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Antec HCP-1300 Platinum

Vergleichstest: Fünf High-End-Netzteile mit 1200 bis 1500 Watt
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Eines haben alle Geräte in diesem Roundup gemeinsam: Es handelt sich um das Top-Modell des jeweiligen Herstellers. Das gilt auch für das Antec High Current Pro mit 1300 Watt - mehr Leistung bietet keines der Netzteile bei Antec. Und auch beim Wirkungsgrad ist das HCP-1300 top: Platinum steht auf dem 80 Plus-Logo. Damit liegt es in Sachen Leistung und Preis im Mittelfeld der fünf Testgeräte.

Den kleineren Bruder mit 850 Watt und ebenfalls einer Platinum-Einstufung hatten wir bereits Ende 2013 im Test. Das Antec High Current Pro HCP-850 Platinum konnte uns in vollem Umfang überzeugen: Verarbeitung, Leistung, elektrische Qualität – alles auf höchstem Niveau. Zudem arbeitet der Lüfter angenehm leise. Lediglich eine hybride Lüftersteuerung hätte man sich vielleicht wünschen können.

Die gibt es auch beim Top-Modell nicht. Dafür etwa 50 Prozent mehr Leistung bei identischem Wirkungsgrad – zumindest auf dem Papier. Auch das 1300-Watt-Modell verfügt über vier 12-Volt-Rails, die jetzt jeweils bis zu 50 Ampere Strom verkraften sollen. Beim 850er waren es noch 40 Watt je Schiene.

Auch bei der Ausstattung hat sich etwas getan: Das Topmodell bietet ganze zehn PCIe-Anschlüsse im 6+2-Format, was für die Bitcoin-Gemeinde von Interesse sein dürfte. Dazu gibt es zwei CPU-, neun SATA- und sechs Molex-Stecker. Und wem die 1300 Watt nicht reichen, der kann per OC Link zwei Netzteile zusammenschalten und damit die Leistung sogar noch verdoppeln.

Ein vollmodulares Kabelmanagement ist in dieser Preis- und Leistungsklasse fast schon obligatorisch. Die Rundkabel sind vollummantelt, die sichtbaren Enden der einzelnen Adern zusätzlich schwarz eingefärbt - "Stealth-Kabel" nennt das Antec. Die Länge der Kabel reißt allerdings in dieser Preisklasse keinen vom Hocker – erst recht nicht angesichts der zahlreichen Anschlüsse. So sitzen etwa alle zehn PCIe-Stecker zwischen 55 und 65 Zentimeter vom Netzteil entfernt.

Nichts geändert hat sich an der tadellosen Verarbeitung und der hochwertigen Materialauswahl des Netzteils.

Antec HCP-1300 Platinum
AC Input:110-240V, 50-60 Hz
DC Output:+3.3V+5V+12V (#1)+12V (#2)+12V (#3)+12V (#4)-12V+5Vsb
25 A25 A50 A
50 A50 A50 A0.5 A3 A
Individual Output:     6 W15 W
Rail Utilization:SysSysCPU & VGA
Combined Output:130 W1300 W
Total Continuous Output:1300 W
Peak Output:1500 W

Effizienz gemäß 80 PLUS Spezifikation

Effizienz anhand von Leistungsprofilen

Auf unserem Test-Parcours gerät das Antec HCP-1300 dann aber leider bereits bei der ersten Disziplin ins Stolpern. Unter Volllast erreicht das Netzteil nicht den für 80 Plus Platinum geforderten Wirkungsgrad von 89 Prozent. Mehr als 87,5 Prozent konnten wir dem 1300-Watt-Netzteil nicht entlocken- auch mit einem zweiten Gerät nicht. Damit können wir diese Differenz auch nicht mehr als Messtoleranz durchgehen lassen.

Auch bei mittlerer Last ist das Ergebnis mit 91,8 Prozent denkbar knapp, immerhin sind 92 Prozent gefordert. Das geht aber aus unserer Sicht noch in Ordnung. Bei 20 Prozent Last hält Antec den Grenzwert indes locker ein. Erstmals messen wir den Wirkungsgrad auch bei zehn Prozent der Maximallast. Eine entsprechende Vorgabe macht Ecova zwar erst für Netzteile mit Titanium-Einstufung, aber interessant ist dieser Wert in diesem Roundup für alle Geräte – einfach, um einen Vergleich ziehen zu können. Beim Antec HCP-1300 steht da noch ein Wirkungsgrad von 87,7 Prozent zu Buche. Je geringer der Lastabruf wird, desto stärker bricht die Effizienz ein. Bei 50 Watt errechnen wir noch einen Wirkungsgrad von gerade einmal 75,6 Prozent. Aber für eine derart geringe Last sind diese Boliden einfach nicht gemacht.

Obwohl das Antec-Netzteil mit über 22 Millisekunden eine sehr ordentliche Holdup-Time erreicht, kommt es in diesem Umfeld damit nur auf den vorletzten Rang - die Konkurrenz ist einfach extrem stark. Bei der Standby-Leistungsaufnahme markiert das HCP-1300 hingegen mit 1,28 Watt den Spitzenwert, dicht gefolgt vom übrigen Testfeld. Bei den Messungen von Ripple & Noise zeigt sich ein sehr harmonischer Spannungsverlauf, zudem liegen die Rippelströme weit unterhalb der Grenzwerte.

