NEC will klassischen RAM und Flashspeicher ablösen
Noch längst sind aktuelle Technologien für die Herstellung von Speicherbausteine nicht ausgereizt, da entbrennt zwischen den Herstellern schon der Kampf um die zukünftige Architektur der Speicherchips.
Nachdem HP vor kurzem seine auf Basis von Memristoren arbeitenden ReRAM-Bausteine vorgestellt hat, zieht nun NEC nach und präsentiert CAM, Content Adressable Memory, mit dem der japanische Hersteller langfristig sowohl den klassischen Arbeitsspeicher als auch Flash-Speicher ersetzen möchte. Dieser funktioniert prinzipiell auf der Basis eines MRAMs (Magnetoresitiver RAM), der eine „magnetische Mauer“ besitzt, die sich bewegen kann und somit bestimmte Zonen mit unterschiedlichen Zustandseigenschaften voneinander trennen kann (siehe Grafik).
Mit Zugriffszeiten von etwa fünf Nanosekunden ist der Speicher in etwa gleich schnell wie klassischer Arbeitsspeicher – Flashspeicher genehmigt sich etwa eine Millisekunde. Der große Vorteil dieses Speicherprinzips liegt in der Nichtflüchtigkeit des Speichers. Das bedeutet, dass die Informationen auch nach Abschalten des PCs behalten werden. Langwierige Ladeprozesse, in denen benötigte Daten aus Speichern wie Festplatten oder SSDs ausgelesen werden müssen, entfallen somit.
Bisher nehmen derartige Speicherchips bei einer Strukturbreite von 90nm allerdings erst 16 Kilobit auf. Es wird also noch ein wenig Entwicklungsarbeit nötig sein, bis sich solche Chips massenhaft in Notebooks und PCs wiederfinden.
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Ähh... ...nein!
NAND Flash hat eine Zugriffszeit im Bereich von ca. 50ns-500ns (je nach Typ), NOR Flash ist sogar noch ein bisschen schneller. Das wären dann 0,00005 - 0,0005 ms...
Was der Flashcontroller z.B in SSDs daraus macht, steht natürlich auf einem anderen Blatt...