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Atomgetrieben: Thecus N4200 und QNap TS-459 Pro

Atomgetrieben: Thecus N4200 und QNap TS-459 Pro
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Intels neue Dual-Core Atom-Prozessoren sollen nicht nur Netbooks zu mehr Leistungsfähigkeit verhelfen. Die neuen Pineview-Prozessoren finden sich auch in NAS-Geräten verschiedener Hersteller. Wir haben zwei Vertreter in unserem Labor untersucht.

Intel hat mit der Einführung der Prozessoren der Atom-Reihe fast schon eine kleine Revolution ausgelöst und die Einführung einer neuartigen Computerkategorie zumindest begünstigt - nämlich die der Netbooks und Nettop-PCs. Entwickelt für den Einsatz in energiesparenden und preisgünstigen Systemen finden sich die Intel Atom-CPUs der mittlerweile dritten Generation neben den genannten Geräten auch vermehrt in günstigen Servern wie zum Beispiel NAS-Geräten.


In einem früheren NAS-Geräte-Test haben wir mit dem Certon smartRAID schon mal ein NAS-Gerät mit Atom-CPU getestet. Die Basis dieses NAS-Geräts bildete jedoch noch ein Atom 330 der auf den Namen »Diamondville« getauften zweiten Generation an Atom-CPUs. Auch wenn im Certon smartRAID noch dieses ältere CPU-Modell zum Einsatz kam, das immerhin bereits Ende 2008 vorgestellt wurde, konnte das Gerät bei den Datenübertragungsraten überzeugen. Die Erwartungen an die NAS-Geräte, die auf die neuen Pineview Atom-Prozessoren der dritten Generation setzen, sind daher entsprechend hoch. Denn bei dieser Art von Speichergeräten werden aus Kostengründen meist keine Hardware-RAID-Controller verwendet, weshalb die XOR-Berechnungen für verschiedene RAID-Modi alleine vom Hauptprozessor ausgeführt werden. Daher hängt die Datenübertragungsrate in nicht unerheblichem Maße von der Leistungsfähigkeit der CPU ab.

Pineview - Was ändert sich?

Betrachtet man die Taktraten der älteren Diamondville-CPUs und vergleicht diese mit denen der neueren Pineview-Prozessoren, dann wird man keine großen Unterschiede ausmachen können. Taktete ein Dual-Core Atom 330 noch mit 1.600 MHz kommt ein Atom D510, der ebenfalls über zwei Kerne verfügt auf 1.660 MHz. Der L2-Cache hingegen ist mit einer Größe von 1 MB gleich geblieben und beide CPUs werden im 45nm-Verfahren hergestellt. Die größten Änderungen erfuhren die Pineview-Prozessoren bei der Grafik- und Speicheranbindung. 

Wie bei den verschiedenen Clarkdale Desktop-CPUs wanderte auch beim Atom sowohl Grafikeinheit als auch Speichercontroller in den Prozessorkern. Dadurch steigt zwar die TDP des Prozessors an, die Leistungsaufnahme des Gesamtsystems sollte dadurch jedoch verringert werden. Denn durch die Integration der Grafikeinheit und des Speichercontrollers musste auch ein neuer Chipsatz entwickelt werden, der Intel NM10 Express Chipsatz, der technisch gesehen lediglich die Funktionen einer Southbridge erfüllt. Lag die TDP des Intel 945GC-Chipsatzes für die Atom 230 und 330 Prozessoren noch bei 22 Watt, so konnte diese für den neuen NM10 Express Chipsatz auf etwa 2 Watt gesenkt werden. Die Gesamt-TDP von Prozessor und Chipsatz liegt bei einer Kombination aus Atom 330 CPU und 945GC-Chipsatz bei 30 Watt wohingegen ein Pineview Atom D510 inklusive NM10 Express Chipsatz nur noch auf etwa 15 Watt TDP kommt. Allerdings muss angemerkt werden, dass der NM10 Chipsatz für NAS-Geräte relativ ungeeignet ist, da er lediglich zwei SATA-Ports bietet. Daher kann man erwarten, dass NAS-Geräte Hersteller bei der Anbindung der Festplatten auf andere Lösungen setzen.

Welche Leistungsaufnahme sich dadurch für ein NAS-Gerät ergibt und welche Datenübertragungsraten unter Verwendung eines neuen Pineview Atom D510 Prozessors erwartet werden dürfen, haben wir anhand zweier Geräte von Thecus und Qnap genauer untersucht. In Einzelnen sind dies das Thecus N4200 und das Qnap TS-459 Pro, die beide seit dem ersten Quartal 2010 verfügbar sind.

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Beispiel: Notebook, Festplatte, Speicher

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  • fffcmad , 8. April 2010 20:21
    10GBit Netzwerkkarte nachruesten? Der Atom kriegt unter Linux mit Muehe und Not vieleicht einen Gigabit ausgespuckt, eher weniger.
  • seberlin , 8. April 2010 21:29
    Hey!

