Fazit
Manchmal fragt man sich als Tester, was sich eine Firma bei der Einführung eines Produktes gedacht hat. Die GeForce GTX 465 ist eindeutig so ein Fall. Es ist schwer vorstellbar, dass Nvidias hauseigene Performance-Analysten nicht im Vorweg eine ganze Reihe Tests durchgeführt haben und dabei feststellten, dass die Performance der GTX 465 eher in den Regionen einer Radeon HD 5830 anzusiedeln sein würde.
Auch ist kein Geheimnis, dass die Radeon HD 5830 im Online-Handel schon für 200 Euro aufwärts zu bekommen ist. Wie kam man also nur auf die Idee, dass eine offizielle Preisempfehlung von 279 US-Dollar angemessen sei? Zum aktuellen Umrechnungskurs wären das immer noch knapp 227 Euro. Die aktuellen Preise in den hiesigen Suchmaschinen blenden wir einfach mal aus und hoffen, dass die 275 bis 300 Euro dort den üblichen Pre-Launch-Aufschlag beinhalten.
In dieser Preisklasse würden wir jedenfalls ATIs Radeon HD 5850 eindeutig vorziehen, die wie erwähnt derzeit ab etwa 255 Euro zu finden ist.
| Nvidias Produktfamilie, absteigend sortiert | |
|---|---|
| Karte | GPU |
| GeForce GTX 480 | GF100 |
| GeForce GTX 470 | GF100 |
| GeForce GTX 465 | GF100 |
| GeForce GTX 260 | GT200 |
| GeForce GTS 250 | G92b |
| GeForce 9800 GT | G92 |
| GeForce GT 240 | GT215 |
| GeForce GT 220 | GT216 |
| GeForce 9500 GT | G96 |
| GeForce 210 | GT218 |
| GeForce 8400GS | G98 |
Nvidia setzt große Hoffnungen darauf, dass die Tesselation-Performance der GF100-Karten viele Enthusiasten überzeugen wird. Als Vorzeigespiel dafür, wie zukünftige Titel aussehen können und sollen, dient dabei Metro 2033. Im Spieletest zeigte sich, dass Metro 2033 für Grafikkarten eine wirkliche herausforderung darstellt: Schon bei 1680 x 1050 fällt es einer Radeon HD 5870 selbst ohne MSAA schwer, flüssige Bildraten zu produzieren.
Nvidias Karten besitzen aber auch noch ein paar andere Extras, die ATIs Modellen fehlen. Dazu zählen 3D Vision, Hardware-Unterstützung für PhysX und CUDA. Zukünftig wird man auch noch die Unterstützung von 3D-Blu-rays auf die Listen setzen können. Jeder Nutzer muss selbst wissen, wie wichtig diese Features sind. Der eine schwört auf stereoskopisches 3D-Gaming, der andere nutzt regelmäßig CUDA, um Filme zu rekodieren.
Umgekehrt gibt es selbstverständlich auch Nutzer, denen ATIs Eyefinity-Funktionalität oder die Möglichkeit DTS-HD Master und Dolby TrueHD Audio am HTPC als Bitstream auszugeben wichtiger ist. Das liegt am individuellen Nutzungsverhalten und am Einsatzgebiet.
Dass Nvidia das GF100-Design einige Kopf- und Bauchschmerzen bereitet, dürfte inzwischen bekannt sein. Ein vollständiger GF100-Chip besäße 512 Shader-Einheiten, von denen 160 bei der heute vorgestellten GeForce GTX 465 deaktiviert sind. Werden so viele Ausführungseinheiten gestrichen, würde es sicherlich bald sinnvoller sein, eine kleinere abgewandelte GPU zu produzieren, als eine Karte mit einem beschnittenen 3-Milliarden-Transistor-Chip herauszubringen, den Nvidia nur teuer produzieren kann. Vielleicht erklärt das ja auch die Preisempfehlung von 279 US-Dollar.
Die Zeiten, in denen man eine Radeon HD 4890 für unter 200 Euro finden konnte, während die GeForce GTX 260 sogar weniger als 150 Euro kostete, sind wohl vorbei. Daran gemessen ist die GeForce GTX 465 ein teures Stück Hardware. Bis DirectX 11 ein wirkliches Must-Have-Feature wird, das ein Upgrade nötig macht, können sich auch die gehobenen Modelle der letzten Generation in aktuellen Spielen sehr gut gegen die kleineren Derivate der neuen Modellreihen behaupten. Das gilt für Nvidia wie für ATI.
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Das war mal wieder ein Schuss in den Ofen
Aber schade, dass die HD 5770 nicht in die Benchmark Tests miteinbezogen wurde...
Andere Grafikkartenklasse.
Wer mag, kann aber im Review der HD 5830 die Vergleichswerte der Radeon HD 5770 nachlesen. Damit hat man auch den Vergleich zur GTX 465 (in etwa).
