Netflix setzt nun komplett auf Amazon-Server

Neben dem Versandhandel hat Amazon ein zweites, weniger bekannter Geschäftsfeld für sich erschlossen, dessen Ausmaß erst bei einem größeren Ausfall der Amazon Web Services erkennbar wird: Neben Dropbox zählen etwa Adobe, Zynga, der Time Inc.-Medienkonzern und das NASA-Marsprogramm zu den Kunden der Cloud-Struktur des Versandriesen. Im letzten Quartal 2015 konnte Amazon mit den Web Services ein operatives Einkommen von fast 700 Millionen Dollar generieren. 

Nun hat auch der Streamingdienst Netflix eigenen Angaben zufolge nach sieben Jahren die Integration in die Amazon Web Services abgeschlossen, die Streaming-Inhalte selbst jedoch werden weiterhin per Netflix Open Connect ausgeliefert. 

Netflix-Vice-President Yury Izrailevsky beschreibt in einem Blogeintrag, dass sich das Streaming-Aufkommen seit Dezember 2007 vertausendfacht habe. Ein entsprechend schneller Aufbau der Serverstruktur wäre für Netflix schlicht nicht finanzierbar gewesen. Die Cloud-Integration bietet sowohl geringere Kosten als auch eine höhere Verfügbarkeit. Im Zuge der Integration musste Netflix zudem tiefgreifende Veränderungen in der Datenstruktur vornehmen und setzt nun statt einer eine monolithischen App hunderte Mikrodienste ein. 

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