    Danke für den Test! Hat jemand eine Idee wie die Leistungsunterschiede erklärbar sind wenn beide den gleichen Raid-COntroller verwenden? Ist die Backup-Software unterschiedlich eingestellt (Komprimierung)? Aber was dann bei Video Record z.B. im Raid 5?
  • Idleking , 9. April 2010 11:42
    >500 (bzw. 750) Euro find ich für ein Gerät ohne Festplatten doch deutlich übertrieben. Für den Preis kann man sich auch selbst ein Datengrab inkl. Festplatten basteln - denn bis sich die Ersparnis der Stromkosten dann amortisiert, ist man wahrscheinlich längst Würmerfraß.
  • fffcmad , 9. April 2010 11:52
    Nur das man sich noch mit Linux und Samba befassen muss. Fuer Windows wirds ein wenig eng mit der CPU-Leistung, da werden wohl nur maximal 40MB/s ueber das LAN-Kabel rueberwandern, eher weniger. Vielleicht kann man mit Vista oder Win7 mehr Netzwerkdurchsatz ziehen, aber das waere dann Overkill.
  • mareike , 9. April 2010 12:40
    für 750 Euro muss ja auch kein atommüll im Rechner/nas sein. dann geht auch nen windows.
    ich schaff übers kabel von Rechner zu Rechner (direkt) (1Gbit+cat6e) zwischen 45-55 MB/S (grosses mp3 paket)

    was mir nicht einleuchtet für was zb 4 platten verbaut werden, wo der flaschenhals
    1 gbit netzwerk eine platte schon ausbremst (also für raid1 max 2 platten )?
  • Anonymous , 11. April 2010 16:11
    Habe das Thecus N4200 Gerät (mit 4*2TB RAID 10), bin aber (noch?) nicht "happy":
    - ZFS (für mich DAS Kriterium für das Thecus-Gerät) ist wahnsinnig langsam (Mit welchem Dateisystem wurden obere Tests durchbeführt?)
    - Der Support reagiert auf keine Anfragen (Support-Seite sieht zwar gut aus, geöffnete Tickets bleiben aber offen). :-(
    - In diversen Foren ist das N4200 noch nicht gelistet.
  • seberlin , 11. April 2010 20:30
    wenn wir schon dabei sind:
    welche Festplatten wurden für den Test in den NAS-Geräten verwendet?
    1 Gbit ist auch nicht wirklich ein Flaschenhals wie hier teilweise behauptet wird.. die Teile haben nicht umsonst 2 Ports und über einen NIC sind durchaus 80-100 Mb/s drin da muss man erst mal Festplatten finden die das ohne Raid im Durchschnitt schauffeln.
  • fffcmad , 11. April 2010 21:31
    Zitat :
    wenn wir schon dabei sind:
    welche Festplatten wurden für den Test in den NAS-Geräten verwendet?
    1 Gbit ist auch nicht wirklich ein Flaschenhals wie hier teilweise behauptet wird.. die Teile haben nicht umsonst 2 Ports und über einen NIC sind durchaus 80-100 Mb/s drin da muss man erst mal Festplatten finden die das ohne Raid im Durchschnitt schauffeln.


    Wenn die CPU mitmacht...
  • seberlin , 19. April 2010 08:08
    Das ist wirklich traurig das sich hier niemand der glaubt das er für den Test verantwortlich ist zu den gestellten Fragen äussert. Dann nennt es doch bitte nicht Test sondern Produktvorstellung.. dann fragt auch keiner nach.
  • Anonymous , 22. Juni 2010 14:08
    Hallo,
    wäre es denn ratsam, das Qnap z.B. über eSata anzuschließen? Ich bin Fotograf und suche nach einer entsprechend schnellen Lösung. Zurzeit habe ich noch ein easyraid mit 4 x 1TB WD Re3 im Raid 5, (bald voll), das mir laut HDTune konstant 65 MB/sec liefert - schneller wäre aber besser! Auch weiß ich nicht, ob mein easyraid mit 2TB-HDDs zurecht käme, daher schaue ich schonmal nach Alternativen...
  • mareike , 8. Juli 2010 12:25
    wenn ein esata anschluss da ist dann benutze den auch. ich bearbeite meine fotos von einer ssd aus. das laden geht flott damit.

    bearbeitest du die fotos "auf dem nas" oder ists nur die datensicherung ?


    :) 
  • mcieslok , 28. Dezember 2010 22:47
    Stromverbrauch - kleine Milchmädchenrechnung

    PC mit 4 Festpatten - ca. 400 Watt / Std.
    Qnap TS-459 mit 4 Festplatte - 40 Watt / Std.

    1KW/Std. ca 0,16 Euro

    Na ?????????????????????????

    Da ist die Armotisation schneller da als man denkt.
  • fffcmad , 29. Dezember 2010 08:08
    LOOOL. 400Watt die Stunde? Wasn das fuer ein Monster?
  • r0nald , 2. Mai 2011 09:10
    400 watt ein PC als NAS, niemals...