Notebook-Markt vor neuer Krise?

Die Notebook-Fabrikanten sind verhalten optimistisch ins Jahr gestartet. Neue Formate wie 2in1-Tablets und die wachsende Popularität von Gaming-Notebooks ließen die Hoffnung der Branche wachsen, dass die sinkenden Umsätze der letzten Jahre der Vergangenheit angehören könnten. Doch das sei ein Trugschluss, gibt sich Simon Li pessimistisch. Das Rechnerformat wird immer stärker von Smartphones und Tablets an den Rand gedrängt, die immer mehr Funktionen bieten.

Der Chef von Wistron, dem drittgrößten Auftragsfertiger, der im vergangenen Jahr 19,4 Millionen Klapprechner auslieferte, sieht zu wenige Fortschritte, weil die Branche in der Vergangenheit zu stark von den Entwicklungen von Intel und Microsoft bestimmt wurde.

Die positive Stimmung der vergangenen Monate wurde vor allem von den großen Herstellern ausgelöst: Dell, HP und Lenovo konnten ihre Marktanteile in den vergangenen drei Jahren halten, während der Markt insgesamt kleiner geworden ist, sie haben also kleineren Herstellern - allen voran Acer und Asus - Marktanteile abgenommen.

Die sich abzeichnenden Schwierigkeiten scheinen auch an anderer Stelle deutlich zu werden: Der Wistron-Chef deutet an, dass die beiden Branchenführer, Quanta Computer und Compal Electronics, versuchen mit Preisnachlässen ihre Stückzahlen aufrechtzuerhalten.

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