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Cooler Master V1200 Platinum

Vergleichstest: Fünf High-End-Netzteile mit 1200 bis 1500 Watt
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Das V1200 wurde erst Anfang Mai vorgestellt - und wir veröffentlichten bereits am Erscheinungstag einen ausführlichen Test zum Cooler Master V1200 Platinum. Da es aber perfekt in dieses Testfeld passt, haben wir die Ergebnisse noch einmal in Kürze zusammengefasst und die Leistung des Cooler Master Top-Modells mit der der Highend-Konkurrenz verglichen.

Mit 1200 Watt bietet das V1200 neben dem Platinum-1200 von Seasonic die geringste Leistung in diesem Testfeld. Im Gegenzug erhält der Käufer ein Netzteil mit hybrider Lüftersteuerung, das bis in mittlere Lastbereiche hinein völlig geräuschlos arbeitet. Materialauswahl und Verarbeitung passen gut zum Premiumanspruch. Die Ausstattung ebenfalls.

Zitat: "Die Ausstattung des Cooler Master V1200 Platinum liest sich wie eine Wunschliste an den Weihnachtsmann. Multi-GPU-Systeme sind angesichts von zwölf PCIe-Steckern im 6+2-Format keine Herausforderung, zumal die Stecker zwischen 50 und 72 Zentimeter Entfernung zum Netzteil aufweisen. Überhaupt fallen die Kabellängen recht üppig aus. 68 Zentimeter messen die beiden CPU-Leitungen, bis zu 91 Zentimeter sind es bei den Peripheriesträngen. Bei ganzen zwölf SATA- und neun Molex-Steckern müssen diese Kabellängen aber schon sein. Wünsche dürfte die Ausstattung des V1200 wohl kaum offen lassen." Alle Kabel sind übrigens als Flachbandkabel ausgeführt.

Cooler Master V1200 Platinum
AC Input:100-240V, 50-60 Hz
DC Output:+3.3V+5V+12V (#1)+12V (#2)+12V (#3)+12V (#4)-12V+5Vsb
25 A25 A100 An/an/an/a0.5 A3 A
Individual Output:     6 W15 W
Rail Utilization:SysSysCPU & VGA
Combined Output:125 W1200 W
Total Continuous Output:1200 W
Peak Output:n/a

Effizienz gemäß 80 PLUS Spezifikation

Effizienz anhand von Leistungsprofilen

Cooler Master setzt traditionell auf eine einzelne, starke 12-Volt-Schiene. Im Fall des V1200 soll diese bis zu 100 Ampere Strom liefern können. Trotz dieser sehr hohen Stromstärke befindet sich Cooler Master mit der Single-Rail-Strategie in guter Gesellschaft: Auch Seasonic und Corsair arbeiten bei ihren Top-Modellen mit nur einer 12-Volt-Schiene. Nur übertrifft das Corsair AX1500i das Cooler Master-Netzteil in puncto Stromstärke noch einmal um satte 25 Prozent.

Aber zurück zum V1200. Im Labor hat das Cooler Master Flaggschiff seine Qualität in einem früheren Einzeltest ja bereits bewiesen, daher hier nur eine kurze Zusammenfassung. Das 80 Plus Platinum-Logo trägt das V1200 zurecht, auch wenn es sich bei mittlerer Last schwer tut, den geforderten Grenzwert zu erreichen. Reserven sind da keine mehr, bei 20 und 100 Prozent Last hingegen schon. Bei geringen Lasten bricht auch der Wirkungsgrad des V1200 ein. Mit 84,4 Prozent bei 85 Watt schlägt es sich allerdings wacker und liegt im Mittelfeld der fünf Boliden.

Für die übrigen Ergebnisse erlauben wir uns ein weiteres Zitat: "Positiv aufgefallen sind uns noch der geringe Standby-Verbrauch ohne Last von nur 0,16 Watt und die recht lange Holdup-Time von über 25 Millisekunden. Das Oszilloskop gibt zudem eine recht homogene Kurve bei der Überprüfung von Ripple und Noise aus. Die Rippelströme fallen bei allen Spannungen sehr niedrig aus."

Den Schalter zur Aktivierung der hybriden Lüftersteuerung kennen wir normalerweise von den Top-Netzteilen von Seasonic. Und genau davon stammt auch der Schalter des Cooler Master V1200 Platinum - es läuft nämlich bei Seasonic vom Band. Während bei Seasonic die beiden Stellungen mit "Hybrid" und "Normal" beschriftet sind, wählt Cooler Master "Hybrid" und "Auto" – und verwirrt uns damit. Denn die automatische Steuerung, ob der Lüfter nun an oder aus ist, erfolgt nur im "Hybrid"-Modus. Auf "Auto" läuft der Lüfter dagegen immer. Wie dem auch sei: Bei 40 und 200 Watt Last konnten wir den Lüfter nicht zum Drehen bewegen, bei 600 Watt sprang er nach etwa 15 Minuten an, blieb aber mit 31,5 dB(A) angenehm leise.

