Nvidia GeForce GTX 1070 F.E. 8GB im Test: Pascal, die Zweite

So testen wir Nvidias GeForce GTX 1070

An unserem grundsätzlichen Test-Setup hat sich seit dem Review der GeForce GTX 1080 vor zwei Wochen nichts geändert. Wir nutzen die gleiche Hardware, die gleiche Software und die gleiche Benchmark-Methodik – mit einer einzigen Ausnahme.

Anstatt The Witcher 3 mit abgeschaltetem V-Sync und Ingame-Limiter auf 60 fps zu testen, haben wir alle Karten noch einmal ohne diesen künstlichen Begrenzer neu gebenchmarkt. Viele Gamer stabilisieren die Framerate von The Witcher 3 mit der 60-fps-Limit-Methode – aber es gab genug Feedback von Lesern, die sehen wollten, die viel High-End-Karten bei 2560 x 1440 Pixeln leisten, so dass wir euch nun diese Messwerte liefern.

Gleichzeitig haben wir immer wieder Nachfragen nach Otoy’s OctaneBench bekommen. Nur zur Info: Wir haben versucht, diesen Artikel um entsprechende Messwerte zu ergänzen, wurden aber durch den (noch) fehlenden Support für die GTX 1080 und GTX 1070 in der Demo-Version von OctaneRender daran gehindert.

Nvidia ist sich bewusst, dass man manchmal einfach mit Entwicklern zusammenarbeiten muss, damit eine Anwendung eine noch nicht veröffentlichte Hardware erkennt – und in diesem Fall muss Otoy seine Software noch updaten, damit sie Pascal-basierte GPUs erkennt.

Aus unserem Testbericht Nvidia GeForce GTX 1080 Founders Edition: Pascal im Test:

"Anstelle unseres üblichen Core i7-5930K der Haswell-E-Generation, der mit 3,5 GHz taktet, nutzen wir heute einen Skylake-basierten Core i7-6700K @ 4 GHz. Das bedeutet zwei Generationen an IPC-Verbesserungen und zusätzliche 500 MHZ Taktfrequenz, so dass Prozessor-bedingte Flaschenhälse möglichst ausgeschlossen werden. Natürlich benötigen wir für das LGA-1151-Interface der CPU auch ein anderes Mainboard. Wir entschieden uns bei den Gaming-Benchmarks für ein MSIs Z170A Gaming M7 mit einem 16-GByte-RAM-Kit (4x 4 GByte G.Skill F4-3000C15Q-16GRR @ DDR4-3000). Crucials MX200 SSD bleibt gleich, ebenso der CPU-Kühler Noctua NH-12S und das 850-Watt-Netzteil Dark Power Pro 10 von be quiet!.

Windows 8.1 haben wir final abgelöst. Vor den Benchmarks installierten wir ein sauberes Windows 10 Professional und eine Palette neuer Games, die populäre AAA-Titel, DirectX-12-spezifische Selektionen und einen Mix von Genres abdecken.

Da die GeForce GTX 1080 Nvidias neues Flaggschiff darstellt, haben wir als Konkurrenten auch nur die absoluten Top-Modelle von AMD und Nvidia in den Test aufgenommen. Wir wählten eine GeForce GTX Titan X, GeForce GTX 980 Ti und GeForce GTX 980 aus dem grünen Lager aus und setzten sie gegen AMDs Radeon R9 Fury X, Radeon R9 Fury und Radeon R9 390X. All diese Karten sind Referenzmodelle – abgesehen von Sapphires Nitro Radeon R9 Fury und MSIs R9 390X Gaming 8G."

Der große und logische Unterschied: Es ist nicht die GTX 1080 sondern Nvidias neue GeForce GTX 1070, die heute auf dem Prüfstand steht.

Leider haben wir diesmal kein zweites Sample der Nvidia GeForce GTX 1070 für unser deutsches Grafik-Messlabor unter Igors Leitung erhalten – sei es wegen schlechter Verfügbarkeit oder der zeitlichen Nähe zur Computex. Daher fehlen in diesem Testbericht die Messungen zu Leistungsaufnahme, Betriebsgeräusch, Infrarot und Leistung in professionellen Anwendungen.

Sollte zu Igors Rückkehr aus Taiwan ein Test-Sample der GTX 1070 eingetrudelt sein, werden wir entweder diesen Artikel aktualisieren oder einen separaten Folgeartikel publizieren. Dann kommt ihr auch in den Genuss alle Messungen, die ihr sonst in unseren Launch-Artikeln findet und die diesmal dank Nvidias Sampling-Politik fehlen.

