Nvidia GeForce GTX 1070 F.E. 8GB im Test: Pascal, die Zweite

Benchmarks: Ashes, Battlefield 4 und GTA V

Ashes of the Singularity

In unserem Launch-Test zur GeForce GTX 1080 haben wir bereits auf die Performance von Nvidias Flaggschiff verwiesen, das selbst an AMDs Fiji-Karten vorbeiziehen kann, die hier ansonsten hervorragend abschneiden. Der GTX 1070 wird diese Ehre nicht zuteil.

Obwohl sie schneller ist als eine über 1000 Euro teure GTX Titan X, reiht sie sich bei einer Auflösung von 2560 x 1440 Pixeln nur hinter der Radeon R9 Fury ein, die es hierzulande bereits für rund 425 Euro zu kaufen gibt. Zur Erinnerung: Nvidia ruft für die Founders Edition der GTX 1070 eine UVP von 499 US-Dollar auf, aber die Custom-Designs der Board-Partner soll es schon zu Preisen ab 379 US-Dollar geben.

Gleichzeitig ist Ashes vermutlich auch das Best-Case-Szenario für AMD – und die GTX 1070 liegt letztlich nur einen Tick hinter den Fury-Karten zurück. Ergo stehen beinahe mit Gewissheit weitere Preisnachlässe bei den Fiji-Karten ins Haus.

Auch in der höheren 4K-Auflösung ändert sich nichts an der Reihenfolge der Grafikkarten, nur die absoluten FPS-Werte brechen deutlich ein. Die GTX 1070 hat im Vergleich zu den Fiji-Karten weiterhin das Nachsehen, ist ihnen aber sehr dicht auf den Fersen.

Beeindruckend ist die Leistung der knapp 100 Euro günstigeren Fury X im Vergleich zur GTX 1080. Allerdings profitieren die meisten anderen Spiele deutlich weniger von der CGN-Architektur, als es bei Ashes der Fall ist – das hat ja auch schon der Test der GTX 1080 gezeigt.

Battlefield 4

In Battlefield 4 kann sich die GTX 1070 auf Platz zwei vorschieben und folgt bei 2560 x 1440 Bildpunkten unmittelbar auf die große GTX 1080. Auf dem dritten Platz landet die GTX Titan X, gefolgt von der GTX 980 Ti. AMD taucht somit erst auf dem fünften Platz auf.

Obwohl alle Karten bei den Frame-Time-Messwerten dicht beieinander liegen, was sich insbesondere mit Blick auf die Frame-zu-Frame-Varianz zeigt, belegt die Framerate im Zeitverlauf, dass sich die Grafikkarten in klare Leistungsklassen aufteilen lassen.

Das spiegelt sich auch bei 3840 x 2160 Pixeln wieder: Trotz seines Alters fordert Battlefield 4 hier seinen Tribut von den High-End-Grafikkarten. Das Spiel ist sogar so anspruchsvoll, dass wir die GTX 1070 nicht für den 4K-Einsatz mit maximaler Detailstufe (!) empfehlen können. QHD-Auflösung ist hingegen kein Problem.

Selbst 1080 x 1200 Pixel  bei 90 Hz (Stichwort VR-Brillen) sollten meistens machbar sein (natürlich bevor man ein ~1,4-faches Rendering-Ziel einkalkuliert).

Aber die Anforderung bei höchster Detailstufe und 3860 x 2160 Pixeln sind einfach zu hoch, als dass die GTX 1070 hier dauerhaft über 60 FPS liefern könnte (das entspricht beinahe 500 Millionen berechneten Pixeln pro Sekunde).

Grand Theft Auto V

Einmal mehr erweist sich Nvidias GeForce GTX 1070 gegenüber der Titan X aus der Vorgängergeneration als standhaft – und das bei gerade einmal der Hälfte des Anschaffungspreises. Somit sichert sie sich erneut den zweiten Platz hinter der überragenden GTX 1080. AMDs schnellste Karte liegt wieder auf Platz fünf, im Direktvergleich ist die GTX 1070 rund 40 Prozent schneller.