Aufs PCB geschaut

Das grundsätzliche Layout des Cooler Master V1200 unterscheidet sich im Aufbau nicht von dem des Antec. Der OEM heißt aber in diesem Fall Seasonic. Auch beim V1200 Platinum wurden nur Komponenten der obersten Qualitätsstufe verbaut. Die Kondensatoren stammen ausschließlich von Nippon Chemi-Con. Die Lötarbeiten sind zudem exzellent ausgeführt. Auf die Eingangsfilterung gehen wir bei allen Netzteilen in diesem Roundup nicht näher ein. Nur soviel: Die Schaltungen geben bei keinem der Geräte irgendeinen Anlass zur Kritik.

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  • derGhostrider , 28. Juli 2014 11:33
    Ich bin zwar ein Freund von Enermax, aber das Platimax scheint einfach nicht mehr auf dem Stand der Technik zu sein!

    Auch wenn Single-Rail-Designs etwas effizienter arbeiten können als Multi-Rails, so würde ich mir von Enermax doch mehr wünschen: Schaut mal bei Corsair, wie die Ripple & Noise hinbekommen haben. Schau mal bei der Konkurrenz, wie die Hold-Up-Time auf 30ms gebracht wurde!
    Und bei der Effizienz ist auch noch etwas Spielraum nach oben!

    ---

    Der Testbericht ist wirklich gut, aber es gibt auch ein paar Stellen, an denen noch gefeilt werden kann:
    Zitat :
    ... arbeitet aber mit einem Schalldruck von nur 30,7 dB(A) in allen getesteten Lastzuständen (40, 200, 600 Watt) sehr leise.

    Ihr testet die Lautstärke von Netzteilen in einer Leistungsklasse von 1200 W bis 1500 W bei "bis zu 600 W"?
    Und was ist bei 1000W, 1200W oder sogar 1500W, sofern vom Netzteil unterstützt?
    Fliegen einem dann die Ohren weg, oder soll der Test animieren, dass man sich solche Netzteile nur dann kauft, wenn man sie überhaupt nicht benötigt?

    Multi-Rail ist, so ganz nebenbei, nicht nur "ich finde das aber besser". Es gibt Spezifikationen für Mainboards, die zwingend ein Multiraildesign vorschreiben.
    Irgendwelche single-rail Netzteile sind dann schlichtweg ungeeignet. Im Test klingt das aber leider so, als wenn multi-rail Netzteile sinnlos wären und man sich wer weiß was für Gedanken über die Aufteilung der Rails machen müsste.
    ... bei theoretischen 600W pro 12V Schiene (Antec) muss sich niemand großartige Gedanken machen! CPUs und MB liegen für gewöhnlich auf, vom Rest getrennten, Schienen, die anderen, also mindestens zwei, sind dann noch verfügbar. Soviele Grakas kann man doch gar nicht im System verbauen, dass das an den zur Verfügung stehenden Anschlüssen knapp werden könnte.
    Und selbst bei 32A pro 12V... 380 Watt. Die Anschlüsse werden, selbst wenn ich nun nicht ins Handbuch schaue, wohl über die 6(!) Schienen verteilt sein.
    Wodrüber soll man sich noch gleich Gedanken machen, wenn man pro Schiene mehr Leistung zur Verfügung hat, als es in einem "normalen Desktop" für das gesamte System nötig ist?

    Es wäre m.E. passender gewesen, wenn man das multi-rail-Design als positive Eigenschaft genannt hätte, die eben leider den Nachteil der etwas geringeren Effizienz mitbringt.

    Apropos Effizienz:
    Zitat :
    Ein Sportwagen, der nur drei Liter auf 100 Kilometer verbraucht, ist ebenso wenig denkbar wie ein Netzteil der 1000-Watt-Klasse mit extrem hohem Wirkungsgrad.

    Dieser Vergleich hinkt nicht nur, der kann nicht einmal hinken!
    Die gewonnene Leistung aus einer festen Menge verbranntem Treibstoffs ist bei manch einem "Sportwagen" sogar höher, als bei einem Kleinwagen!
    Das wäre ein halbwegs gültiger Vergleich in diesem Zusammenhang. Aber selbst der taugt nichts. Bitte restlos streichen!
    Vor allem, da größere Netzteile von Haus aus effizienter sind als kleinere.

