Angst vorm iPhone 8: Hersteller füllen Lager mit Speicher

Die wachsenden Speichergrößen von Flashspeichern, die in Notbooks, Tablets verwendet werden, sorgen bereits aktuell für eine angespannte Versorgungslage auf dem Markt. Viele Speicherhersteller führen derzeit neue Produktionstechnologien ein, mit denen leistungsfähigere Chips bewerkstelligt werden sollen, die allerdings immer komplexer werden und damit höhere Anforderungen an die Produktion selbst stellen. Gerade kleinere Speicherhersteller haben derzeit noch Schwierigkeiten die gewünschten Ausbeuten zu erzielen.

Mit dem Produktionsstart des kommenden iPhone 8 könnte sich die Situation weiter verschärfen, denn aufgrund der hohen Verkaufszahlen, die mit dem Smartphone für gewöhnlich verbunden sind, werden mehr Speicherchips benötigt. Apple besitzt als Großabnehmer eine hohe Attraktivität und versteht es seit Jahren sich rechtzeitig gegen Engpässe bei Komponenten abzusichern. Auch Samsung - selbst Speicherhersteller - weiß seine Produktion aufrechtzuerhalten.

Andere Hersteller haben allem Anschein nach damit begonnen Lagerbestände aufzubauen, um auch bei Versorgungsengpässen ihre Produktion sicherstellen zu können. Wieder andere sollen mit Chipfabrikanten sechsmonatige Lieferverträge abgeschlossen haben, bei denen höhere Preise akzeptiert worden sein sollen als bei den sonst üblichen Monats- oder Quartalsverträgen.

Dennoch dürfte nicht jeder Hersteller die gewünschte Menge an Speicherchips bekommen - und sich unter Umständen genötigt sehen, mit weniger Speicher auskommen zu müssen. Auf eine nochmals andere Strategie scheint Huawei gekommen zu sein: Die Chinesen sollen P10 schnelle und langsame Chips miteinander vermischen.