Drei schnelle Notebook-Festplatten im Test

Festplatten sind noch nicht tot! Daran dürfte sich auch in absehbarer Zeit nichts ändern. Die jüngsten 2,5-Zoll-Laufwerke für Notebooks bieten eine relativ hohe Performance und ausreichend Speicherkapazität für vergleichsweise wenig Geld.

Erst 500, dann 640 und jetzt 750 GB. Mittlerweile gibt es ein dreiviertel Terabyte in der wichtigsten Bauhöhe von 9,5 mm im 2,5-Zoll-Format. Dieser Formfaktor wird in mehr als 95% aller Laptop- und Notebooks sowie den meisten Netbooks verwendet. Für diesen Test haben uns Samsung, Seagate und Western Digital Laufwerke mit jeweils 7.200 U/Min zur Verfügung gestellt.

Im Festplatten-Segment scheint eine gewisse Ruhe eingekehrt zu sein, da scheinbar nur noch die Rede von SSDs ist. Solid-State-Drive-Laufwerke sind in Sachen Performance und Leistungsaufnahme schon lange an herkömmlichen Festplatten vorbeigezogen. Allerdings wird der Mainstream in absehbarer Zeit noch nicht auf SSDs umstellen. Die Kosten pro Gigabyte sind bei SSDs einfach noch zu hoch und  die Speicherkapazität für Verbraucher zu gering – zumindest wenn man sich überlegt, was so manch Anwender meint zu benötigen. Für weniger erfahrene Anwender klingen 500 GB natürlich deutlich besser als 64 oder 128 GB. Es lässt sich allerdings auch nicht abstreiten, dass ein modernes Notebook mit herkömmlicher Festplatte für Nicht-Enthusiasten durchaus eine ausreichende Performance bietet.

In dieser Hinsicht stellt sich eben immer die Frage, was man wirklich benötigt bzw. welche Erwartungen man hat. Anwender, die sich mit den üblichen Flaschenhälsen wie zuwenig Hauptspeicher oder eingeschränkter Festplatten-Performance auskennen, haben ein ganz anderes Gefühl für die Geschwindigkeit eines PCs oder Notebooks. Anwender, die bereits erste Erfahrungen mit einer SSD gesammelt haben, dürften kaum noch eine herkömmliche Festplatte verwenden wollen. Für zahlreiche Anwender ist die Anschaffung einer SSD jedoch derzeit noch reines Wunschdenken und die Kosten für eine SSDs holen einen schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurück.

Derzeit sind Notebook-Festplatten mit einer Rotationsgeschwindigkeit von 7.200 U/Min auch weiterhin eine gute Wahl, da ein Durchsatz von annähernd 120 MB/s (Mindestdurchsatz ca. 60 MB/s) auch für heutige Verhältnisse nicht schlecht ist. Solange man einen vernünftig großen Systemspeicher verwendet – das sind derzeit 4 GB und mehr – dürfte es lediglich kurzfristige Spitzen geben, auf die sich die Festplatten-Perfomance unter Umständen einschränkend auswirkt. Im Gegenzug erhält man bei der neuesten Produktgeneration eine Speicherkapazität von 500, 640 bzw. 750 GB. Bleibt noch die Frage offen, welches Laufwerk am besten ist.

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