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Das NFC-Handy als Zahlungsmittel

Das NFC-Handy als Zahlungsmittel
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Handys und Smartphones fungieren mittels Near Field Communication (NFC) als mobile Geldbörsen und machen klassischen bargeldlosen Bezahlformaten wie der EC-Karte Konkurrenz. NFC-Dienste und -Geräte setzen sich langsam, aber sicher durch.

Die Near Field Communication (NFC, Nahfeldkommunikation) ist eine Kurzstreckenfunktechnik, die einen einfachen und schnellen Datenaustausch zwischen zwei Geräten ermöglicht, typischerweise drahtlos mittels passiven HF-RFID-Tags. NFC-Verbindungspartner authentifizieren sich gegenseitig ohne weiteres Zutun des Nutzers und können können anschließend Daten miteinander austauschen, wobei das Spektrum von Musikfiles, Bildern und Kontaktdaten bis hin zum spannendsten Einsatzzweck reicht, dem Austausch von Berechtigungen.

NFC-Szenarien gibt es zuhauf: Mit der Smartphone-Geldbörse kann man bargeldlos Tickets und Fahrkarten bezahlen oder im Supermarkt und Kaufhaus einkaufen, indem man das NFC-Gerät an der Kasse vorbeiführt und die Ware damit bezahlt. NFC lässt sich aber auch als Informationsquelle einsetzen – einfach das Handy an ein Produkt halten und schon erscheinen genauere Angaben dazu auf dem Display. Ebenfalls möglich sind Zugangskontrollen in Unternehmen, dessen Türen sich nur für berechtigte Mitarbeiter öffnen. Selbst bei Autoherstellern ist NFC ein Thema, etwa bei BMW, wo man mit NFC-Handys als Autoschlüssel experimentiert. Auch der neue Personalausweis verwendet im weiteren Sinne einen NFC-Chip, auf dem neben dem Passfoto Angaben wie Vor- und Nachname, Geburtsdatum und -ort, Nationalität sowie Adresse und Fingerabdrücke gespeichert sind – letzteres allerdings auf freiwilliger Basis.

Was vor rund 10 Jahren mit ersten Entwürfen begann, hat sich mittlerweile in diversen ISO-Normierungen niedergeschlagen und NFC zu einem internationalen Übertragungsstandard heranreifen lassen, der in erster Linie die Kommunikation regelt und sich je nach Anwendung auch mit Sicherheitsmechanismen wie einer Verschlüsselung nachrüsten lässt. NFC arbeitet in einem Frequenzbereich von 13,56 MHz, den auch RFID nutzt, und bietet eine maximale Übertragungsrate von 424 Kb/s bezogen auf eine Reichweite von 10 Zentimetern. Mit diesen Merkmalen will die Near Field Communication erst gar nicht als Konkurrenz schnellerer Drahtlos-Technologien wie Bluetooth oder Wireless LAN auftreten, die obendrein deutlich größere Reichweiten bieten. Durch die geringe Übertragungsreichweite sind unbeabsichtigte Verbindungen nahezu ausgeschlossen, etwa beim kontaktlosen Bezahlen an der Supermarktkasse mittels NFC-Smartphone.

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  • guest0815@guest , 1. März 2012 09:33
    Die Blackberrys haben NFC Chips schon seit Sommer verbaut, sollte in dem Artikel eigentlich auch erwähnt werden.
  • Toxi1965 , 1. März 2012 11:54
    Tja....und später brauch dann keiner mehr eine Steuererklärung abgeben mehr , die wissen sowieso dann alles über dich .

    Der perfekte gläserne Mensch... übrigens macht das Hartz4 beantragen viel einfacher ;) 
  • Anonymous , 1. März 2012 16:19
    Diesem elektronischen Bezahlsysteme traue ich nicht über den Weg!
  • dfx , 1. März 2012 18:32
    Na ja, ich find's witzig, dass es in meinen Augen naheliegend ist, dass man mit einem Transponder in einem Koffer oder einer Tasche irgendwann durch eine Einkaufspassage oder größere Menschenmenge laufen könnte und richtig abkassiert. Das ist eleganter als jeder Bankraub, wohl noch unauffälliger als eine Bank zu hacken. Vorallem aber kommt der Protagonist in meiner Fantasie ungeschoren davon. Es konnte mich noch keiner davon überzeugen, dass es unmöglich ist mit dieser Technik Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen, ohne einen Finger krumm zu machen.
  • guest0815@guest , 2. März 2012 09:57
    @dfx : wenn dein Protagonist näher als 10cm in jedermanns Hosentasche kommt fällt er sicher irgendwann auf.
    Mit NFC werden sicher nicht automatisch ohne bestätigung alle deine Daten an irgendwelche Devices geschickt. Es ist umgekehrt, man kann damit gut RFIDs auslesen. Es ist eher ein Thema wenn sie dann in jedem 2. Produkt eingepflanzt sind.
    Und generell sollte man gewisse Features nur aktivieren wenn man sie braucht. (spart nebenbei auch akku)
  • AnnieS@guest , 2. März 2012 10:12
    @dfx: Ich glaube nicht, dass das so einfach ist. Die Datenübertragung bei NFC funktioniert nur bei einer Entfernung von wenigen Zentimetern, sodass man nicht einfach irgendwo mal vorbeihuschen kann, sondern seinen Koffer schon direkt an das jeweilige Händler-Terminal halten müsste. Außerdem geschieht die Übertragung ja auch nicht einseitig, d.h. beide Seiten müssen den Bezahlvorgang vorher bestätigen.
  • Netter@guest , 5. März 2012 18:19
    Das war ja auch nur eine Vorstellung...
    Das ganze is' ja noch nich' soo hart in unseren Alltag integriert.
    Dauert wohln noch, jedoch zu verhindern ist es nicht, wenn man mich fragt.

    Aber Online-Banking war ja auch mal 100%ig sicher. ;) 

  • Kauz@guest , 10. März 2012 16:52
    Wenige cm stimmt so nicht in Kaufhäusern werden zur Warensicherung auch RFID-Tags verwendet, die dann ein akustisches Signal auslösen, sollte man ohne zu bezahlen das Haus verlassen.
    Die Sende/Empangseinheiten stehen da aber mal locker im Abstand von 1,5 Metern zum poteziellen Dieb.