Treiber und Benchmarks

Auch hier ein Zitat aus unserem Testbericht der GeForce GTX 1080:

"Die Maxwell-basierten Karten nutzen Nvidias neuesten Treiber, der zum Testzeitpunkt verfügbar war – den GeForce Game Ready Driver 365.10. Für die GeForce GTX 1080 mussten wir Nvidias Presse-Treiber 368.13 nutzen. Die drei AMD-Grafikarten verwendeten Radeon Software Crimson Edition 16.5.2 Hotfix, der am 10. Mai veröffentlicht wurde.

Bei unserer Benchmark-Suite gibt es ebenfalls Änderungen zu vermelden. Ein paar alte Favoriten verbleiben – namentlich Battlefield 4, Grand Theft Auto V und The Witcher 3. Neu hinzugekommen sind Hitman, Project CARS, Rise of the Tomb Raider, The Division und Ashes of the Singularity.

Bei Ashes nutzen wir das eingebaute Benchmark-/Logging-Tools und zeigen hier die DirectX-12-Performance. Hitman und Tomb Raider werden unter DirectX 11 gebencht. Wir haben auch DirectX-12-Ergebnisse von diesen Games, die wir in der Analyse verwenden werden (Spoiler: in den meisten Fällen geht die Performance mit DX12 nach unten). Alles andere ist DirectX-basiert und wird mit Fraps aufgenommen."

Game
Settings
Ashes of the SingularityDirectX 12, Extreme quality preset, built-in benchmark
Battlefield 4DirectX 11, Ultra quality preset, custom Tom’s Hardware benchmark (Tashgar jeep ride), 100-second Fraps recording
Grand Theft Auto VDirectX 11, Very High quality settings, 4x MSAA, built-in benchmark (test five), 110-second Fraps recording
HitmanDirectX 11, Ultra level of detail, FXAA, High texture quality, built-in benchmark, 100-second Fraps recording
Project CARSDirectX 11, Ultra quality settings, High anti-aliasing, High texture resolution, Nürburgring Sprint, 100-second Fraps recording
Rise of the Tomb RaiderDirectX 11, Custom quality preset, Very High quality settings, built-in benchmark, 80-second Fraps recording
The DivisionDirectX 11, Custom quality preset, Ultra quality settings, Supersampling temporal AA, built-in benchmark, 90-second Fraps recording
The Witcher 3DirectX 11, Highest quality settings, HairWorks disabled, custom Tom’s Hardware benchmark, 100-second Fraps recording
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29 Kommentare
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    Dein Kommentar
  • _ts42_
    Typo Seite 1: Enthusiasten mit größeren Systemen haben damit in der Regel keine Probleme, weil sie ihr System entsprechend __aanpassen__ können.
    0
  • _ts42_
    Schöner Test und sehr interessante Karte. Der Release der neuen Generation passt mir gerade sehr gut. Meine Vive ist letzte Woche angekommen und nun muss ich natürlich gucken, welche Karte meine "alte" R290 ersetzt. Wenn ich keine Vive hätte, wäre die 1070 die Wahl... mit Vive natürlich die 1080. Ich warte noch auf den großen Test der Custom Designs.
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  • Ressorator
    Hat die 1070 auch wieder einen teilweise langsameren RAM so wie die 970?
    -1
  • Plitz
    Nein hat sie nicht.
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  • Derfnam
    Unverschämt teuer. Die GTX 970 hatte nen angedachten Preis von 320.- (so jedenfalls stand es im 1. Test der 970 und 980), FormatC vermutete damals in den Kommentaren gar, dass der in Kürze unter 300.- fallen dürfte. Und jetzt ist hier der UVP bei 500.-? Bekloppt.
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  • Plitz
    Obwohl die 1080 Founders 790€ kosten soll, gibt es jetzt ... 4 Tage nach offiziellem Start bereits Founders für 720€!

    Zudem sind die 1070 Custom Karten noch mal bis zu 70$ billiger als die Founders. Sich also an der Preisempfehlung hochzuziehen ist irgendwie nicht so sinnvoll.
    1
  • Warrgarbl
    Zitat:
    Unverschämt teuer. Die GTX 970 hatte nen angedachten Preis von 320.- (so jedenfalls stand es im 1. Test der 970 und 980), FormatC vermutete damals in den Kommentaren gar, dass der in Kürze unter 300.- fallen dürfte. Und jetzt ist hier der UVP bei 500.-? Bekloppt.