Der Absatz zum Betriebsgeräusch fällt beim Antec HCP-1300 kurz aus: Der Lüfter dreht sich permanent, arbeitet aber mit einem Schalldruck von nur 30,7 dB(A) in allen getesteten Lastzuständen (40, 200, 600 Watt) sehr leise.

Aufs PCB geschaut

Alle Antec-Netzteile der HCP-Serie werden bei Delta priduziert, einem der aktuell besten Netzteilhersteller. Wie in dieser Preisklasse nicht anders zu erwarten, handelt es sich um ein sehr modernes Design mit einer Full-Bridge-Topologie, LLC-Konverter und DC-DC-Technik. Zudem werden nur hochwertigste Komponenten verbaut. Die Kondensatoren etwa stammen allesamt von japanischen Zulieferern, wir konnten die Logos von RubyCon und Nippon Chemi-Con erkennen. Die Lötqualität ist hoch, auch wenn wir da schon Besseres aus dem Hause Delta gesehen haben.

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  • derGhostrider , 28. Juli 2014 11:33
    Ich bin zwar ein Freund von Enermax, aber das Platimax scheint einfach nicht mehr auf dem Stand der Technik zu sein!

    Auch wenn Single-Rail-Designs etwas effizienter arbeiten können als Multi-Rails, so würde ich mir von Enermax doch mehr wünschen: Schaut mal bei Corsair, wie die Ripple & Noise hinbekommen haben. Schau mal bei der Konkurrenz, wie die Hold-Up-Time auf 30ms gebracht wurde!
    Und bei der Effizienz ist auch noch etwas Spielraum nach oben!

    ---

    Der Testbericht ist wirklich gut, aber es gibt auch ein paar Stellen, an denen noch gefeilt werden kann:
    Zitat :
    ... arbeitet aber mit einem Schalldruck von nur 30,7 dB(A) in allen getesteten Lastzuständen (40, 200, 600 Watt) sehr leise.

    Ihr testet die Lautstärke von Netzteilen in einer Leistungsklasse von 1200 W bis 1500 W bei "bis zu 600 W"?
    Und was ist bei 1000W, 1200W oder sogar 1500W, sofern vom Netzteil unterstützt?
    Fliegen einem dann die Ohren weg, oder soll der Test animieren, dass man sich solche Netzteile nur dann kauft, wenn man sie überhaupt nicht benötigt?

    Multi-Rail ist, so ganz nebenbei, nicht nur "ich finde das aber besser". Es gibt Spezifikationen für Mainboards, die zwingend ein Multiraildesign vorschreiben.
    Irgendwelche single-rail Netzteile sind dann schlichtweg ungeeignet. Im Test klingt das aber leider so, als wenn multi-rail Netzteile sinnlos wären und man sich wer weiß was für Gedanken über die Aufteilung der Rails machen müsste.
    ... bei theoretischen 600W pro 12V Schiene (Antec) muss sich niemand großartige Gedanken machen! CPUs und MB liegen für gewöhnlich auf, vom Rest getrennten, Schienen, die anderen, also mindestens zwei, sind dann noch verfügbar. Soviele Grakas kann man doch gar nicht im System verbauen, dass das an den zur Verfügung stehenden Anschlüssen knapp werden könnte.
    Und selbst bei 32A pro 12V... 380 Watt. Die Anschlüsse werden, selbst wenn ich nun nicht ins Handbuch schaue, wohl über die 6(!) Schienen verteilt sein.
    Wodrüber soll man sich noch gleich Gedanken machen, wenn man pro Schiene mehr Leistung zur Verfügung hat, als es in einem "normalen Desktop" für das gesamte System nötig ist?

    Es wäre m.E. passender gewesen, wenn man das multi-rail-Design als positive Eigenschaft genannt hätte, die eben leider den Nachteil der etwas geringeren Effizienz mitbringt.

    Apropos Effizienz:
    Zitat :
    Ein Sportwagen, der nur drei Liter auf 100 Kilometer verbraucht, ist ebenso wenig denkbar wie ein Netzteil der 1000-Watt-Klasse mit extrem hohem Wirkungsgrad.

    Dieser Vergleich hinkt nicht nur, der kann nicht einmal hinken!
    Die gewonnene Leistung aus einer festen Menge verbranntem Treibstoffs ist bei manch einem "Sportwagen" sogar höher, als bei einem Kleinwagen!
    Das wäre ein halbwegs gültiger Vergleich in diesem Zusammenhang. Aber selbst der taugt nichts. Bitte restlos streichen!
    Vor allem, da größere Netzteile von Haus aus effizienter sind als kleinere.

