Microsoft: So viel kostet die (offizielle) Überwachung die NSA

Die letzte Rechnung aus dem Dezember letzten Jahres stellte Microsoft mit 281.000 Dollar aus, umgerechnet in die europäische Währung entspricht dies relativ genau 200.000 Euro. Ein Jahr vorher wurde ein Betrag von 145.000 Dollar verlangt, 100 Euro wurden für jede Auskunft fällig. August 2013 stieg der Betrag auf etwa 352.000 Dollar (255.000 Euro) an - jeder Einblick in die Daten wurde allerdings auch doppelt so teuer, 200 Dollar verlangte Microsoft.

Oben: Die augenscheinlich echte Mail, Unten: Rechnung für den Monat August 2013Oben: Die augenscheinlich echte Mail, Unten: Rechnung für den Monat August 2013

Zwar kann niemand außer der NSA oder Microsoft sagen, ob die veröffentlichten Screenshots und Dokumente wirklich echt sind; logischerweise werden beide Seiten an dieser Stelle Stillschweigen behalten. Dennoch erscheint die Zahl als durchaus real, wenn man bedenkt, dass im sogenannten Transparency Report, der auf Basis des Auskunftsrechtes von Microsoft veröffentlicht wurde, die Rede von rund 11.000 Anfragen jährlich die Rede war. Außerdem war die Syrian Electronic Army auch in der Vergangenheit keikkne unbekannte Größe, die unter anderem drei mal die Twitter-Accounts von Microsoft-Diensten kaperte sowie Einsicht in die Mails hatte, die die Gegenmaßnahmen beschrieben.

Die NSA darf im Rahmen von Gerichtsbeschlüssen vollkommen legal die Accounts von Microsoft durchsuchen. Wenn bedacht wird, welche Dienste alle von dem Redmonder Konzern kommen, wird die gesammelte Datenmenge sehr groß: Skype und Outlook, Hotmail inklusive Kontakten und Kalendereinträgen sowie die Informationen von verknüpften PCs unter Windows 8 lohnen sich für die NSA allemal. Da die NSA aber bekannterweise auch illegal auf Daten zugreifen kann (Stichwort Prism und X-Keyscore), gibt es sicherlich auch noch eine hohe Dunkelziffer, über die Microsoft selbst auch nicht informiert ist.

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1 Kommentar
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  • von wegen das sich MS und Co aufregen die verdienen ja kräftig mit..
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