Trauriges Ergebnis und wenn der Preis so bleibt ist die Karte absolut sinnlos.
Nvidia hat es geschafft: die DX11-Karte mit dem schlechtesten FPS/W-Verhältnis.
Also die FTX 465 enttäuscht doch ein wenig. Würde diese Karte maximal 200€ kosten, dann hätte sie eine Daseinsberechtigung. In diesem Test hätten noch eine GTX 260 und GTX 275 berücksichtigt werden sollen, um einen Vergleich zu der alten Nvidia Generation zu bekommen.
Beim Preis sage ich aber abwarten, der Markt regelt das schon. Leistungsmäßig ist die GTX 465 zum aktuellen Preis keine Option. Da kann man den Nvidia Anhängern nur zur GTX 470 raten oder einfach mit der "alten" Karte weiter zocken und auf was neues von Nvidia warten.
Ich habe grade noch einen weiteren Test gelesen
Bei CB sind auch noch andere karten berücksichtigt. Allerdings schneidet dort die GTX 465 besser ab. Ber nichts desto Trotz, für 200€ könnte man sie nehmen, darüber nicht.
Hier nochmal der LINK
Da nur noch DX11 Karten getestet werden, könnte man mal über einen OpenCL / DirectCompute , Stream und Cuda Benchmark nachdenken. Es gibt schließlich auch Leute, die sich für GPGPU und die Rechenleistung interessieren.
Vielleicht ist der Aufpreis für CUDA und Physx ;o) .
Gruß
Könnte man machen nur ist das relativ unspektakulär. Selbst so ne Platinenseuche wie die GTX465 wird nicht erheblich langsamer als die dicke 480 sein. Die Fläschenhälse liegen bei solchen Anwendungen häufig nicht im Chip oder RAM.
Die Karte hat so wirklich keinen Sinn. Die Bezeichung GTX hat sie ja schon beinahe nicht verdient. GTS450 hätte sie heißen sollen um für 170€ die 5700er Reihe zu plätten.
man möge mir erklären was aus einer prozessoreinheit, die man anstatt wie die konkurrenz stream-prozessor "CUDA-Core" nennt auf einmal ein "feature" macht ... mal abgesehen von einer genialen marketingabteilung.
physix und 3d-vision sind features, aber CUDA ist einfach nur der name für die cores der gpu und recheneinheiten sind kein feature, das ist eine grundfunktion egal ob man das streamprozessor, cuda oder von mir aus auch grünblau-getupfte-wobbelbonks nennt.
Wieder ein Schuss ins Nichts. Wenn man highend will und möglichst
wenig Geld ausgeben möchte dann bündelt man sich 2x 4770 1GB mit OC zu CF.
Bessere P/L gibt es nicht. Deshalb finde auch ich, dass eine 4770 hätte mitgebencht werden sollen.
NVidia ist eine echte Enttäuschung zurzeit, man hat vielleicht Leistung, aber das kostet Geld, seeeehr viel Abwärme und Stromverbrauch und dann noch lachende AMD-Freaks im Rücken.
NVidia, nein danke!
@dustwalker - Ein wenig Recht hast du, denn "Cuda-COre" ist nichts weiter als die marketingträchtige Umbenennung von Shader-Cores. Andererseits ist CUDA an sich schon ein Feature, und zwar eins, was man eben nur bei Nvidia bekommt. ATI/AMD haben Stream, was aber bei weitem nicht so große Verbreitung erfahren hat (da hat AMD einfach mal geschlafen), und OpenCL/DirectCompute befinden sich noch in den Kinderschuhen.
Insofern ist deine Aussage
nicht richtig. Anders: Mit den Shader-Cores einer ATI-Karte bekommst du kein CUDA, und damit auch keinen Zugriff auf Anwendungen, die es nutzen können.
Ergo: CUDA ist sehr wohl ein Feature.
Könnte man machen nur ist das relativ unspektakulär. Selbst so ne Platinenseuche wie die GTX465 wird nicht erheblich langsamer als die dicke 480 sein. Die Fläschenhälse liegen bei solchen Anwendungen häufig nicht im Chip oder RAM. Die Karte hat so wirklich keinen Sinn. Die Bezeichung GTX hat sie ja schon beinahe nicht verdient. GTS450 hätte sie heißen sollen um für 170€ die 5700er Reihe zu plätten.
ich fürchte mal, da bei fermi vor allem auch die tesselation mit den cores skaliert, wirds bei einer noch kleineren variante als der 465 wohl in jeder hinsicht eng werden. was nvidia derzeit den vorteil bringt, wird da zum stolperstein. für die radeons mit der dedizierten tesselationseinheit wird der abstand mit jedem gestrichenen core bei nvidia kleiner.
ich bezweifle, daß ein entsprechend gekürzter fermi einer 57xx in irgendeiner weise überlegen wäre (selbst wenn es um tesselation geht), und bei der chipgröße wären 170€ in jedem fall eine finanzielle kathastrophe für nvidia.