An dieser Stelle soll auch noch einmal auf eine Erkenntnis aus unserem Test der GTX 1080 verwiesen werden: "Interessanterweise zeigen die Radeon R9 Fury und die Radeon R9 390X – beide von AMDs Board-Partnern – scharfe Frame-Time-Spikes, die man während des Spielens als Ruckeln wahrnimmt. Die Referenzkarte Radeon R9 Fury X zeigt dieses Verhalten nicht."

In Ultra-HD-Auflösung liefern alle Karten beinahe nur noch die Hälfte an FPS. Im Falle der GTX 1080 bedeutet das immer noch die spielbarsten FPS-Werte. Die GTX 1070 sackt hingegen an verschiedenen Stellen auf unter 30 FPS ab. Hier müssen also einige der sehr detailliert regelbaren Qualitätseinstellungen zurückgenommen werden, um einen guten Kompromiss aus flüssigem Spielen und ordentlicher Grafikqualität zu finden.

Die Tabelle zur Darstellung der Frame-zu-Frame-Unterschiede zeigen hingegen, dass alle AMD-Karten mit ruckelnder Darstellung zu kämpfen haben, wobei die Radeon R9 Fury am schlechtesten abschneidet.

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29 Kommentare
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    Dein Kommentar
  • _ts42_
    Typo Seite 1: Enthusiasten mit größeren Systemen haben damit in der Regel keine Probleme, weil sie ihr System entsprechend __aanpassen__ können.
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  • _ts42_
    Schöner Test und sehr interessante Karte. Der Release der neuen Generation passt mir gerade sehr gut. Meine Vive ist letzte Woche angekommen und nun muss ich natürlich gucken, welche Karte meine "alte" R290 ersetzt. Wenn ich keine Vive hätte, wäre die 1070 die Wahl... mit Vive natürlich die 1080. Ich warte noch auf den großen Test der Custom Designs.
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  • Ressorator
    Hat die 1070 auch wieder einen teilweise langsameren RAM so wie die 970?
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  • Plitz
    Nein hat sie nicht.
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  • Derfnam
    Unverschämt teuer. Die GTX 970 hatte nen angedachten Preis von 320.- (so jedenfalls stand es im 1. Test der 970 und 980), FormatC vermutete damals in den Kommentaren gar, dass der in Kürze unter 300.- fallen dürfte. Und jetzt ist hier der UVP bei 500.-? Bekloppt.
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  • Plitz
    Obwohl die 1080 Founders 790€ kosten soll, gibt es jetzt ... 4 Tage nach offiziellem Start bereits Founders für 720€!

    Zudem sind die 1070 Custom Karten noch mal bis zu 70$ billiger als die Founders. Sich also an der Preisempfehlung hochzuziehen ist irgendwie nicht so sinnvoll.
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  • Warrgarbl
    Zitat:
    Unverschämt teuer. Die GTX 970 hatte nen angedachten Preis von 320.- (so jedenfalls stand es im 1. Test der 970 und 980), FormatC vermutete damals in den Kommentaren gar, dass der in Kürze unter 300.- fallen dürfte. Und jetzt ist hier der UVP bei 500.-? Bekloppt.

    Naja, im Grunde genommen ist das nur die Rückkehr in die alte Nomenklatur. Ich denke, dass die letzte Generation aufgrund von Monopoldenken Nvidias absichtlich "falsch" benannt wurde. Im Grunde genommen wäre die Titan die eigentliche 980 gewesen, und dieses Generation zieht Nvidia wieder das alte Namensschema durch - kein Titan-Blödsinn mehr. Ich für meinen Teil bin gespannt auf das, was AMD dieses Jahr releast, und hoffe, dass sie Nvidia wieder ordentlich Konkurrenz machen. Von einem Monopol profitiert ausser Nvidia niemand. Wäre es noch wie früher gäbe es auch keine Founders Edition :)
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  • Derfnam
    Ich zieh nix und niemanden, ich konstatiere nur ganz unverbindlich, grad so wie der Preis :P
    Und der ist mehr als 50 % höher als bei der Vorgängerkarte.
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  • fffcmad
    10W TDP. Nicht schlecht :D Die 1070 ist ein Effizienzwunder :D

    Unter 1070-front-heatsink.jpg
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  • fffcmad
    Ich verstehe das mit den Founders Editions als eine Art Sammlerstueck bzw Collectors Edition mit Standardkuehler. Ist natuerlich ueberteuert. Aber eben auch so vermarktet.
    0
  • klomax
    Teuer, aber auch beeindruckend (Verbrauch, Leistung trotz des Speicherinterface gegenüber Titan X, GTX 980 Ti).