    Naja, im Grunde genommen ist das nur die Rückkehr in die alte Nomenklatur. Ich denke, dass die letzte Generation aufgrund von Monopoldenken Nvidias absichtlich "falsch" benannt wurde. Im Grunde genommen wäre die Titan die eigentliche 980 gewesen, und dieses Generation zieht Nvidia wieder das alte Namensschema durch - kein Titan-Blödsinn mehr. Ich für meinen Teil bin gespannt auf das, was AMD dieses Jahr releast, und hoffe, dass sie Nvidia wieder ordentlich Konkurrenz machen. Von einem Monopol profitiert ausser Nvidia niemand. Wäre es noch wie früher gäbe es auch keine Founders Edition :)
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  • Derfnam
    Ich zieh nix und niemanden, ich konstatiere nur ganz unverbindlich, grad so wie der Preis :P
    Und der ist mehr als 50 % höher als bei der Vorgängerkarte.
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  • fffcmad
    10W TDP. Nicht schlecht :D Die 1070 ist ein Effizienzwunder :D

    Unter 1070-front-heatsink.jpg
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  • fffcmad
    Ich verstehe das mit den Founders Editions als eine Art Sammlerstueck bzw Collectors Edition mit Standardkuehler. Ist natuerlich ueberteuert. Aber eben auch so vermarktet.
    0
  • klomax
    Teuer, aber auch beeindruckend (Verbrauch, Leistung trotz des Speicherinterface gegenüber Titan X, GTX 980 Ti).

    Jetzt dürfen wir mal auf die R9 480X gespannt sein. - Das Warten fällt echt schwer...
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  • Derfnam
    Irgendwer bei nVidia ruft grad: oh, you founders out, fffcmad^^.
    Wobei die Vorteile grad in den ja so modernen Winzhütten nicht von der Hand zu weisen sind. Ansonsten natürlich auch.
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  • moeppel
    Leistung wie erwartet, bleibt nur noch der Straßenpreis abzuwarten. Und Polaris.

    Die Preisvorstellung ist natürlich so erst mal absurd.
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  • zeutan
    Korinthenkackerei am Rande: es sind Radial-Lüfter. Ein Axiallüfter bewegt die Luft in Richtung der Achse. Der Radiallüfter saugt zwar axial an, bewegt die Luft aber radial - um 90° umgelenkt - zur Rotationssachse vom Laufrad weg. Erste Seite, dritter Absatz.
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  • Averomoe
    Ja es stimmt, dass 500 Euro UVP zu viel für einen Performance-Chip (104 < 102 der 1080 Ti(?)) sind. Aber wer genau jetzt eine 980 Ti Leistung braucht, wird diese auch bezahlen. Da nimmt er den Preisunterschied zur 1070 natürlich mit.
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  • big_k
    Igor ist nicht da also gibts auch kein Testmuster, und auf mails wird schon mal gar nicht geantwortet, sprich zu der Hand ;).
    In manchen Games ist sie mit der Fury gleich auf, in anderen weit überlegen, sehr verwirrend.
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  • moeppel
    Anonymous sagte:
    Igor ist nicht da also gibts auch kein Testmuster, und auf mails wird schon mal gar nicht geantwortet, sprich zu der Hand ;).
    In manchen Games ist sie mit der Fury gleich auf, in anderen weit überlegen, sehr verwirrend.


    Ashes und Hitman sind DX12 Titel, derzeit vermutlich die einzigen, an der man DX12 Leistung der Karten festmachen kann. Weitere Titel werden (hoffentlich) bald folgen.

    Unter'm Strich, wie bereits bei der 1080 gesehen, scheint sich bei Nvidia hinsichtlich ihrer Architektur in Verbindung mit DX12 wenig bis nichts getan zu haben. Wenn auch nichts anderes, so scheint Pascal unter DX12 wenigstens keine Leistungsabzüge mehr zu besitzen, was teilweise bei Maxwell der Fall zu sein schien.

    EDIT: Hitman wurde in DX11 gebencht. Interessantes Ergebnis, in der Tat. Der Rest dann aber eher, wie erwartet ;)
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  • gst
    @_ts42_, derfnam & zeutan: Danke für die Korrekturen. Das Ganze ist mit ziemlich heißer Nadel zusammengestrickt worden, da sich Nvidia a) sehr überraschend damit angemeldet hat, es b) mit einem anderen großen, länger geplanten Launch-Artikel kollidierte und Nvidia es c) dann nochmal einen Tag vorgezogen hat. Man beachte auch die überzeugende, europäischen Arbeitsverhältnissen unglaublich entgegegenkommende Launch-Zeit von 0 Uhr am Montagmorgen...

    Dass es kein Testmuster gab, hatte mit Igors Abwesenheit übrigens nix zu tun - Nvidia zieht einfach nur seine "One media, one sample"-Regel knallhart/blind durch. Und Tom's Hardware USA und Tom' Hardware Deutschland wurden (diesmal) als "ein Medium" behandelt. Wie sinnvoll wir das finden, darf sich jeder selbst ausmalen.
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  • Derfnam
    Korrigier doch bitte, dass ich was korrigiert hätte, das ist nicht korrekt und bedarf einer Korrektur.
    Myrkvirdyge Nummer, yo.
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  • gst
    Sorry - fffcmad statt Derfnam. Ich bin unausgeschlafen; komm' mir doch nicht so! ;)
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