Neues Selbstbewußtsein bei Intel? 19 DDR-Motherboards mit 845-Chipsatz

Northbridge des 845-Chipsatzes.

Die Vorteile von DDR SDRAM liegen klar auf der Hand: Relativ hohe Bandbreiten und ein weltweit akzeptierter Standard. Anders verhielt es sich beim proprietären Rambus-Speicher. Intel kämpfte lange, um ihn zu etablieren. Besonders hohe Preise, die anfangs ein Vielfaches von DDR SDRAM betrugen, hielten die Käufer davon ab. Nachdem man sich offiziell davon entsagt hatte, wendete sich das Blatt. RDRAM-Preise fielen auf das Niveau von DDR SDRAM und bei hohen Taktfrequenzen über 2 GHz konnte RDRAM seine propagierten Vorteile sogar ausspielen. Doch das ist nun Schnee von gestern. Intel interessiert sich nicht mehr dafür, was man von einem halben Jahr noch gesagt hat.

Die Masse will DDR-SDRAM-Speicher und Intel bietet ein passendes Produkt dafür an: den 845-Chipsatz für den Pentium 4. Anders als im Retail-Markt, wo AMD dominiert, setzen Großkunden und OEMs primär auf Intel. Das beweisen auch die Marktanteile, die Intel trotz der stärker werdenden Konkurrenz von AMD einigermaßen halten konnte. Selbst für Privatkunden ist Intel wieder interessant geworden. Die Preise für Pentium-4-Systeme sind längst nicht mehr so exorbitant hoch wie noch vor Monaten. Die Attraktivität wird sogar noch gesteigert. Das kurze Intermezzo mit dem Sockel 423 hat ein Ende und Intel will für die nächsten Jahre den Sockel m478 halten. Damit garantiert man auch eine gewisse Planungssicherheit für spätere Upgrades.

Im Laufe von 6 Wochen haben sich insgesamt 19 Motherboards mit 845-DDR-Chipsatz in unserem Labor eingefunden. Mit schrillen Verpackungen, bunten Platinenfarben und vollmundigen Versprechungen buhlen die Hersteller um die Gunst der Kunden. Wer seine Versprechungen halten kann, klärt dieser Artikel.

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