CUDA ist nicht nur der Name der Recheneinheiten.
Die Compute Unified Device Architecture, kurz CUDA genannt, ist eine von Nvidia entwickelte Technik zur Beschleunigung wissenschaftlicher und technischer Berechnungen durch Einbeziehung der Grafikkarte in die Berechnungen. (WIKI-Auszug)
Bei ATI wird das ganze Stream genannt.
Programmiert wird das Ganze in C/C++ o.ä.
Dass die Recheneinheiten genauso heißen ist kein Zufall.
Da Physx auf CUDA portiert wurde und AMD keinen Finger rührt, dass Stream dazu kompatibel ist (wie auch immer - Interpreter vielleicht), bleibt es nun mal ein Nvidia only Feature. Für Programme wie Adobe Premiere erscheinen auch immer mehr Plugins, etc. die das Rechnen erheblich beschleunigen.
AMD Karten sind da außen vor...
Die GTX 465 ist zwar eine (mehr oder) weniger gute Gamerkarte, kann aber weit mehr. Dazu ein Blick auf die Batman-Benchmarks (computerbase). Physx dank CUDA.
PS: OpenGL Leistung wäre auch mal interessant.
und bei der chipgröße wären 170€ in jedem fall eine finanzielle kathastrophe für nvidia.
Das ist ein Bingoooooo!
Die 5700er wird Nvidia mit anderen, kleineren Chips ins Visier nehmen (müssen), also wohl dem GF104 und darunter. Damit wird das Ganze dann auch wieder rentabel, und man kann den Chip wiederum auf seine Leistungsklasse zuschneiden.
Die GTX 465 macht eigentlich (m.E.) nur aus zwei Perspektiven Sinn:
1 - Er erlaubt Nvidia, die nutzbare Ausbeute zu erhöhen (Stichwort "Chip Harvesting")
2 - Man kann jeder ATI-Karte im High-End-Segment ein Modell gegenüberstellen und lässt damit keine Position unbesetzt. Es ist also teilweise sicher auch eine Prestigefrage.
Preislich ist die Karte aber, wenn die Preise so bleiben, ein Griff in die Minuskiste.
Da Physx auf CUDA portiert wurde und AMD keinen Finger rührt, dass Stream dazu kompatibel ist (wie auch immer - Interpreter vielleicht), bleibt es nun mal ein Nvidia only Feature.
Das liegt daran, dass Nvidia die Rechte an PhysX hält, seitdem man PhysX-Entwicklerfirma Ageia gekauft hat. An der Stelle kann AMD/ATI also mal nix dafür. Nvidia wird dieses Alleinstellungsmerkmal kaum aus der Hand geben, egal wieviel Geld ATI dafür hinzublättern bereit wäre.
Anders verhält es sich mit Stream, dass obwohl es früher auf dem "Markt" war als CUDA, nach wie vor nur geringe Verbreitung hat und außerdem im Ruf steht, liebloser, verwirrender und unsauberer zu sein als CUDA. Schade, eigentlich. Man kann nur hoffen, dass die proprietären Standards durch OpenCL und DirectCompute abgelöst werden - das wäre für die Nutzer das Beste.
Für CUDA würde ich schon eine Karte kaufen, die ein schlechteres FPS/EURO Verhältnis hat. AMDs Stream muss noch sehr stark aufholen, aber es dauert noch.
Soweit ich mich erinnern kann, hat Nvidia, Physx, AMD angeboten um es auf Stream lauffähig zu machen (kann den Artikel nicht mehr finden, war 2008 glaub ich). AMD hat aber dankend abgelehnt um die Streamarchitektur zu fördern.
Hm interessant. Auf einigen Seiten tendiert die Karte eher Richtung HD5870. In einigen wieder in Richtung HD5830....da hilft wohl nur die Benchmarks individuell herauszupicken und zu vergleichen. Und jede Seite hat sogar andere OC Ergebnisse...einmal ist bei 650MHz Chiptakt schluss, dann wieder bei 750...
Ich denke, der Erfolg der 465er wird vom Preis abhängen. Der Stromverbrauch ist für das angepeilte Kundensegment wohl kein so starkes Kriterium...so lange das Ding noch erträglich leise und kühl bleibt.
Im Moment sehe ich das Aufgrund der Werte der Seiten so: Im Bereich Verbrauch und Lautstärke liegt das Ding zwischen 275 und 285. Im Bereich Leistung über der 285. Im Bereich Preis auch darüber. Die Karte müsste also vom Preis her in Richtung GTX275 tendieren (Als die Karte neu war), dann passt es wohl.