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Nintendo: Wii U mit Tablet

von - quelle: Tom's Hardware FR

Der Wii-Nachfolger soll einmal mehr nicht nur mit ausgefeilter Hardware sondern einem durchdachten Gameplay überzeugen

Schon länger war bekannt, dass Nintendo zur Spielemesse E3 den Nachfolger der in die Jahre gekommenen Spielkonsole Wii zeigen wird. Und an vielen Stellen wurde spekuliert, ob der Konzern wieder in der Lage sein wird eine Konsole zu entwickeln, die ein ähnlich beeindruckendes Steuerungskonzept liefert wie das der Wii.

Nun hat der Hersteller das Geheimnis um den Neuentwurf, die Wii U, gelüftet und verblüfft auch diesmal mit einer neuen Idee. Zur eigentlichen Wii U wird ein kleines Tablet beigelegt, das als eine Art zweiter Bildschirm funktioniert. Man kann allerdings auch ohne den Fernseher auf dem 6,2“ großen Bildschirm spielen. Selbst an eine kleine Kamera für Videokonferenzen hat man gedacht.

Außerdem versichert der Nintendo, dass alle Peripherie-Geräte, der Wii auch mit der Wii U genutzt werden. Dies gilt sogar für die Wii-Spieletitel, die nun entweder online oder nach wie vor auf einem physischen Datenträger bezogen werden können. Letztere sind allerdings eine Besonderheit. Lange hielten sich Gerüchte, dass der Hersteller ein Blu-ray-Laufwerk in die Neuauflage seiner Spielekonsole stecken könnte, doch die Silberlinge für die Wii U besitzen mit iDensity ein anderes Format, das Datenträger-Größen von 25 GB erlaubt. Scheinbar wollte der japanische Konzern verhindern, dass seine Geräte auch für die Wiedergabe von Filmen genutzt werden kann – eine Einstellung die bei Nintendo Tradition hat, denn schon Gamecube und Wii nutzten DVD-Laufwerke nur für Spiele. 

Beim Prozessor setzt der Hersteller auf eine mehrkernige Power-Architektur von IBM, die in einer Strukturbreite von 45 nm gefertigt wird und ein DRAM-Modul direkt auf dem Speicher integriert. Außerdem wird über einen internen Speicher von 8 GB spekuliert, was Nintendo allerdings nicht weiter kommentiert, sondern nur darauf hinweist, dass man den Speicher der Wii U mit Hilfe von USB-Sticks oder SD-Karten aufstocken können soll.   

Der Grafikchip wird von AMD produziert werden. Es handelt sich vermutlich um einen Radeon-HD-Chip, der DirectX-11-fähig sein wird. Ein Umstand, der nicht weiter verwunderlich ist, liefern die beiden Hersteller (eigentlich ATI, das nun aber zum AMD-Konzern gehört) doch schon seit 2001 Prozessoren und Grafikkarten für die Nintendo-Konsolen.

Damit setzt man bei der Wii U auf rundum auf Beständigkeit. Selbst äußerlich bleibt die Wii U dem mit der Wii eingeführten Design treu. Dies gilt wohl ebenso für die Spiele, auch wenn Nintendo hier noch keinen offiziellen Katalog vorgestellt hat. Es existieren jedoch Videos, die Neuauflagen von Klassikern wie Ninja Gaiden 3, Ghost Recon Online, Assassin’s Creed, Darksiders II und DiRT zeigen. Selbst Neuauflagen von Gamecube- und SEGA-Titeln sind im Gespräch.

Dabei soll das Tablet völlig neue Gaming-Erfahrungen liefern. So simuliert dieses beispielsweise beim Golfen das Gelände. Der Spieler schlägt den virtuellen Ball über dem Tablet. Das Ganze natürlich in HD.

Schon im kommenden Jahr soll die Wii U in die Läden kommen und an den Erfolg des Vorgängers von dem 35,5 Millionen Stück verkauft werden konnten und der damit zur erfolgreichsten Konsole der letzten Jahre avanciert. Denn im Vergleich dazu konnte Microsoft nur 27 Millionen Geräte seiner Xbox an den Mann bringen, von Sonys PS3 ging gar nur 16,7 Millionen Stück über die Ladentische. Man darf also gespannt sein, wie die Idee mit dem zusätzlichen Tablet angenommen wird und ob sie wirklich die Spielesteuerung bereichert, damit Nintendos Wii U an den Erfolg des Vorgängers anknüpfen kann.

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