    Das sieht man unter anderem daran, dass die Platinum (oder jetzt Titanium)-Logos zuerst bei besonders leistungsstarken Netzteilen zur Verfügung stehen und erst später in kleinere Netzteilgenerationen übernommen werden können.
    Zudem gibt es vergleichbare Wirkungsgrade in Server-Netzteilen schon länger - ebenfalls in der "über 1kW" Leistungsklasse.
    Entweder ist dies der Fall, weil man bei diesen starken Netzteilen eh höherwertige/teurere Komponenten und ein anderes Hardwaredesign verwenden muss und sich die Effizienz damit dann automatisch steigert, oder absolute Verluste fallen einfach nicht so stark auf.
    Zu Anfang des Artikel klingt es jedoch so, als ob große Netzteile generell, also in ihrem Lastbereich, nicht so effizent wären. Vielleicht war ja nur gemeint, dass überdimensionierte Netzteile nicht so effizient wären, das ist dort aber auch nicht mit sehr viel Phantasie herauszulesen.
  • Derfnam , 28. Juli 2014 12:17
    You'd better Channel your friendship Well, Ghostrider, just so you know:
    http://www.tomshardware.de/foren/id-127629/fuer-lightroom.html#974414
  • Big-K , 28. Juli 2014 12:46
    Ich hab da mal ne Frage: Was bringt mir eine hohe holdup-time?

    Und ne Frage an Ghostrider: Kannst du mal verlinken wo ein multirail NT gefordert wird bzw. erklären warum das vorgeschrieben wird.

    Es ist zwar schade das die Lautstärke nicht unter hoher Last ermittelt wurde aber auch irgendwo egal weil wer so viel Leistung verbrät der hat auch entsprechende Lautstärke durch die Verbraucher.
    Ich hab schon den Radiator draußen auf der Fensterbank damit er mir net die Bude heizt. Und damit er die Nachbarn beschallt ;-)
  • alterSack66 , 28. Juli 2014 17:13
    Hattet ihr das " Seasonic Platinum Modell SS-1200XP³ 1200W" ? Dann war wohl der Lüfter hin. In nen anderen Test stand "Auch unter Volllast und Überlast war der Lüfter nicht zu hören"
  • derGhostrider , 28. Juli 2014 18:39
    Zitat :
    Ich hab da mal ne Frage: Was bringt mir eine hohe holdup-time?

    Und ne Frage an Ghostrider: Kannst du mal verlinken wo ein multirail NT gefordert wird bzw. erklären warum das vorgeschrieben wird.

    Hold-Up-Time: Wenn mal die Spannung etwas einbricht oder eine Lastspitze (im PC) abgefangen werden muss, dann hilft da die HoldUp-Time: Es gibt ja im wesentlich an, wie großzügig die Kondensatoren dimensioniert wurden.

    ---

    Mainboards, die mehrere Voltage-Rails brauchen:
    Das dürften ungefähr alle dual-CPU (oder auch quad-cpu) Mainboards sein.
    Im Handbuch steht dann z.B. soetwas bei den Anforderungen an das Netzteil:
    "It must also be SSI compliant." (aus der Anleitung des X9DAX-iF);

    Siehe dazu z.B.:
    https://ssiforum.org/index.php?option=com_docman&task=doc_download&gid=246&Itemid=13
  • Big-K , 29. Juli 2014 01:06
    So weit wars klar aber hab noch nie gehört das ein PC aus gegangen ist weil die Netzspannung einbricht. Sekundär seitig kann man sich sicher streiten, kommt aber auch wohl selten vor, also nicht unbedingt ein Kaufargument.
    Auf dem PDF hab ich jetzt auch nichts zu multi single oder rail gefunden nur Leistungsangaben die eingehalten werden müssen von einer Erklärung ganz zu schweigen. Außerdem gehts da um Serveranlagen.
    Naja ist und bleibt vielleicht eine Glaubensfrage, ich bleib lieber bei multirail ;-)
  • derGhostrider , 30. Juli 2014 17:53
    Bei Bekannten (altes Bauernhaus), war das Stromnetz etwas anfälliger und es wurden große Maschinen betrieben (Landwirtschaftlich). Wenn da starke Verbraucher ansprangen, flackerte schonmal das Licht recht heftig. Wenn ich mich recht erinnere, ging ihm deswegen "schonmal", also ab und zu, der Rechner aus.

    Das PDF ist auch die Workstation-Spezifikation. Steht auch in der Überschrift auf Seite 1:
    "Power Supply Design Guideline for 2008
    Dual-Socket Servers and Workstations"

    Und in den SSI Spezifikationen für Mainboards steht zumindest schonmal:
    "To meet 240VA electrical hazard limit requirements, separate power rails must be used for each twelve-volt rail
    (+12V1, +12V2, etc)."
  • 3125b , 4. August 2014 17:48
    @ alterSack66:

    "In nen anderen Test stand ´Auch unter Volllast und Überlast war der Lüfter nicht zu hören´"

    Natürlich ist das laut: http://www.techpowerup.com/reviews/Seasonic/P1200/5.html
    Wie soll es bei gut 2500U/min denn leise sein?
  • alterSack66 , 4. August 2014 20:00
    Keine Ahnung http://www.technic3d.com/review/netzteile/1683-seasonic-platinum-p-1200-netzteil-im-test/1.htm
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