwendung von DDR3-Speicher beim Atom D525 noch optional, so ist dies bei Cedarview-Prozessoren nun ein Muss.

Für aktuelle Produkte von NAS-Herstellern wie Synology und Thecus bedeutet dies, dass man sich vom Atom D525 mehr oder weniger verabschiedet und nun den Atom D2700 einsetzt. Kurioses Detail am Rande: Intel hat zwischenzeitlich den im 3. Quartal des letzten Jahres vorgestellten Atom D2700 abgekündigt, während der ältere Atom D525 auch noch weiterhin verfügbar ist.

Stellt sich die Frage ob sich für die Hersteller und vor allem die Kunden der Umstieg von D525 auf D2700 lohnt. Stellvertretend für Geräte mit Atom D2700 CPU haben wir uns das Synology DS412+ sowie das Thecus N4800 ins Labor geholt und einen Blick auf deren Ausstattung, Merkmale und natürlich die Datenübertragungsraten geworfen.

Alle 5 Kommentare anzeigen.
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  • Anonymous , 19. Juli 2012 12:45
    Im Preis unterscheiden die sich ja kaum noch ich würde dann zur Thecus N4800 greifen.
  • Marauder , 19. Juli 2012 15:15
    Irgendwie sind mir die NAS unangemessen teuer... für 150€ weniger bekommt man einen leistungsstärkeren HP MicroServer N40L, den man mit Windows Home Server auch prima betreiben kann.

    Ne Drobo mit 5 Platten wäre evtl. auch interessant... aber wohl nicht so performant und auch nicht günstiger...

  • echoez , 19. Juli 2012 21:44
    "Dennoch darf die Frage gestellt werden, ob es sinnvoll ist, ein NAS-Gerät mit dieser Ausstattung als Mediaplayer zu verwenden und an den Fernseher zu klemmen."
    Von mir ein klares ja :D 
  • echoez , 19. Juli 2012 21:50
    Perfekt wäre die CEC Unterstützung via HDMI für Fernbedienungssignale vom TV..
    TV Fernbedieung auf DVD-Steuerung gestellt, Menü offnen,Film wählen, wiedergeben. Fettisch!
  • Humppa@guest , 21. Juli 2012 10:35
    Wäre ja mal schön zu sehen wie die Performance der neuen Geräte beim Verschlüsseln ist.
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