    Das sieht man unter anderem daran, dass die Platinum (oder jetzt Titanium)-Logos zuerst bei besonders leistungsstarken Netzteilen zur Verfügung stehen und erst später in kleinere Netzteilgenerationen übernommen werden können.
    Zudem gibt es vergleichbare Wirkungsgrade in Server-Netzteilen schon länger - ebenfalls in der "über 1kW" Leistungsklasse.
    Entweder ist dies der Fall, weil man bei diesen starken Netzteilen eh höherwertige/teurere Komponenten und ein anderes Hardwaredesign verwenden muss und sich die Effizienz damit dann automatisch steigert, oder absolute Verluste fallen einfach nicht so stark auf.
    Zu Anfang des Artikel klingt es jedoch so, als ob große Netzteile generell, also in ihrem Lastbereich, nicht so effizent wären. Vielleicht war ja nur gemeint, dass überdimensionierte Netzteile nicht so effizient wären, das ist dort aber auch nicht mit sehr viel Phantasie herauszulesen.
  • Derfnam , 28. Juli 2014 12:17
    You'd better Channel your friendship Well, Ghostrider, just so you know:
    http://www.tomshardware.de/foren/id-127629/fuer-lightroom.html#974414
  • Big-K , 28. Juli 2014 12:46
    Ich hab da mal ne Frage: Was bringt mir eine hohe holdup-time?

    Und ne Frage an Ghostrider: Kannst du mal verlinken wo ein multirail NT gefordert wird bzw. erklären warum das vorgeschrieben wird.

    Es ist zwar schade das die Lautstärke nicht unter hoher Last ermittelt wurde aber auch irgendwo egal weil wer so viel Leistung verbrät der hat auch entsprechende Lautstärke durch die Verbraucher.
    Ich hab schon den Radiator draußen auf der Fensterbank damit er mir net die Bude heizt. Und damit er die Nachbarn beschallt ;-)
  • alterSack66 , 28. Juli 2014 17:13
    Hattet ihr das " Seasonic Platinum Modell SS-1200XP³ 1200W" ? Dann war wohl der Lüfter hin. In nen anderen Test stand "Auch unter Volllast und Überlast war der Lüfter nicht zu hören"
  • derGhostrider , 28. Juli 2014 18:39
    Zitat :
    Ich hab da mal ne Frage: Was bringt mir eine hohe holdup-time?

    Und ne Frage an Ghostrider: Kannst du mal verlinken wo ein multirail NT gefordert wird bzw. erklären warum das vorgeschrieben wird.

    Hold-Up-Time: Wenn mal die Spannung etwas einbricht oder eine Lastspitze (im PC) abgefangen werden muss, dann hilft da die HoldUp-Time: Es gibt ja im wesentlich an, wie großzügig die Kondensatoren dimensioniert wurden.

    ---

    Mainboards, die mehrere Voltage-Rails brauchen:
    Das dürften ungefähr alle dual-CPU (oder auch quad-cpu) Mainboards sein.
    Im Handbuch steht dann z.B. soetwas bei den Anforderungen an das Netzteil:
    "It must also be SSI compliant." (aus der Anleitung des X9DAX-iF);

    Siehe dazu z.B.:
    https://ssiforum.org/index.php?option=com_docman&task=doc_download&gid=246&Itemid=13
  • Big-K , 29. Juli 2014 01:06
    So weit wars klar aber hab noch nie gehört das ein PC aus gegangen ist weil die Netzspannung einbricht. Sekundär seitig kann man sich sicher streiten, kommt aber auch wohl selten vor, also nicht unbedingt ein Kaufargument.
    Auf dem PDF hab ich jetzt auch nichts zu multi single oder rail gefunden nur Leistungsangaben die eingehalten werden müssen von einer Erklärung ganz zu schweigen. Außerdem gehts da um Serveranlagen.
    Naja ist und bleibt vielleicht eine Glaubensfrage, ich bleib lieber bei multirail ;-)
  • derGhostrider , 30. Juli 2014 17:53
    Bei Bekannten (altes Bauernhaus), war das Stromnetz etwas anfälliger und es wurden große Maschinen betrieben (Landwirtschaftlich). Wenn da starke Verbraucher ansprangen, flackerte schonmal das Licht recht heftig. Wenn ich mich recht erinnere, ging ihm deswegen "schonmal", also ab und zu, der Rechner aus.

    Das PDF ist auch die Workstation-Spezifikation. Steht auch in der Überschrift auf Seite 1:
    "Power Supply Design Guideline for 2008
    Dual-Socket Servers and Workstations"

    Und in den SSI Spezifikationen für Mainboards steht zumindest schonmal:
    "To meet 240VA electrical hazard limit requirements, separate power rails must be used for each twelve-volt rail
    (+12V1, +12V2, etc)."
  • 3125b , 4. August 2014 17:48
    @ alterSack66:

    "In nen anderen Test stand ´Auch unter Volllast und Überlast war der Lüfter nicht zu hören´"

    Natürlich ist das laut: http://www.techpowerup.com/reviews/Seasonic/P1200/5.html
    Wie soll es bei gut 2500U/min denn leise sein?
  • alterSack66 , 4. August 2014 20:00
    Keine Ahnung http://www.technic3d.com/review/netzteile/1683-seasonic-platinum-p-1200-netzteil-im-test/1.htm
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