Nvidia GP100: Pascal-GPUs bekommen bessere Double-Precision-Performance

In diesem Jahr wird Nvidia vermutlich seine aktuelle Maxwell-Architektur durch eine neue Generation ersetzen.

Nun sind erste Informationen aus einer Präsentation von Manuel Ujaldon aufgetaucht - einem spanischen Professor der Universität Malaga, der als "CUDA-Fellow" bei Nvidia geführt wird.

Demnach soll das Verhältnis der Leistung bei Operationen mit einfacher und doppelter Genauigkeit bei dem ersten Grafikchip der Serie, dem GP100, 3:1 und in Zahlen 12 TFLOPS zu 4 TFLOPS betragen.

Im Vergleich dazu schneidet der Vorgänger, die GM200 der Maxwell-Generation, deutlich schlechter ab. Hier sind die Leistungen bei einfacher Genauigkeit um das 32-fache höhe als die bei doppelter Genauigkeit.

Bei früheren Architekturen war das Verhältnis allerdings auch schon deutlich besser: Bei Kepler betrug es ebenfalls 3:1, bei Fermi wurde es mit 2:1 bemessen und selbst bei Tesla war das Verhältnis noch 8:1.

Damit scheint Nvidia (wieder) stärker eine professionelle Nutzung zu fokussieren, die von einer höheren GPGPU-Leistung bei doppelter Genauigkeit profitiert. Es stellt sich allerdings die Frage, welche Auswirkungen dieser Schritt auf die 3D-Leistung hat. Möglicherweise nimmt der Grafikspezialist an dieser Stelle sogar Abstriche bei den künftigen Consumer-Grafikkarten in Kauf.

Allerdings legt die GP100-GPU im Vergleich zu ihrem Vorgänger noch mal deutlich zu: Die Anzahl der CUDA-Kerne wird im Vergleich zur GM200 von 3072 auf 6144 verdoppelt; die Ausgangstaktfrequenz soll ein GHz betragen - Schwächlinge dürften die Karten somit keinesfall werden.

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