    Jetzt dürfen wir mal auf die R9 480X gespannt sein. - Das Warten fällt echt schwer...
    1
  • Derfnam
    Irgendwer bei nVidia ruft grad: oh, you founders out, fffcmad^^.
    Wobei die Vorteile grad in den ja so modernen Winzhütten nicht von der Hand zu weisen sind. Ansonsten natürlich auch.
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  • moeppel
    Leistung wie erwartet, bleibt nur noch der Straßenpreis abzuwarten. Und Polaris.

    Die Preisvorstellung ist natürlich so erst mal absurd.
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  • zeutan
    Korinthenkackerei am Rande: es sind Radial-Lüfter. Ein Axiallüfter bewegt die Luft in Richtung der Achse. Der Radiallüfter saugt zwar axial an, bewegt die Luft aber radial - um 90° umgelenkt - zur Rotationssachse vom Laufrad weg. Erste Seite, dritter Absatz.
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  • Averomoe
    Ja es stimmt, dass 500 Euro UVP zu viel für einen Performance-Chip (104 < 102 der 1080 Ti(?)) sind. Aber wer genau jetzt eine 980 Ti Leistung braucht, wird diese auch bezahlen. Da nimmt er den Preisunterschied zur 1070 natürlich mit.
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  • big_k
    Igor ist nicht da also gibts auch kein Testmuster, und auf mails wird schon mal gar nicht geantwortet, sprich zu der Hand ;).
    In manchen Games ist sie mit der Fury gleich auf, in anderen weit überlegen, sehr verwirrend.
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  • moeppel
    Anonymous sagte:
    Igor ist nicht da also gibts auch kein Testmuster, und auf mails wird schon mal gar nicht geantwortet, sprich zu der Hand ;).
    In manchen Games ist sie mit der Fury gleich auf, in anderen weit überlegen, sehr verwirrend.


    Ashes und Hitman sind DX12 Titel, derzeit vermutlich die einzigen, an der man DX12 Leistung der Karten festmachen kann. Weitere Titel werden (hoffentlich) bald folgen.

    Unter'm Strich, wie bereits bei der 1080 gesehen, scheint sich bei Nvidia hinsichtlich ihrer Architektur in Verbindung mit DX12 wenig bis nichts getan zu haben. Wenn auch nichts anderes, so scheint Pascal unter DX12 wenigstens keine Leistungsabzüge mehr zu besitzen, was teilweise bei Maxwell der Fall zu sein schien.

    EDIT: Hitman wurde in DX11 gebencht. Interessantes Ergebnis, in der Tat. Der Rest dann aber eher, wie erwartet ;)
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  • gst
    @_ts42_, derfnam & zeutan: Danke für die Korrekturen. Das Ganze ist mit ziemlich heißer Nadel zusammengestrickt worden, da sich Nvidia a) sehr überraschend damit angemeldet hat, es b) mit einem anderen großen, länger geplanten Launch-Artikel kollidierte und Nvidia es c) dann nochmal einen Tag vorgezogen hat. Man beachte auch die überzeugende, europäischen Arbeitsverhältnissen unglaublich entgegegenkommende Launch-Zeit von 0 Uhr am Montagmorgen...

    Dass es kein Testmuster gab, hatte mit Igors Abwesenheit übrigens nix zu tun - Nvidia zieht einfach nur seine "One media, one sample"-Regel knallhart/blind durch. Und Tom's Hardware USA und Tom' Hardware Deutschland wurden (diesmal) als "ein Medium" behandelt. Wie sinnvoll wir das finden, darf sich jeder selbst ausmalen.
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  • Derfnam
    Korrigier doch bitte, dass ich was korrigiert hätte, das ist nicht korrekt und bedarf einer Korrektur.
    Myrkvirdyge Nummer, yo.
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  • gst
    Sorry - fffcmad statt Derfnam. Ich bin unausgeschlafen; komm' mir doch nicht so! ;)
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